Die meisten Bankkunden behalten ihr Girokonto selbst dann, wenn die Kosten steigen. Aus Gewohnheit bleiben sie ihrer Bank oder Sparkasse über Jahre treu. Aus gutem Grund, denn immerhin laufen regelmäßig Gehaltszahlungen, Abbuchungen und Daueraufträge über das Konto. Der empfundene Aufwand für einen Wechsel wiegt bei den meisten höher als die mögliche Kostenersparnis. Mit einem optimalen Girokonto lassen sich jedoch dreistellige Euro-Beträge pro Jahr sparen. Außerdem helfen die meisten Geldinstitute ihren neuen Kunden bei den Formalitäten der Ummeldung. Der Aufwand beträgt dann nicht mehr als ein paar Stunden. Wichtig für die Wahl eines geeigneten - sprich Kosten sparenden - Produkts ist es, die eigenen Bedürfnisse und Gewohnheiten zu kennen.
Bei der easybank gibt es für EUR 4,53 im Monat das "easy konto". Sollten auf den Monat gesehen durchschnittlich EUR 2.500 auf dem Konto liegen, ist für diesen Monat die Kontoführung kostenfrei. Zudem bringt das Girokonto muntere 1,00% an Zinsen. Die Kontoführung kann per Telefon oder Internet erfolgen. Barein- und Barauszahlungen sind in allen BAWAG P.S.K.-Geschäftsstellen und in Postämtern möglich. Bareinzahlungen sind dabei kostenfrei, für Barauszahlungen fallen pro Vorgang EUR 1,52 an Gebühren an. Das Konto beinhaltet eine Bankomatkarte mit Geldbörsefunktion und eine Kreditkarte (MasterCard oder VISA). Bei Bonität und Volljährigkeit ist die Bereitstellung eines Dispokredits bis zum fünffachen monatlichen Nettoeinkommen möglich, der Dispozins beträgt derzeit 8,25%. Der monatliche Kontoauszug wird online zur Verfügung gestellt, bei optionalem Postversand werden EUR 0,50 zzgl. Porto berechnet.
Für junge Bankkunden gibt es Vergünstigungen: Beim Einstiegspaket (von 17 bis 27 Jahren für Studenten bzw. von 14 bis 19 Jahren für Schüler und Auszubildende möglich) und beim Erweiterungspaket für Studenten (von 18 bis 27 Jahren möglich) entfällt die Kontoführungsgebühr. Das Erweiterungspaket beinhaltet eine Kreditkarte (MasterCard oder VISA).
Bei easybank gibt es auch das "easy gratis". Das Konto wird bei Gehalts- bzw. Pensionseingang kostenfrei geführt, die Höhe des Gehalts bzw. der Pension ist nicht erheblich. Der Zinssatz für Guthaben liegt bei 0,25%. Die Kontoführung ist per Telefon oder Internet möglich. Barein- und Barauszahlungen sind in allen BAWAG P.S.K.-Geschäftsstellen und in Postämtern möglich. Bareinzahlungen sind dabei generell kostenfrei. An Barauszahlungen sind drei pro Kalenderjahr inbegriffen, darüber hinaus werden für Barauszahlungen EUR 1,52 an Gebühren berechnet.
Wie auch beim easy konto sind Bankomatkarte und eine Kreditkarte (MasterCard oder VISA) inklusive. Kontoauszüge werden monatlich in das Online-Postfach gestellt, bei optionalem Postversand werden EUR 0,50 zzgl. Porto berechnet.
Die Generali Bank bietet gleich vier verschiedene Kontenmodelle an. Abgestimmt auf den persönlichen Bedarf kann zwischen Konten mit Einzelabrechnung und Konten mit Pausschalpreisen gewählt werden. Die monatlichen Kontoführungsgebühren liegen bei EUR 2,83, EUR 4,85, EUR 8,08 und EUR 12,95.
Unterschiede gibt es hier insbesondere bei der Kartenausstattung und bei der Berechnung von Buchungsgebühren. Ansonsten können alle Konten per Telefon oder Internet geführt werden, Kontoauszüge werden vierteljährlich unter Belastung von EUR 0,55 Porto zugestellt (online kostenlos). Die aktuelle Guthabenverzinsung beträgt 0,125%, an Sollzinsen fallen 8,625% bei Konten mit regelmäßigen Gehaltseingängen bzw. 10,625% ohne Gehaltseingänge an. Der Sollzins ist variabel und wird vierteljährlich belastet. Gehaltskonten sind bei dem Anbieter üblicherweise mit einer Überziehungsmöglichkeit von EUR 3.000 ausgestattet (Bonität vorausgesetzt, auf Anfrage Erhöhung bis zum 5-fachen Netto-Monatseinkommen möglich).
Das Girokonto der bankdirekt.at wird als Zusatzprodukt in Verbindung mit einem Sparkonto oder Wertpapierdepot angeboten. Für Privatpersonen mit Hauptwohnsitz in Österreich und einem monatlichen Gehalts- oder Pensionseingang von mindestens EUR 1.500 ist die Kontoführung gebührenfrei. Geht kein Gehalt in dieser Höhe ein bzw. handelt es sich beim Antragssteller um eine Privatperson aus einem anderen EU-Staat oder der Schweiz werden EUR 6,36 pro Monat berechnet. Aufträge, die nicht online erteilt werden, verursachen meist Zusatzkosten. So kostet eine Überweisung über den Telefonservice EUR 1,07 und eine Überweisung auf dem Postweg EUR 2,16. Daueraufträge lassen sich nur auf bestimmte Tage legen, sie können am 1., 5., 10., 15., 20., 25. oder am Monatsletzten ausgeführt werden. Die Gebühren will bankdirekt.at jährlich an einen Verbraucherpreisindex anpassen, dies soll jeweils per 1. April geschehen.
Mit Karten ist das Konto gut ausgestattet, eine Maestro-Karte sowie eine Kreditkarte (MasterCard oder VISA in Classic-Variante) sind enthalten. Die Kreditkarte und ein Start-Dispo von EUR 1.000 werden erst nach dem ersten Gehaltseingang bereitgestellt. Der Dispokredit kann frühestens nach drei Monaten bis zum Dreifachen des Monatsgehalts erhöht werden, maximal auf EUR 9.000. Die Gewährung von Maestro-Karte, Kreditkarte und Dispokredit ist selbstredend abhängig von der Bonität. Konten für Privatpersonen mit Hauptwohnsitz aus einem anderen EU-Staat oder der Schweiz werden auf Guthabenbasis ohne Karten geführt, für Bürger außerhalb der EU wird das Konto nicht angeboten. Der Guthabenzins beträgt derzeit 0,125%, der Sollzins 7,25% (variabel, vierteljährliche Zinsbelastung). Kontoauszüge werden monatlich in das Online-Postfach gestellt, bei optionalem Postversand werden EUR 3,00 je Auszug berechnet.
Der Discountbroker direktanlage.at bietet sein kostenloses Internet-Girokonto als Zusatzprodukt zum kostenpflichtigen Wertpapierdepot an. Ein Mindestgeldeingang wird nicht gefordert, jedoch ein Depotwert oder ein Kontoguthaben auf Sparbuch, Monats- oder Festgeld von mindestens EUR 2.500.
Das Girokonto beinhaltet eine Bankomatkarte, mit der im Euroraum gebührenfrei Geld abgehoben werden kann. Eine Kreditkarte ist nicht inbegriffen. Guthaben wird derzeit mit 0,125% verzinst, der Sollzins liegt bei 7,00% (variabel, vierteljährliche Zinsbelastung). Kontoauszüge werden vierteljährlich per Post zugesendet.
letzte Aktualisierung: 6.2.12 | 18:05 Uhr