Bankgeschäfte lassen sich bequem per Internet oder Telefon erledigen. Themenschwerpunkt auf modern-banking.at ist der österreichische Direktbankenmarkt. Sie erhalten einen aktuellen Überblick über Zinsen und Konditionen anhand unserer Produktvergleiche zu den inländischen Direktbanken, und darüber hinaus auch zu den Anbietern aus dem Euroraum, die sich über Landesgrenzen hinweg an Kunden in Österreich richten.

18.05.2018 |Meldung zum deutschen Bankenmarkt|

brokerport wird (wie) flatex

Der Online-Broker brokerport, vormals benk, informierte seine Kunden per Postbox über die Änderung zahlreicher Preise. Festzustellen ist, dass die neuen Preise identisch zu denen von flatex sind, egal ob für Inlandsorders, außerbörslichen Handel, Auslandsbörsen oder die Nebenleistungen. Zwar fallen beispielsweise für die Inlandsorder als Normalpreis künftig nur noch EUR 5,90 statt EUR 6,49 an eigenen Orderspesen an, über die Prepaid- und Preispakete konnte man bislang aber günstiger handeln. Die für brokerport charakteristischen Prepaid- und Preispakete werden zum 1.7.18 eingestellt, dennoch bewirbt brokerport sie auf dem Internetauftritt noch, und das neue Preisverzeichnis wird für Bestandskunden ab 15.7.18 gelten. In dem Anschreiben von brokerport ist die einleitende Kernaussage: Es wird übersichtlicher. Und weiter heißt es: "Neben einigen nötigen Preiskorrekturen werden viele unserer Angebote jetzt noch günstiger für Sie. Hier können wir die Zusammenarbeit mit unserer Schwesternmarke flatex positiv für Sie nutzen." In diesem einen Satz legt brokerport eher beiläufig einen Bezug zu flatex dar, aber es geht darüber hinaus, denn brokerport ist mit dem neuen Preisverzeichnis künftig keine Alternative mehr zu flatex, sondern eigentlich dasselbe. Der Schritt dürfte das vorweggenommene Ende der Marke brokerport bedeuten. Preisliche Unterschiede sind noch an zwei Stellen auszumachen, und zwar ist im Preisverzeichnis von brokerport weiterhin die Depotgebühr bei Inaktivität von sechs Monaten aufgeführt, die es bei flatex nicht gibt, und die Preise der Kurspakete für Realtimekurse.

brokerport, flatex und auch ViTrade sind nach den vielen Neuordnungen innerhalb der FinTech Group allesamt Marken der FinTech Group Bank, vormals biw Bank. Ebenso gehörte die im November 2015 geschlossene Aktionärsbank mal zur Gruppe, damals waren vier Online-Broker in einer Hand, die ursprünglich aus zwei zunächst kooperierenden, später konkurrierenden Lagern stammten.

16.05.2018 |Meldung zum deutschen Bankenmarkt|

Zinsmarkt der Deutschen Bank gewinnt durch Zweitlisting an Relevanz

Über ihren Zinsmarkt vermittelt die Deutsche Bank nun auch die Festgeldangebote der HSH Nordbank. Der Zinsmarkt ist wie WeltSparen, Zinspilot und Savedo eine Plattform für die Zinsanlage bei anderen Banken. Er dümpelte mit einem überschaubaren Angebot lange vor sich hin, die Anleger konnten bislang lediglich unter Festgeldern von pbb direkt und der französischen mymoneybank auswählen, die Zinssätze dabei höher als bei der Deutschen Bank selbst, aber wenig spektakulär. Die HSH Nordbank ist am Montag hinzugekommen. Sie ist bekanntlich auch über Zinspilot verfügbar, hat sich dort als Zugpferd erwiesen und sammelte seit vergangenen November 1,3 Milliarden Euro an Einlagen ein, auch mit dem Tagesgeld, das es über den Zinsmarkt nicht gibt. Dem Zinsmarkt dürfte die Einbindung aber dennoch helfen sich zu etablieren, weil ein Markt definitiv mehr Auswahl bieten muss, die Festgeldzinsen der HSH Bank für die angebotenen Laufzeiten derzeit die höchsten unter den inländischen Banken darstellen, und weil sich einige aus persönlichen Präferenzen für die Anlage über die Deutsche Bank entscheiden werden, wenn Deutsche Bank oder Zinspilot die Optionen sind. Auf beiden Vertriebswegen sind es für 3 sowie 6 Monate derzeit 0,85% und für 9 sowie 12 Monate 0,90%. Die Mindestanlage der HSH Bank beträgt via Deutsche Bank EUR 1.000, via Zinspilot nur einen Euro. Die Höchsteinlage ist EUR 100.000. Das ist auch sinnvoll, weil dies die Obergrenze des gesetzlich vorgeschriebenen Einlagenschutzes ist, und nach wie vor nicht klar ist, welcher Einlagensicherung die HSH Nordbank nach dem eingeleiteten Verkauf an Finanzinvestoren ab wann angehören wird.

Für den Zinsmarkt, der im Juni 2017 eröffnete, waren anfangs lediglich die Depotkunden des hauseigenen Online-Brokers maxblue zugelassen. Seit November 2017 können auch Kunden mit Girokonto oder einem Anlagekonto der Deutschen Bank über das Online-Banking dort anlegen. Neue Kunden will die Deutsche Bank aber auch anlocken: Wer keines der genannten Konten oder das Depot at, bekommt als Abwicklungskonto das Girokontomodell "AktivKonto" ohne den sonst fälligen Grundpreis mit dazu und darf es auch für Zahlungsverkehr nutzen. Dieser Produktabschluss ist ausschließlich online möglich. Befreit vom Grundpreis ist man für die Zeit, in der über die Plattform getätigte Zinsanlagen bestehen, und sechs Monate darüber hinaus, danach fallen monatlich EUR 4,99 an bzw. ab einer Anhebung im Juli EUR 5,90. Überhaupt greift die Deutsche Bank bei ihrem Zinsmarkt auf das System von Zinspilot zurück, wobei sie nicht einfach die White-Label-Lösung einbindet und den eigenen Namen draufsetzt. Sie übernimmt die Aufgabe des zentralen Abwicklungsinstituts (bei Zinspilot ist es die Sutor Bank oder die FinTech Group Bank) und sucht eigene Partnerbanken, will gute Zinsen mit einem guten Gefühl verbinden, folglich nur solche mit halbwegs guter Bonität aus sicheren Ländern anbinden.

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