Tagesgeld: Information
- Zinsangebot/Anzeige
DADAT
- Sonderzins für Neukunden von 3,10% p. a. auf Guthabenteile bis EUR 300.000 für die ersten drei Monate
- variabler Standardzins von 2,00%
- Zinsangebot/Anzeige
DenizBank
- Sonderzins für Neukunden von 3,00% p. a. für die ersten drei Monate
- Standardzins von derzeit 1,00%
- es wird zunächst das kostenlose Stammkonto eingerichtet
- Gemeinschaftskonto möglich
Tagesgeldkonten eignen sich hervorragend zum kurzfristigen Parken von freien Anlagegeldern und zum Bereithalten eines Sicherheitspolsters, um bei finanziellen Überraschungen gewappnet zu sein. Sie können genutzt werden, ohne die Hausbank zu wechseln. Konsequentes Umbuchen vom Girokonto auf ein Tagesgeldkonto ist sinnvoll, damit möglichst wenig Geld unverzinst ist und die Inflation sich zumindest nicht vollständig auswirkt. Bei Bedarf ist das Guthaben schnell auf dem festgelegten Referenzkonto zurück, es ist nur eine Überweisung entfernt. Auch gegenüber der jetzt wieder nachgefragten Alternative Geldmarktfonds haben sie einige Vorteile, denn Tagesgeldkonten zeichnen sich durch die kalkulierbare Verzinsung, die schnellere und einfachere Verfügbarkeit sowie den Schutz im Rahmen ihrer Einlagensicherung aus.
Eine der Strategien bei der Auswahl des Tagesgeldanbieters ist es, nicht allein auf den aktuellen Zins zu achten, sondern eine Bank zu wählen, die auch in der Vergangenheit kontinuierlich gute Zinsen geboten hat. Ein anderer Ansatz ist gerade jetzt, guten Gewissens die Schnäppchen mit Zinsgarantien mitzunehmen, aber auch wieder zu wechseln, wenn der Zins im Marktvergleich zurückfällt - die Zeit dafür muss man aufbringen wollen. Viele Anleger lassen mehrere gute Tagesgeldkonten parallel bestehen, um bei Zinsänderungen gegebenenfalls den Anlagebetrag auf das dann bessere Konto umzuschichten.
Die Zinsentwicklung der Tagesgeldkonten kann in unserem Vergleich für Zeiträume ab 2005 zurückverfolgt werden. Dies ermöglicht Nutzern zu überblicken, wie häufig und mit welchen Zinsschritten bestimmte Anbieter in der Vergangenheit die Tagesgeldzinsen änderten. Einige Banken machen gute Zinsangebote nur, um am Markt bekannt zu werden. Die Kosten für eine solche Marketingmaßnahme halten sich in Grenzen, da erst wenige Kunden vorhanden sind, denen der Zins tatsächlich zu zahlen ist. Auch Angebote für Neukunden oder Geld, das neu hereinkommt, stehen dem gegenüber. Die Sonderkonditionen beziehen sich dabei auf einen befristeten Zeitraum und einen begrenzten Anlagebetrag. Die damit oft verbundenen Nebenbedingungen sind maßgeblich, damit die Zinsgutschrift später nicht niedriger ausfällt als zunächst angenommen. Das Problem: Wer denkt schon nach drei oder sechs Monaten daran, dass die Sonderkondition ausläuft? Die Bank erinnert daran natürlich nicht. Geht dieselbe Bank mit weiterer Aktionsware in den Verkauf, übersieht der Anleger womöglich leicht, dass ihn das nicht mehr betrifft und er längst zum Altbestand gehört. Sonderzinsaktionen sind für die Bank jedenfalls meist unrentabel und rechnen sich erst, wenn es zu Folgegeschäft kommt oder der Kunde aus Bequemlichkeit bleibt.
Man sollte somit immer genau hinsehen und sich bewusst sein, dass etwa aus dem Top-Zins nach wenigen Monaten schon wieder ein schwacher Durchschnittszins werden kann. Wer ein Tagesgeldkonto hat, sollte die Termine im Blick behalten und regelmäßig den Markt beobachten, um gegebenenfalls zu wechseln. Wird ein altes Konto auf absehbare Zeit nicht mehr benötigt, kann es vorteilhaft sein, es nicht nur leerzuräumen, sondern auch auflösen zu lassen; denn dann gilt man je nach Bank nach sechs oder zwölf Monaten wieder als Neukunde und hat Zugang zu den Neukundenangeboten. Die Sortierung im Vergleich kann entweder nach den Standardzinsen erfolgen oder zusätzlich auch Sonderzinsaktionen berücksichtigen.
Änderungen bei den Tagesgeldzinsen
- Die Renault Bank direkt wird per 21.10.26 ihren Standardzins von 2,00% auf 2,30% anheben.
- Zum fünften Mal in diesem Jahr hob die Santander Consumer Bank den Standardzins beim "BestFlex" an, am 8.10.26 von 2,00% auf 2,10%. Zugleich stieg der Sonderzins für Neukunden von 2,70% p. a. auf 3,00% p. a., gewährt in den ersten drei Monaten.
- Die Austrian Anadi Bank drehte nochmals beide Zinsschrauben ihres "Online-Sparens". Am 1.10.26 stieg der Standardzins von 1,50% auf 1,75%, der Neukundenzins von 2,40% p. a. auf 2,80% p. a. für die ersten drei Monate. Der Abstand zwischen Standard- und Sonderzins wuchs somit von 0,90 auf 1,05 Prozentpunkte.
- Denzel Bank erhöhte am 1.10.26 von 1,50% auf 2,00%.
- bank99 erhöhte ihr Sonderzinsangebot für Neukunden, die ab 1.10.26 eröffnen, von 2,50% p. a. auf 2,75% p. a. Die Sonderverzinsung gilt dabei unverändert für die ersten drei Monate.
- Per 1.10.26 erhöhte DADAT den Standardzins des "Sparkontos" von 1,60% auf 2,00%.
- Bank Direkt erhöhte beim "Extrakonto" per 1.10.26 von 1,50% auf 1,75%.
- Advanzia Bank aus Luxemburg hob am 30.9.26 ihr Sonderzinsangebot von nominal 3,40% p. a. auf 3,85% p. a. an (effektiv von 3,45% p. a. auf 3,92% p. a.). Die Sonderverzinsung gilt unverändert für drei Monate ab der ersten Einzahlung von mindestens EUR 5.000.
- Die Porsche Bank erhöhte am 29.9.26 von 2,00% auf 2,10%.
- Um 0,10 Prozentpunkte hob DADAT zum 23.9.26 ihr Neukundenangebot beim "Sparkonto" an, von 3,00% p. a. auf 3,10% p. a. Der Schritt wirkt klein, erfüllt aber genau seinen Zweck: Die DenizBank zahlt Neukunden seit 21.9.26 ebenfalls 3,00% p. a. für drei Monate, die DADAT zog mit den 0,10 Prozentpunkten wieder vorbei und führt damit weiterhin das Feld der Inlandsanlagen an. Höher verzinsen nur zwei Auslandsangebote, deren Erträge Anleger selbst in der Steuererklärung angeben müssen: Bigbank mit 4,00% p. a. über vier Monate und Advanzia mit inzwischen 3,85% p. a. ab EUR 5.000 Mindestanlage. Am Rest änderte DADAT nichts. Die drei Monate laufen ab Kontoeröffnung, die Betragsgrenze blieb bei EUR 300.000.
- Gleich zwei Stellschrauben drehte Bigbank aus Estland am 22.9.26 beim österreichischen Neukundenangebot in dieselbe Richtung: Der Sonderzins stieg von 3,10% p. a. auf 4,00% p. a. und die Dauer der Sonderverzinsung von drei auf vier Monate.
- Nun eine Drei vor dem Komma, jedoch mit kürzerer Dauer: Die DenizBank tauschte am 21.9.26 ihr Neukundenangebot beim "Online Sparen Tagesgeld" aus. Neukunden, die ab diesem Datum eröffnen, erhalten 3,00% p. a. für die ersten drei Monate. Bislang bot die DenizBank 2,30% p. a. für sechs Monate und danach 2,00% p. a. für weitere sechs Monate, zusammen also zwölf Monate Sonderverzinsung. Eine Betragsgrenze nennt die DenizBank nicht, der Sonderzins gilt für das gesamte Guthaben bei einer Mindesteinlage von EUR 100,00.
