Tagesgeld: Information
- Zinsangebot/Anzeige
DADAT
- Sonderzins für Neukunden von 3,00% p. a. für die ersten drei Monate
- Standardzins von derzeit 1,60%
- Zinsangebot/Anzeige
Santander Consumer Bank
- Sonderzins für Neukunden von 2,70% p. a. für die ersten drei Monate
- Standardzins von derzeit 1,90%
- Zinseszinseffekt durch monatliche Zinsgutschrift
Tagesgeldkonten eignen sich hervorragend zum kurzfristigen Parken von freien Anlagegeldern und zum Bereithalten eines Sicherheitspolsters, um bei finanziellen Überraschungen gewappnet zu sein. Sie können genutzt werden, ohne die Hausbank zu wechseln. Konsequentes Umbuchen vom Girokonto auf ein Tagesgeldkonto ist sinnvoll, damit möglichst wenig Geld unverzinst ist und die Inflation sich zumindest nicht vollständig auswirkt. Bei Bedarf ist das Guthaben schnell auf dem festgelegten Referenzkonto zurück, es ist nur eine Überweisung entfernt. Auch gegenüber der jetzt wieder nachgefragten Alternative Geldmarktfonds haben sie einige Vorteile, denn Tagesgeldkonten zeichnen sich durch die kalkulierbare Verzinsung, die schnellere und einfachere Verfügbarkeit sowie den Schutz im Rahmen ihrer Einlagensicherung aus.
Eine der Strategien bei der Auswahl des Tagesgeldanbieters ist es, nicht allein auf den aktuellen Zins zu achten, sondern eine Bank zu wählen, die auch in der Vergangenheit kontinuierlich gute Zinsen geboten hat. Ein anderer Ansatz ist gerade jetzt, guten Gewissens die Schnäppchen mit Zinsgarantien mitzunehmen, aber auch wieder zu wechseln, wenn der Zins im Marktvergleich zurückfällt - die Zeit dafür muss man aufbringen wollen. Viele Anleger lassen mehrere gute Tagesgeldkonten parallel bestehen, um bei Zinsänderungen gegebenenfalls den Anlagebetrag auf das dann bessere Konto umzuschichten.
Die Zinsentwicklung der Tagesgeldkonten kann in unserem Vergleich für Zeiträume ab 2005 zurückverfolgt werden. Dies ermöglicht Nutzern zu überblicken, wie häufig und mit welchen Zinsschritten bestimmte Anbieter in der Vergangenheit die Tagesgeldzinsen änderten. Einige Banken machen gute Zinsangebote nur, um am Markt bekannt zu werden. Die Kosten für eine solche Marketingmaßnahme halten sich in Grenzen, da erst wenige Kunden vorhanden sind, denen der Zins tatsächlich zu zahlen ist. Auch Angebote für Neukunden oder Geld, das neu hereinkommt, stehen dem gegenüber. Die Sonderkonditionen beziehen sich dabei auf einen befristeten Zeitraum und einen begrenzten Anlagebetrag. Die damit oft verbundenen Nebenbedingungen sind maßgeblich, damit die Zinsgutschrift später nicht niedriger ausfällt als zunächst angenommen. Das Problem: Wer denkt schon nach drei oder sechs Monaten daran, dass die Sonderkondition ausläuft? Die Bank erinnert daran natürlich nicht. Geht dieselbe Bank mit weiterer Aktionsware in den Verkauf, übersieht der Anleger womöglich leicht, dass ihn das nicht mehr betrifft und er längst zum Altbestand gehört. Sonderzinsaktionen sind für die Bank jedenfalls meist unrentabel und rechnen sich erst, wenn es zu Folgegeschäft kommt oder der Kunde aus Bequemlichkeit bleibt.
Man sollte somit immer genau hinsehen und sich bewusst sein, dass etwa aus dem Top-Zins nach wenigen Monaten schon wieder ein schwacher Durchschnittszins werden kann. Wer ein Tagesgeldkonto hat, sollte die Termine im Blick behalten und regelmäßig den Markt beobachten, um gegebenenfalls zu wechseln. Wird ein altes Konto auf absehbare Zeit nicht mehr benötigt, kann es vorteilhaft sein, es nicht nur leerzuräumen, sondern auch auflösen zu lassen; denn dann gilt man je nach Bank nach sechs oder zwölf Monaten wieder als Neukunde und hat Zugang zu den Neukundenangeboten. Die Sortierung im Vergleich kann entweder nach den Standardzinsen erfolgen oder zusätzlich auch Sonderzinsaktionen berücksichtigen.
Änderungen bei den Tagesgeldzinsen
- DADAT erhöhte am 26.8.26 ihr Sonderzinsangebot für Neukunden von 2,70% p. a. auf 3,00% p. a. Es gilt unverändert für Guthabenteile bis EUR 300.000 in den ersten drei Monaten.
- Porsche Bank erhöhte am 26.8.26 von 1,90% auf 2,00%.
- Avida Finans aus Schweden erhöhte am 14.8.26 von 2,07% auf 2,12%, am 21.8.26 von 2,12% auf 2,16% und am 27.8.26 von 2,16% auf 2,17%.
- Santander Consumer Bank erhöhte am 11.8.26 ihren Standardzins von 1,75% auf 1,90%.
- Denzel Bank erhöhte am 3.8.26 von 1,25% auf 1,50%.
- Um 0,20 Prozentpunkte kürzte die Advanzia Bank am 31.7.26 ihr Sonderzinsangebot, von nominal 3,90% p. a. auf 3,70% p. a., effektiv von 3,97% p. a. auf 3,76% p. a. Alles andere blieb unangetastet: Die Sonderverzinsung gilt drei Monate ab dem Zeitpunkt der ersten Einzahlung, berechtigt sind neue Tagesgeldkunden und Kontoinhaber ohne bisherige Ersteinzahlung, und Zinsen zahlt Advanzia generell nur oberhalb einer Mindestanlage von EUR 5.000.
- Avida Finans aus Schweden senkte am 23.7.26 von 2,12% auf 2,07%.
- Die Wüstenrot Bank hob das Sonderzinsangebot beim "FLEX Sparkonto" kräftig an: Wer ab 21.7.26 eröffnet, erhält 2,40% p. a. gesamt für die ersten sechs Monate, zuvor waren es 1,00% p. a. für drei Monate.
- Renault Bank direkt erhöhte per 21.7.26 von 1,80% auf 2,00%.
- Die Addiko Bank hob ihr Sonderzinsangebot für Neukunden am 13.7.26 von 2,40% p. a. auf 2,70% p. a. an. Sie liegt damit nun in der nominalen Zinshöhe gleich mit Santander Consumer Bank und DADAT, bietet den Sonderzins für die ersten vier Monate, die beiden Wettbewerber nur für die ersten drei Monate.
- Porsche Bank erhöhte am 8.7.26 von 1,75% auf 1,90%.
