Festzinsanlage: Anbieter aus EU-Ländern

Zinsanlagen über Landesgrenzen hinweg können sich mitunter lohnen. Durch die vielen einheitlichen Rahmenbedingungen gilt dies insbesondere innerhalb der Europäischen Union. Die nachfolgende Übersicht enthält Anbieter, die aus dem Ausland um österreichische Kunden werben. Der Firmensitz liegt dabei in einem der EU-Länder, eine Niederlassung in Österreich wird nicht betrieben. Die Anlagewährung ist jeweils der Euro. In Fremdwährung wären solche Angebote als sichere Anlage ungeeignet.

Zinsportale wie WeltSparen und Savedo profitieren von der schon lange andauernden Niedrigzinsphase, denn den Anlegern ist bewusst, dass ihr Vermögen sich unter den gegebenen Umständen nicht vermehrt, sondern schrumpft. Über die Zinsportale gibt es mittlerweile auch zahlreiche Angebote aus bonitätsschwachen Ländern. Wir bilden an dieser Stelle nur die Angebote ab, deren Herkunftsländer mindestens ein A-Rating bei allen drei großen Ratingagenturen haben. Aufgrund der nach wie vor nationalen Einlagensicherungssysteme halten viele Verbraucherschützer sogar nur die Angebote aus EU-Ländern mit Topbewertungen für ihre Bonität (ab AA-Rating) in dieser Hinsicht für unbedenklich, im Konkreten aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Luxemburg, Niederlande und Schweden. Die Zinsportale verweisen gern auf die Tatsache, dass in der Europäischen Union die Einlagen bis EUR 100.000 gesichert sein müssen. Es gibt aber noch kein gemeinsames Sicherungssystem und in vielen Ländern befindet sich das nationale System erst im Aufbau. Italien und Portugal erhalten von den Ratingagenturen schlechtere Noten als Malta und die baltischen Staaten, obwohl sie wirtschaftlich eine deutlich größere Bedeutung haben. Bei Staaten mit wenigen Einwohnern und aufgrund dieser Ausgangsbasis vergleichsweise kleinem Bruttoinlandsprodukt stellt sich aber auch die Frage, ob sie große Unterstützung leisten könnten bzw. auch der politische Wille da wäre, wenn die einheimische Einlagensicherung in einer Bankenkrise nicht stark genug ist. Letztlich wird die Länderauswahl jeder Anleger abhängig von seinem individuellen Sicherheitsbedürfnis treffen.

Die Banken im Ausland können die Abgeltungssteuer nicht für ihre Kunden direkt an das österreichische Finanzamt abführen, sondern die Kunden müssen ihre ausländischen Zinserträge selbst in der jährlichen Steuererklärung angeben, was wesentlich aufwendiger ist als ein direkter Abzug. Sofern eine ausländische Quellensteuer anfällt, macht es einen Unterschied, ob sie durch Vorlage eines vom Anleger und seinem Finanzamt unterschriebenen Formulars reduziert oder vollständig vermieden werden kann, oder keine Befreiung möglich ist. Um diese sogenannte Ansässigkeitsbescheinigung sollte man sich kümmern, denn eine einbehaltene Quellensteuer kann zwar bei der österreichischen Steuererklärung geltend gemacht werden, aber nicht in jedem Fall bekommt man die gezahlte Quellensteuer vollständig angerechnet.

Für Überweisungen können die SEPA-Überweisungen genutzt werden. Diese kosten bei korrekten Angaben zum Begünstigten genauso viel wie im Inland, bei Online-Aufträgen muss der Betrag bereits nach einem Bankarbeitstag auf dem Empfängerkonto gutgeschrieben sein.

Die Vertragsbeziehung unterliegt ausländischem Recht. Und für die Identitätsprüfung sind je nach Land unterschiedliche Bestimmungen gültig. Bei den deutschen Anbietern ist von den österreichischen Interessenten meist eine beglaubigte Kopie des Identitätsnachweises einzureichen. Die Beglaubigung erhält man gegen eine geringe Gebühr bei Banken, Stellen des Meldewesens, Notaren, Konsulaten oder Polizeidienststellen. Es geht für den Interessenten aber auch viel einfacher und ohne zusätzliche Kosten, wenn stattdessen ein PostIdent durch die Österreichische Post oder VideoIdent genutzt werden kann. Speziell VideoIdent ist mittlerweile bei modernen Konten und Anbietern stark verbreitet, dabei wird über die Webcam die Legitimierung der Person durchgeführt – online und in nur wenigen Minuten.

Die nachfolgende Darstellung ist unterteilt in Festzinsanlagen, die aktiv für den österreichischen Markt angeboten bzw. nur passiv vorgehalten werden. Bei den aktiven Angeboten werden Informationen speziell für österreichische Interessenten auf der Internetseite bereitgestellt, beispielsweise wie diese Kundengruppe sich legitimieren kann. Zu allen im Festzinsanlage-Vergleich auf unserer DE-Seite gelisteten Anbietern haben wir unter "Passiv angeboten" aufgeführt, ob und gegebenenfalls unter welchen Voraussetzungen eine Kontoeröffnung bei Wohnsitz in Österreich möglich ist.





Aktiv angeboten

Inbank
Estland
  • 12 Monate0,80%
  • 2 Jahre1,00%
  • 3 Jahre1,35%
  • 5 Jahre1,70%

BlueOrange
Lettland
  • 6 Monate0,55%
  • 12 Monate1,11%
  • 2 Jahre1,33%

J&T Banka
Tschechien
  • 6 Monate0,10%
  • 9 Monate0,20%
  • 12 Monate0,60%
  • 2 Jahre1,20%
  • 3 Jahre1,60%
  • 4 Jare1,60%
  • 5 Jahre1,60%
  • 6 Jahre1,40%
  • 7 Jahre1,40%
  • 8 Jahre1,40%
  • 9 Jahre1,40%
  • 10 Jahre1,40%

Expobank
Tschechien
  • 6 Monate0,75%
  • 12 Monate0,90%
  • 3 Jahre1,15%

Medicinos Bankas
Litauen
  • 6 Monate0,30%
  • 12 Monate0,70%
  • 2 Jahre1,10%
  • 3 Jahre1,30%

FirstSave €uro
Großbritannien
  • 12 Monate0,85%
  • 2 Jahre1,00%
  • 4 Jahre1,10%

Baltic International Bank
Lettland
  • 6 Monate0,50%
  • 12 Monate0,80%

Euram Bank
Österreich
  • 6 Monate0,30%
  • 12 Monate0,75%
  • 2 Jahre1,05%

Younited Credit
Frankreich
  • 3 Jahre1,00%

WeltSparen kommt aus Berlin, ist ein Online-Marktplatz für Zinsanlagen und wird von der Raisin GmbH betrieben. WeltSparen hat seit Februar 2016 eine Plattform eigens für Österreich, dort sind etwa ein Viertel der Anlagebanken verfügbar, die auf der DE-Plattform sind. Über WeltSparen ist es möglich, bei Banken anzulegen, die aus Österreich bislang schwer zugänglich waren, auf Konten, die mehr bringen als hierzulande üblich. Die vertretenen Auslandsbanken haben so die Möglichkeit, auf den großen Einlagemärkten des Kontinents Einlagen aufzunehmen. Der organisatorische Aufwand ist dabei gering, sie müssen weder eine deutschsprachige Internetseite erstellen noch ein Callcenter beauftragen, und schon gar nicht eine eigene Niederlassung errichten.

Über WeltSparen sind nebenstehende Zinsangebote erhältlich - aus EU-Ländern, die mindestens ein A-Rating bei allen drei großen Ratingagenturen haben. Die Mindesteinlage ist EUR 2.000 bei BlueOrange, FirstSave €uro, Inbank und Younited Credit, EUR 5.000 bei Baltic International Bank und Euram Bank, Expobank, J & T Banka und Medicinos Bankas. Trotz weitgehender Übereinstimmung hat jedes Produkt seine eigenen Merkmale, die auf der Internetseite von WeltSparen in den hinterlegten Produktinformationsblättern beschrieben sind. So werden die Zinsen bei den angebotenen mehrjährigen Laufzeiten der BlueOrange, Expobank, Inbank und Medicinos Bankas ohne Zinseszinseffekt auf einen Schlag am Laufzeitende gezahlt. Das schmälert die Rendite und kann bei der Abrechnung mit dem Finanzamt den Sparerpausbetrag für die Abgeltungssteuer sprengen. Eine Option, unter Verzicht auf Zinsen vorzeitig zu kündigen, besteht für Anleger bei Expobank und Medicinos Bankas.

WeltSparen lobt zurzeit eine Gutschrift für die Festgelderöffnung aus. Die Gutschrift können Neukunden der Plattform bekommen, die ab 16.11.15 bei der Plattform erstmalig registrieren und ein Festgeldkonto bei einer der Partnerbanken eröffnen. Die Aktion läuft bis auf Weiteres. Die Höhe der Gutschrift richtet sich nach der Laufzeit des abgeschlossenen Festgelds: EUR 25,00 bei 12- bis 18-monatiger Laufzeit, EUR 50,00 bei 2- bis 3-jähriger Laufzeit, EUR 75,00 ab 3,5-jähriger Laufzeit. Man nimmt nicht automatisch teil, man muss zur Teilnahme eine E-Mail mit dem Stichwort "Willkommensprämie" an den Kundenservice von WeltSparen schicken.

Die Frage ist ob Aufwand, Risiko und in Kauf genommene Unwägbarkeiten - diese Punkte werden nachfolgend beschrieben - durch die Mehrrendite gerechtfertigt sind. Denn bei Risikobereitschaft könnte gegebenenfalls eine andere Anlageform sinnvoller sein. Der Anleger hat es gleich mit drei Akteuren zu tun, nämlich Raisin, MHB-Bank und einer Anlagebank. Am Anfang stehen eine Registrierung auf der Internetseite von WeltSparen und das Ausdrucken von Eröffnungsunterlagen für ein Verrechnungskonto beim WeltSparen-Kooperationspartner MHB-Bank. Die MHB-Bank hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Das Verrechnungskonto bei dieser Bank ist ein Girokonto, auf das Kunden Geld einzahlen, um es später anzulegen, und auf das die Anlagebanken bei Fälligkeit rücküberweisen. In das elektronische Postfach dieses Kontos können Dokumente wie Saldenbestätigungen, Steuerbescheinigungen und sonstige Schreiben der Anlagebanken hinterlegt werden. Das Konto dient darüber hinaus zur Legitimation bei den Anlagebanken. Man muss deshalb erfreulicherweise nur einmalig ein PostIdent oder VideoIdent machen, egal wie viele Festgeldkonten es später werden. Eine Kopie oder ein Scan des Ausweises soll mit dem PostIdent eingeschickt oder nachträglich online hochgeladen werden. Im nächsten Schritt erhält der Kunde Zugangsdaten, womit er sich bei WeltSparen einloggen kann. Wenn die Wahl getroffen ist, erstellt man einen Antrag für das gewünschte Festgeldkonto. Das Verrechnungskonto muss das entsprechende Guthaben aufweisen. Den ausgefüllten Antrag sendet man per Post an WeltSparen bzw. die MHB-Bank. Von dort wird er an die Anlagebank weitergeleitet. Sobald diese das Konto eröffnet hat, überweist die MHB-Bank den Anlagebetrag vom Verrechnungskonto des Kunden hinüber. Interessenten sollten wissen, dass zwischen der Registrierung auf weltsparen.de und der Bestätigung der Anlage etwa zwei Wochen vergehen können. In dieser Zeit reist das Geld unverzinst. Die Funktion von Raisin besteht darin, die Zinsangebote mit den ausländischen Banken auszuhandeln und dafür zu sorgen, dass österreichischen Kunden dort ein Konto eröffnet wird. Der Anbieter unterstützt zudem bei Fragen über einen deutschsprachigen Kundensupport. Die Verantwortung für die Anlageentscheidung trägt allerdings ausdrücklich der Anleger. Raisin hebt hervor, dass keinerlei Empfehlung für die Festzinsangebote ausgesprochen und keine Beratung vorgenommen wird. Für die Vermittlung erhält Raisin von den ausländischen Partnern eine Provision. Mit einem Anteil davon bezahlt sie für die Leistung der MHB-Bank, die auch den Auftrag hat, Kunden in der Korrespondenz mit der Anlagebank im Ausland zu unterstützen. Eine direkte Gebühr wird den Kunden nicht berechnet, die Geldanlage ist mit den üblichen Ausnahmen zu Sonderleistungen gebührenfrei.

Die Festgeldverträge fallen unter das Recht im Land des jeweiligen Festgeldanbieters. Bleibt die alles entscheidende Frage nach der Sicherheit der Einlagen. Banken, die besonders hohe Zinsen bieten, sind oft auch besonders wackelig. So gerieten die bulgarische Fibank und die portugiesische Banco Espírito Santo gleich in der Startphase von WeltSparen in Schieflage. Bei der Banco Espírito Santo kam es zur Aufspaltung, in der jetzigen Novo Banco sind neben Kundeneinlagen und Vermögenswerten die Kredite verblieben, die mit gewöhnlichem Risiko eingestuft wurden. Die Stabilität der Auslandsbanken lässt sich für Außenstehende kaum beurteilen. Die weiterhin nationalen Einlagensicherungssysteme in der EU sichern gemäß den Mindestanforderungen EUR 100.000 je Kunde und Institut ab bzw. einen in Landeswährung festgesetzten Betrag (wegen des Kursverfalls des Britischen Pfunds sind durch die Einlagensicherung in Großbritannien zurzeit deutlich weniger als der Gegenwert von EUR 100.000 geschützt). In Bezug auf die Qualität ist Einlagensicherung nicht gleich Einlagensicherung, so wie auch die wirtschaftliche Lage der einzelnen EU-Staaten weit auseinander geht. Portale wie WeltSparen haben überwiegend Zinsangebote von Banken aus Ländern mit schwächerem Rating auf der Plattform. Kunden können nur darüber spekulieren, ob die jeweilige Einlagensicherung wirklich in der Lage ist, Ansprüche ausländischer Sparer im Notfall zu bedienen. Im Ernstfall müssen Anleger ihre Ansprüche, wenn sie Pech haben, in Landessprache anmelden. Wie der Fall Zypern gezeigt hat, ist aber nicht einmal die Mitgliedschaft in der Eurozone gleichbedeutend mit einer reibungslosen Auszahlung von Kundeneinlagen. Wie es im Vertragstext mit der MHB-Bank heißt, können politische oder wirtschaftliche Instabilität in einzelnen Staaten dazu führen, dass Beschränkungen für den Abzug der Bankeinlagen verhängt werden. Auch könnten sich das rechtliche sowie das regulatorische Umfeld in dem anderen Land ändern oder generell unter dem Niveau und Standard von Österreich liegen. Auch die viel beworbene Bequemlichkeit durch die Portale ist nur bedingt gegeben. Es gibt mehrere Sonderfälle mit ausländischer Quellensteuer, mit der jeweiligen Regelung zur Anrechenbarkeit in Österreich muss man sich auseinandersetzen. Zinserträge werden zum Beispiel in Litauen mit 15 Prozent Quellensteuer belegt. Damit die Quellensteuer auf 10 Prozent reduziert werden kann, muss der Kunde eine sogenannte Ansässigkeitsbescheinigung ausgefüllt und von seiner Finanzverwaltung bestätigt vorlegen. Nur zu diesem reduzierten Satz kann der Kunde den Quellensteuerabzug in Österreich auf seine zu zahlende Steuer auf Zinseinkünfte anrechnen lassen - legt er die Bescheinigung nicht vor, ist seine Steuerbelastung somit 5 Prozentpunkte höher als bei inländischen Zinserträgen.



Versobank
Estland
  • 6 Monate0,50%
  • 9 Monate0,50%
  • 12 Monate0,75%
  • 2 Jahre1,00%
  • 3 Jahre1,35%
  • 4 Jahre1,50%
  • 5 Jahre1,80%

Savedo aus Berlin hat sich bei Idee und Abläufen stark an WeltSparen orientiert, lotst renditesuchende Inländer ebenfalls zu Festzinsanlagen aus anderen europäischen Ländern. Bei der Expansion nach Österreich war Savedo aber schneller, seit April 2015 ist ein eigens eingerichteter AT-Webauftritt online, auf dem die Informationen aus der österreichischen Perspektive aufbereitet sind. Die Zinsplattform hat den Zweck, es den Auslandsbanken und den renditesuchenden Inländern einfach zu machen zusammenzufinden. Savedo wurde im August 2017 von der Deposit Solutions GmbH übernommen, der Betreibergesellschaft des Mitwettbewerbers Zinspilot, und soll schon bald mit der Technologie von Deposit Solutions laufen. Weitere Anpassungen sind aufgrund der Übernahme wahrscheinlich, wobei Zinspilot bislang lediglich auf dem deutschen Einlagenmarkt aktiv war, in Österreich nicht. Bei Savedo.at gibt es aus EU-Ländern, die mindestens ein A-Rating bei allen drei großen Ratingagenturen haben, lediglich die Versobank aus Estland und die bereits erwähnte J & T Banka aus Tschechien. Letztere haben wir bei WeltSparen aufgeführt und verweisen an dieser Stelle darauf. Bei der Versobank ist die Mindesteinlage EUR 10.000. Die Zinsen schreibt sie steuerlich wirksam erst am Laufzeitende dem Anlagekonto gut, bei den mehrjährigen Laufzeiten entsteht kein Zinseszinseffekt. Es besteht für den Kunden erfreulicherweise die Option einer vorzeitigen Auflösung; wenn diese Option wahrgenommen wird, werden allerdings keinerlei Zinsen ausgezahlt. In Estland findet kein Quellensteuerabzug statt.

Der Partner mit Banklizenz, der das für die Abläufe notwendige Abwicklungskonto führt, ist bei Savedo die FinTech Group Bank aus Frankfurt am Main. Die Anträge für dieses Abwicklungskonto und die eigentliche Geldanlage müssen ausgedruckt und unterschrieben auf dem Postweg eingereicht werden. Für die Identifikation stehen zwei Methoden zur Verfügung: PostIdent oder VideoIdent. Der Anleger kann, sobald die Kontoeröffnung per Post bestätigt wurde, auf sein Abwicklungskonto überweisen. Die FinTech Group Bank leitet daraufhin das Geld im Kundenauftrag an die gewählte Anlagebank im Ausland. Laufzeit und Verzinsung des Festgelds beginnen mit dem dortigen Geldeingang. Möchte der Anleger weitere Zinsangebote der Plattform nutzen, muss er sich normalerweise nicht nochmals identifizieren, in manchen Fällen ist es jedoch dennoch notwendig, weil VideoIdent bei Savedo nicht von allen Anlagebanken unterstützt wird.



Crédit Agricole Consumer Finance
Frankreich
  • 12 Monate1,01%
  • 2 Jahre1,10%
  • 3 Jahre1,20%
  • 4 Jahre1,31%
  • 5 Jahre1,40%
  • 6 Jahre1,45%
  • 7 Jahre1,50%

Die Crédit Agricole Consumer Finance S. A. ist auf Konsumentenkredite spezialisiert und Teil der genossenschaftlichen Bankengruppe Crédit Agricole. Die Mindesteinlage beträgt EUR 5.000, die Höchsteinlage EUR 500.000. Im Antragsprozess ist ein Passwort für den Telefonservice festzulegen, denn ein Online-Zugang zur Konteneinsicht besteht nicht. Die Bank bestätigt die Antragsannahme per E-Mail. Es wird ab dem Eingangsdatum des Anlagebetrags verzinst. Der Kunde hat ein mehrwöchiges Zeitfenster, in dem er den Anlagebetrag überweisen kann. Es beginnt mit der Antragsstellung und endet vier Wochen nach Zugang der Bestätigung der Antragsannahme. Die Zinsen werden jeweils nach einem Laufzeitjahr auf das im Antrag angegebene Referenzkonto ausgezahlt. Mindestens drei Werktage vor Fälligkeit sollte eine Weisung zur Rückzahlung und Kontoauflösung vorliegen, sonst verlängert sich die Laufzeit einmalig um zwölf Monate zum dann geltenden Zinssatz, danach endet sie ohne dass es einer Kündigung bedarf.

Der Firmensitz ist im französischen Évry. Die Einlagen sind bis EUR 100.000 je Privatperson gesichert über den Fonds de Garantie des Dépôts et de Résolution, der gesetzlichen Einlagensicherung in Frankreich.



Bigbank
Estland
  • 6 Monate0,80%
  • 9 Monate0,85%
  • 12 Monate0,90%
  • 2 Jahre1,00%
  • 3 Jahre1,10%
  • 4 Jahre1,20%
  • 5 Jahre1,30%
  • 6 Jahre1,35%
  • 7 Jahre1,45%
  • 10 Jahre1,95%

Bigbank AS bedient aus der Ferne. Unternehmenssitz ist die Stadt Tartu in Estland. Festgeldanlagen bietet die Bank in einer Variante mit jährlicher Zinsauszahlung an und in einer mit Zinsauszahlung am Laufzeitende ohne Zinseszinseffekt. Das Angebot mit jährlicher Zinsauszahlung ist regelmäßig trotz niedrigerer Nominalsätze rentabler, es ist in der nebenstehenden Tabelle angegeben. Die Mindestanlage beträgt EUR 1.000. Ab einem Anlagebetrag von EUR 100.000 können individuelle Sätze vereinbart werden. Wer Geld anlegen möchte, muss zunächst den Zugang zum Online-Banking beantragen. Eine österreichische Mobilfunknummer ist anzugeben, da später für jedes Einloggen ein Passwort per SMS übermittelt wird. Das PostIdent wird durch die Österreichische Post durchgeführt. Wenn dieses bei Bigbank eingetroffen ist, kann der Kunde im Online-Banking einen Festgeldvertrag erstellen, der abermals auf dem Postweg einzureichen ist. Für die Einlagensicherung ist die estnische Einlagensicherung, der Tagatisfond, zuständig. Formell sind über ihn EUR 100.000 je Privatperson gesichert, jedoch stellt sich bei den Sicherungssystemen kleiner Staaten zwangsläufig die Frage, was die Sicherheit im Ernstfall taugt. Estland hat gerade einmal 1,3 Millionen Einwohner. Die Finanz- und Wirtschaftskrise traf das Land hart. Arbeitslosenquote und Inflation sind hoch. Kurzum: Es besteht ein gewisses Risiko. Andererseits ist die Staatsverschuldung gering und man steht wirtschaftlich besser da als die Nachbarstaaten Lettland und Litauen. Im Januar 2011 führte Estland den Euro als Landeswährung ein.



Moneyou
Niederlande
  • 6 Monate0,60%
  • 12 Monate0,60%

Moneyou, eine Marke der niederländischen ABN AMRO Bank N.V., bietet seit September 2014 österreichischen Kunden online geführte Zinsanlagen an. Allerdings nahm man für den Markteintritt nicht den Aufwand einer Niederlassung im Land auf sich, sondern macht das Angebot von der Zentrale in Amsterdam aus. Die Mindesteinlage der Festzinsanlage beträgt EUR 500,00 und die Höchsteinlage für alle Konten eines Kunden bei Moneyou eine Million Euro. Der Kunde hat trotz der festen Fristen eine Option, vorzeitig auszusteigen, anstelle des vereinbarten Zinssatzes kommt dann ein Satz von 0,40% zeitanteilig zur Anwendung. Die Zinsen werden am Ende der Laufzeit gutgeschrieben.

Als Verrechnungskonto wird ein Tagesgeldkonto bei Moneyou benötigt, das bereits bestehen bzw. zuerst eröffnet werden muss. Es wird eine Identifikation nach niederländischem Recht vorgenommen, anhand einer Aktivierungsüberweisung von einem österreichischen Girokonto, bei dem der Antragsteller Kontoinhaber ist. Sobald das Tagesgeldkonto von der Bank freigeschaltet wurde, lässt sich das zur Verfügung stehende Guthaben per Online-Banking fest anlegen. Dabei bestimmt der Kunde selbst, was am Ende der Laufzeit mit der Festzinsanlage geschieht. Entweder wird sie inklusive oder exklusive der Zinsen automatisch verlängert, oder auf das Tagesgeldkonto ausgezahlt. Für Einlagen bei Moneyou gilt die Einlagensicherung der Niederländischen Zentralbank, die je Privatkunde und Kreditinstitut bis EUR 100.000 greift.



Amsterdam Trade Bank
Niederlande
  • 6 Monate0,30%
  • 9 Monate0,30%
  • 12 Monate0,60%
  • 2 Jahre0,90%
  • 3 Jahre1,00%
  • 4 Jahre1,20%
  • 5 Jahre1,20%

Die Amsterdam Trade Bank N. V., ein Unternehmen der russischen Alfa Bank, ist seit Juli 2011 offen für österreichische Kunden. Hierzu wurde eine Internetseite unter atbank.at eingerichtet. Der Internetauftritt für den österreichischen Markt unterscheidet sich nur an wenigen Textstellen von dem für den deutschen Markt, wo die Amsterdam Trade Bank seit Oktober 2006 vertreten ist. Beide Märkte bedient sie vom Standort in Amsterdam. Eine Besonderheit liegt darin, dass die Zinsen der Festzinsanlage monatlich auf das Tagesgeldkonto bei der Amsterdam Trade Bank, das zuvor zu eröffnen ist, ausbezahlt werden. Zum Laufzeitende wird auch der angelegte Betrag automatisch auf das Tagesgeldkonto übertragen. Die Mindestanlage lautet auf EUR 5.000. Die Identifikation erfolgt gemäß der sogenannten "abgeleiteten Identifikation" nach niederländischem Recht. Das bedeutet, dass die Identität anhand von einzureichenden Kopien von Identitätsnachweis und aktuellem Kontoauszug des Referenzkontos sowie durch eine Aktivierungsüberweisung geprüft wird. Über die niederländische Einlagensicherung der Niederländischen Zentralbank sind Einlagen bis EUR 100.000 je Privatkunde abgesichert.




Passiv angeboten

  • Aachener Bausparkasse AG: -
  • abcbank GmbH: -
  • AgrarBank: -
  • Akbank N. V., Zweigniederlassung Essen: -
  • akf bank GmbH & Co KG: -
  • Alte Leipziger Bauspar AG: ja
  • Augsburger Aktienbank AG: ja
  • AutoBank AG: spezielles Angebot für Österreich
  • Bank11 für Privatkunden und Handel GmbH: -
  • BKM - Bausparkasse Mainz AG: ja, Referenzkonto in Deutschland erforderlich
  • BMW Bank GmbH: ja, Referenzkonto in Deutschland erforderlich
  • comdirect bank AG: ja, Legitimation per VideoIdent möglich
  • Consorsbank: ja
  • Credit Europe Bank N. V., Niederlassung Deutschland: -
  • CreditPlus Bank AG: -
  • CRONBANK AG: -
  • Degussa Bank AG: ja
  • DenizBank (Wien) AG, Niederlassung Frankfurt: spezielles Angebot für Österreich
  • Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG: -
  • Deutsche Handelsbank: -
  • Deutsche Skatbank: -
  • DHB Bank Deutschland: -
  • DKB, Deutsche Kreditbank AG: -
  • Edekabank AG: -
  • EthikBank: spezielles Angebot für Österreich
  • Eurocity Bank AG: -
  • Fidor Bank AG: -
  • GarantiBank International N. V., Niederlassung Düsseldorf: -
  • GEFA BANK GmbH: -
  • GLS Gemeinschaftsbank eG: ja, Legitimation per VideoIdent und über die Österreichische Post möglich
  • Greensill Bank AG: ja
  • GRENKE BANK AG: ja
  • Hanseatic Bank GmbH & Co KG: -
  • HKB Bank GmbH: -
  • HypoVereinsbank: -
  • ICICI Bank UK PLC, Niederlassung Frankfurt am Main: -
  • IKB Deutsche Industriebank AG: -
  • ING-DiBa AG: ja, bei deutscher Staatsbürgerschaft, Referenzkonto in Deutschland erforderlich, Legitimation per VideoIdent möglich
  • İşbank AG: -
  • mbs direkt: ja, Referenzkonto in Deutschland erforderlich, Legitimation per VideoIdent möglich
  • Meine Bank: -
  • Mercedes-Benz Bank AG: -
  • MERKUR BANK KGaA: -
  • Moneyou: spezielles Angebot für Österreich
  • netbank: ja, bei deutscher Staatsbürgerschaft
  • net-m privatbank 1891 AG: -
  • NIBC Direct: -
  • norisbank GmbH: -
  • North Channel Bank GmbH & Co. KG: -
  • Opel Bank GmbH: -
  • Oyak Anker Bank GmbH: ja, Referenzkonto in Deutschland erforderlich
  • pbb direkt: -
  • ProCredit Bank: -
  • PSA Direktbank: -
  • RaboDirect: -
  • Renault Bank direkt: -
  • Santander Bank (ehemals SEB): -
  • Santander Consumer Bank AG: -
  • Santander Direkt Bank: -
  • Sberbank Direct: -
  • solarisBank AG: -
  • Steyler Bank GmbH: spezielles Angebot für Österreich
  • Süd-West-Kreditbank Finanzierung GmbH: -
  • TARGOBANK AG & Co. KGaA: -
  • Triodos Bank N. V., Niederlassung Deutschland: -
  • UmweltBank AG: ja, Referenzkonto in Deutschland erforderlich
  • Vakifbank International AG, Wien, Zweigniederlassung Frankfurt am Main: ja
  • Varengold Bank AG: -
  • Volkswagen Bank GmbH: ja, bei deutscher Staatsbürgerschaft
  • VON ESSEN Bank GmbH: ja
  • VTB Direktbank: -
  • Zinsgold GmbH: -
  • Ziraat Bank International AG: ja