Information zur
Addiko Bank AG

  • Hausanschrift
  • Wipplingerstraße 34
  • A-1010 Wien
  • Kontakt
  • Telefon: 0800/800707
  • E-Mail: customer.service@addiko.at
  • Internet:
  • weitere Daten
  • BIC: HSEEAT2K
  • Gruppe/Gesellschafter: AI Lake (Luxembourg) S.à r.l.
  • Gründungsjahr: 2015
  • Banktyp: Filialbank mit Online-Produkten
  • Einlagensicherung: Ist der Banken & Bankiers GmbH (gesetzliche Einlagensicherung) angeschlossen. Je Privatkunde und Kreditinstitut sind hierüber Einlagen bis EUR 100.000 abgesichert.

Die Addiko Bank besteht aus einer in Wien angesiedelten Holding und deren sechs Banktöchtern in den Balkanstaaten, die sich auf ein klassisches Bankgeschäft mit Konsumentenkrediten konzentrieren. Zur Zielgruppe gehören daneben kleine und mittlere der lokalen Unternehmen. Die Töchter haben insgesamt mehrere hundert Filialen in den Ländern Bosnien-Herzegowina, Slowenien, Kroatien, Serbien und Montenegro. Die Addiko Bank bietet seit Juni 2017 ein Online-Tagesgeld und seit Oktober 2017 ein Online-Festgeld in Österreich an. Und in Deutschland bietet sie über die Zinsplattform WeltSparen seit Oktober 2016 Festgelder an. Einlagen zur Refinanzierung generiert die Addiko Bank zwar auch in den Balkanstaaten, mehr als die Hälfte der neuen Einlagen in ihrem ersten vollen Geschäftsjahr (2016) stammen aber aus der Kooperation mit WeltSparen.

Die Bank entstand aus den Auslandsaktivitäten der nach diversen Skandalen spektakulär gescheiterten Hypo Group Alpe Adria. Als diese zur staatlichen Abwicklungsgesellschaft Heta Asset Resolution umgewandelt wurde, folgte in Vorbereitung für den Verkauf eine Abspaltung der sechs Banken auf dem Balkan, laut Vorgabe der Europäischen Union war eine Reprivatisierung bis Mitte 2015 vorzunehmen. Im Dezember 2014 wurde zu diesen Einheiten schließlich der Verkauf an AI Lake (Luxembourg) vereinbart. Hinter der Gesellschaft steht mit einem Anteil von 80 Prozent der US-amerikanische Finanzinvestor Advent International und mit 20 Prozent ist die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) beteiligt. Formell abgeschlossen wurde die Transaktion im Juli 2015. Das Geschäftsmodell wurde ab 2016 neu aufgesetzt. Als Zeichen des Neuanfangs zog die Zentrale im April 2016 aus dem ehemaligen Hypo-Gebäude in Klagenfurt aus, sie ist wie oben erwähnt nun in Wien registriert. Im Juli 2016 erhielt sie den Namen Addiko Bank, dieses Rebranding wurde in allen Ländern durchgeführt. Aus dem Österreich-Teil der Hypo Group Alpe Adria entstand übrigens die heutige Austrian Anadi Bank, die ebenso unter neuem Eigentümer eine Zukunft fand.

Gemäß den Angaben der Addiko Bank in ihrem Geschäftsbericht sind die Garantien, Entschädigungen und vertraglichen Beziehungen zwischen dem jetzigen und früheren Eigentümer mittlerweile weitestgehend gelöst. Einige Restrisiken bestehen jedoch weiterhin. Auch die geografische Konzentration auf den Balkan macht anfällig, zum Beispiel bei politischen Überraschungen. So musste die Bank gleich zu Beginn haften, Schadensersatz leisten, wegen der dort gesetzlich verordneten Umwandlung von in Schweizer Währung abgeschlossenen Verbraucherkrediten. Zusammengefasst betrachtet, steht die Bank mit den veröffentlichten Zahlen aber positiver da, als die Vorgeschichte erwarten ließ, und den Break-even hält der Vorstand schon im Geschäftsjahr 2017 für möglich.