Tagesgeld: Seitenhilfe

Diese Seitenhilfe erklärt den Tagesgeld-Vergleich für Österreich Schritt für Schritt: die Bedienung, die Filter und jedes einzelne Vergleichskriterium. Alle Beispiele stammen von fiktiven Musterbanken.

Bedienelemente des Vergleichs

Die wichtigsten Bedienelemente des Vergleichs, hier zum Ausprobieren. Jedes Element arbeitet wie im echten Vergleich, gefüllt mit fiktiven Musterbanken. Stellen Sie ein, worauf es Ihnen ankommt, und sehen Sie unmittelbar, wie sich das Ergebnis ändert.

Anlagebetrag wählen

Über die Betrags-Pills stellen Sie ein, wie viel Sie anlegen möchten. Das ist entscheidend, denn viele Banken arbeiten mit Zinsstaffeln, bei denen höhere oder niedrigere Guthaben unterschiedlich verzinst werden. Der beste Anbieter hängt damit von Ihrem Betrag ab: Im Beispiel tauschen zwei Musterbanken je nach gewähltem Betrag die Plätze.

  1. #01AlpenbankEUR 176,41 (1,764%)
  2. #02Donau DirektEUR 161,18 (1,612%)
fiktive Musterbanken, Beispielzinsen

Sonderzinsen berücksichtigen

Der Toggle entscheidet, ob die Sortierung nur den Standardzins oder auch befristete Sonderzinsen einbezieht. Mit Sonderzins wird nach der anfänglichen Jahresrendite sortiert. Die Reihenfolge kann sich dadurch spürbar ändern, weil ein Angebot mit hohem Sonderzins vorrückt.

Betrag: EUR 25.000 (fest)
  1. #01Donau DirektEUR 402,95 (1,612%)
  2. #02AlpenbankEUR 327,10 (1,308%)
fiktive Musterbanken, Beispielzinsen

Auslandsanlagen einblenden

Schalten Sie Auslandsanlagen hinzu, erscheinen Angebote von Instituten aus dem übrigen Euroraum, gekennzeichnet mit einem Auslands-Badge. Zugleich werden die Zusatzkriterien Quellensteuerabzug und Aufwand für die Besteuerung eingeblendet, die nur bei einer Anlage im Ausland eine Rolle spielen.

Betrag: EUR 10.000 (fest)
  1. #01AlpenbankEUR 176,41 (1,764%)
  2. #02Donau DirektEUR 161,18 (1,612%)
  3. #03Musterbank Europa AuslandEUR 181,49 (1,815%)

Quellensteuerabzug bei Auslandsanlagen: fällt an.

fiktive Musterbanken, Beispielzinsen

durch die Anbieter blättern

Der Vergleich zeigt je nach Bildschirmbreite mehrere Anbieter nebeneinander. Die Anzeige "Anbieter 1–3 von 14" oberhalb der Tabelle sagt Ihnen, welchen Ausschnitt Sie gerade sehen. Über die Pfeil-Buttons oder durch Ziehen des Skala-Reglers verschieben Sie dieses Fenster und blättern so durch alle Angebote. Auf dem Smartphone wischen Sie stattdessen einfach seitlich durch die Spalten.

Anbieter 13 von 14
fiktive Musterbanken, Beispielzinsen

Ergebnis sortieren

Standardmäßig steht die beste Jahresrendite oben. Zwei Sortier-Buttons ändern die Reihenfolge: nach Anbietername (A–Z oder Z–A) und nach der Jahresrendite, auf- oder absteigend. Der Rendite-Button folgt dabei der gewählten Zins-Basis, also Standardverzinsung oder berücksichtigter Sonderzins.

  1. #01BeispielbankEUR 191,66 (1,917%)
  2. #02AlpenbankEUR 176,41 (1,764%)
  3. #03Donau DirektEUR 161,18 (1,612%)
fiktive Musterbanken, Beispielzinsen

hoher Kontrast (Hell-Modus)

Über den Umschalter mit dem Halbkreis-Symbol oben rechts wechseln Sie zwischen der dunklen Standard-Darstellung und einem hellen Modus mit hohem Kontrast - im Vergleich ebenso wie auf dieser Seitenhilfe. Die Wahl bleibt für Ihren Besuch gespeichert, bis Sie erneut umschalten.

weitere Filter

Mit den Filtern grenzen Sie den Vergleich auf die für Sie passenden Angebote ein. Sie öffnen den Filterbereich über den Button mit dem Schieberegler-Symbol am rechten Ende der Einstellungsleiste, direkt über dem Vergleich. Die Europakarte steuert die Länderauswahl, weitere Filter betreffen den Zugangsweg, das Identifikationsverfahren und einzelne Kontomerkmale.

Demo: Der Schieberegler-Button öffnet den Bereich "weitere Filter" (Beispiel-Animation).

Zugangsweg

Grenzen Sie ein, ob Sie direkt bei der Bank abschließen (Direktanlage) und/oder den Weg über eine Zinsplattform wie Raisin gehen wollen. Bei der Plattform verwalten Sie mehrere Partnerbank-Angebote über einen einzigen Login; das Konto selbst und die Einlagensicherung liegen bei der jeweiligen Partnerbank.

Länderauswahl mit Europakarte

Über die Europakarte wählen Sie, aus welchen Ländern Angebote erscheinen sollen, per Klick auf ein Land oder über die Schnellauswahl-Presets. Zwei Spalten trennen dabei den Sitz des Produktanbieters vom Sitz der Einlagensicherung. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil beide auseinanderfallen können: Bei manchen Angeboten sitzt die Bank im einen Land, während die Sicherung dem Recht eines anderen folgt.

Demo: Länder zum Ausprobieren anklickbar.

Identifikationsverfahren

Filtern Sie nach dem bevorzugten Weg der Identitätsprüfung: PostIdent in einer Postfiliale oder VideoIdent per Videotelefonat. So sehen Sie nur Konten, die Ihr Wunschverfahren anbieten.

Ergebnisse eingrenzen

Vier weitere Filter beschränken das Ergebnis auf Konten, die das jeweilige Kriterium erfüllen: als Gemeinschaftskonto möglich, für Minderjährige erhältlich, mit automatischer KESt-Abfuhr oder ohne Quellensteuerabzug. Ein aktiv gesetzter Filter zeigt nur noch Angebote, die die Bedingung tatsächlich erfüllen.

Vergleichskriterien im Detail

Jede Zeile des Vergleichs wird hier erklärt. Links stehen die Beispielwerte der fiktiven Musterbank Austria in der gewohnten Tabellen-Optik, rechts die Erläuterung. Die Reihenfolge entspricht exakt dem Vergleich.

Kopfbereich

Anbieter

Ein Klick auf die Anbietergrafik ruft die vollständige Anbieterinformation auf: Anschrift, Kontaktdaten, Gruppen- oder Gesellschafterstruktur und vor allem die Angaben zur Einlagensicherung. Unter dem Logo steht der Produktname, also die Bezeichnung, die der Anbieter für sein Tagesgeldkonto verwendet. Das kleine Info-Symbol zeigt den vollständigen Anbieter- und Produktnamen an, falls die Anzeige gekürzt ist.

Musterbank Austria · Musterbank Tagesgeld

Vollständiger Anbieter- und Produktname: Musterbank Austria AG - Musterbank Tagesgeldkonto Online.

Inlandsanlage/Auslandsanlage

Das Badge zeigt auf einen Blick, ob ein Konto als Inlands- oder als Auslandsanlage gilt. Maßgeblich ist der Sitz des Instituts: Bietet eine Bank mit Sitz oder Niederlassung in Österreich das Konto an, handelt es sich um eine Inlandsanlage. Wird das Konto von einem Institut aus einem anderen EU-Land geführt, ist es eine Auslandsanlage. Die Unterscheidung ist wichtig, weil bei einer Auslandsanlage keine automatische KESt-Abfuhr stattfindet und je nach Land ein Quellensteuerabzug anfallen kann. Über den Ausland-Filter blenden Sie die dafür relevanten Zusatzkriterien gezielt ein.

Inlandsanlage Auslandsanlage

Jahresrendite bei Standardverzinsung / bei berücksichtigtem Sonderzins

Die Jahresrendite ist der zentrale Vergleichswert. Sie weist den Ertrag aus, den Ihr Guthaben nach einem Jahr erwirtschaftet, und macht Angebote unmittelbar vergleichbar. Legen Sie EUR 10.000 zu 2,00% nominal mit monatlicher Zinsgutschrift an, wachsen sie durch den Zinseszinseffekt auf EUR 10.201,84 an: Die Rendite beträgt also EUR 201,84 oder 2,018%. Wir geben den Wert als Eurobetrag und in Prozent an, auf drei Nachkommastellen gerundet. Berücksichtigt sind die aktuelle Verzinsung samt Zinsstaffeln, die Kontoführungskosten und eine eventuelle unterjährige Zinsgutschrift. Nach diesem Kriterium wird der Vergleich sortiert. Ist der Sonderzins einbezogen, zeigen wir die anfängliche Jahresrendite; sie sagt nichts darüber aus, wie lange der Sonderzins gezahlt wird, und Boni oder Prämien sind nicht enthalten.

Verzinsung

Standardzins

Der Standardzins ist der Zinssatz, den auch Bestandskunden dauerhaft erhalten. Angegeben ist der aktuell geltende Satz beziehungsweise die geltende Zinsstaffel. Es handelt sich um einen Jahreszins (p. a.) auf Nominalbasis, den der Anbieter jederzeit an die Marktentwicklung anpassen kann. Manche Institute arbeiten mit Zinsstaffeln, bei denen höhere Guthaben einen anderen Zins erhalten; dieser gilt dann für das Gesamtguthaben oder nur für einzelne Guthabenteile. Weil sich das Guthaben durch Ein- und Auszahlungen laufend ändert und für jeden Tag der jeweilige Bestand verzinst wird, sollten Sie einen Anbieter wählen, der über alle für Sie realistischen Anlagesummen gute Zinsen bietet.

Beispiel-Zinsstaffel (Alpenbank)
  • bis EUR 10.0001,75% p. a.
  • größer EUR 10.0001,00% p. a.

anteilig für die jeweiligen Guthabenteile verzinst

Standardzins gilt seit

Dieses Datum nennt den Tag der letzten Änderung des Standardzinses. Sie sehen also, wann die Bank ihn zuletzt änderte. Über das Chart-Symbol darunter rufen Sie die Zinshistorie auf und verfolgen die Zinsentwicklung des Kontos bis Januar 2005 zurück, sofern das Konto so lange angeboten wird, als Chart und in Textform. So erkennen Sie, ob ein Anbieter dauerhaft verlässliche Zinsen zahlt oder nur kurzzeitig mit einem hohen Satz lockt. Der Chart weist die Rendite bei einer Anlagesumme von EUR 10.000 aus.

Beispiel: Zinsentwicklung
Beispiel: Zinsentwicklung 2024 bis 2026 2024 2025 2026

Zinsgutschrift

Die Zinsgutschrift erfolgt je nach Anbieter monatlich, vierteljährlich oder jährlich. Das Intervall wirkt sich über den Zinseszinseffekt aus: Je häufiger gutgeschrieben wird, desto früher verzinsen sich bereits die Zinsen mit, und bei gleichem Nominalzins steigt die Jahresrendite geringfügig. Die angegebenen Zinsen sind stets Jahreszinsen (p. a.). Bei einer konstanten Anlage von EUR 2.000 und unverändert 2,50% p. a. ergeben sich rund EUR 50,00 Zinsen im Jahr. Lösen Sie das Konto auf, werden die bis dahin aufgelaufenen Zinsen unabhängig vom regulären Zinstermin berechnet und mit dem Guthaben ausbezahlt.

EUR 50,58 (2,529%) monatliche Gutschrift · EUR 2.000 zu 2,50% p. a.

abweichender Sonderzins oder Bonus für Neukunden

Viele Institute werben mit einem Sonderzins, um Neukunden oder neues Geld zu gewinnen. Er gilt nur für einen befristeten Aktionszeitraum und oft nur bis zu einem bestimmten Anlagebetrag; danach greift der Standardzins. An dieser Stelle sehen Sie in Kurzform, ob und mit welchen Merkmalen ein Anbieter einen Sonderzins oder Bonus einräumt. Details zu dem Aktionsangebot sind über das Geschenk-Symbol aufrufbar.

Prüfen Sie vor allem, für welchen Betrag und wie lange die Kondition gilt. Bei wenigen Angeboten führt das Überschreiten einer Betragsgrenze dazu, dass das Gesamtguthaben niedriger verzinst wird. Wollen Sie das Konto länger nutzen, zählen auch die Normalkonditionen. Wichtig ist zudem, wie der Neukunden-Begriff definiert ist: Oft gilt bereits als Neukunde, wer in den letzten sechs Monaten kein Tagesgeldkonto bei der betreffenden Bank hatte.

Lockangebote verfälschen den Vergleich nicht. Standardmäßig sortieren wir nach dem Zins, den Bestandskunden erhalten; bei Auswahl der betreffenden Vergleichseinstellung werden Sonderzinsen einbezogen. An den hohen Aktionszinsen verdienen die Banken meist nichts mehr; sie kalkulieren mit Folgegeschäft und damit, dass viele Kunden aus Bequemlichkeit auch nach der Aktion bleiben. Angebote, die an andere Produkte gekoppelt sind, führen wir außerhalb des Vergleichs auf.

Sonderzins von 3,40% p. a. auf Guthabenteile bis EUR 50.000, gewährt in den ersten vier Monaten

Aktionszeitraum: 4 Monate ab Kontoeröffnung.

Betragsgrenze: bis EUR 50.000; darüber gilt der Standardzins.

Neukunden-Definition: wer in den letzten 6 Monaten kein Tagesgeldkonto bei der Bank hatte.

Merkmale

Zugangsweg

Der Zugangsweg zeigt, wie Sie das Konto abschließen und führen. Bei der Direktanlage werden Sie unmittelbar Kunde der anbietenden Bank: Vertrag, Kommunikation und Online-Banking-Nutzung direkt mit dem jeweiligen Institut. Bei einer Zinsplattform wie Raisin (WeltSparen) eröffnen Sie dagegen ein einziges Plattform-Konto und erhalten über einen Login Zugang zu Angeboten mehrerer Partnerbanken. Das eigentliche Tagesgeldkonto wird bei der jeweiligen Partnerbank geführt, und deren Sicherungseinrichtung schützt Ihre Einlagen, nicht die Plattform. Der Weg über eine Plattform macht ausländische Angebote bequem zugänglich; Sie sollten aber wissen, welche Bank und welche Sicherung tatsächlich hinter dem Zins stehen.

Sitz des Produktanbieters

Hier steht das Land, in dem das anbietende Institut seinen Sitz hat. Der Sitz entscheidet mit darüber, welche Aufsicht das Institut beaufsichtigt und, bei reinen Auslandsanbietern ohne österreichische Niederlassung, welche nationale Einlagensicherung zuständig ist. Über die Europakarte im Filterbereich grenzen Sie die Auswahl gezielt auf bestimmte Sitzländer ein. Achten Sie darauf, dass der Sitz des Anbieters und der Sitz der Einlagensicherung auseinanderfallen können, gerade bei Angeboten über Zinsplattformen.

Sitz der Einlagensicherung

Dieses Kriterium nennt das Land, dessen Einlagensicherung im Ernstfall für Ihr Guthaben einsteht. Es ist bewusst getrennt vom Sitz des Anbieters aufgeführt, denn beide können auseinanderfallen: Bei einem Konto über eine Zinsplattform sitzt die Partnerbank womöglich im einen Land, während die zuständige Sicherungseinrichtung dem Recht eines anderen folgt. Für die Sicherheit Ihrer Anlage ist entscheidend, wer tatsächlich Sicherungsgeber ist und in welcher Währung abgesichert wird. Liegt die Sicherung außerhalb des Euroraums, sollten Sie einen Wechselkurspuffer einplanen. Über die Europakarte im Filterbereich filtern Sie gezielt nach dem Sitz der Einlagensicherung.

Einlagensicherung durch

Angegeben ist, welche in- oder ausländische Einlagensicherung die Kundeneinlagen absichert; eine zusätzliche freiwillige Absicherung wird ebenfalls genannt. Ausführliche Angaben, auch zur Höhe, finden Sie in der Anbieterinformation.

In Österreich sichert seit 2019 für die meisten Institute die Einlagensicherung AUSTRIA (ESA) die Einlagen ab; nur der Sparkassensektor betreibt mit der Sparkassen-Haftungs GmbH eine eigene Einrichtung. Gesetzlich geschützt sind EUR 100.000 pro Kunde und Institut, unter bestimmten Voraussetzungen zeitlich begrenzt bis EUR 500.000. Der Schutz gilt je Kunde, nicht je Konto: Bei einem Gemeinschaftskonto verdoppelt sich die Deckung entsprechend auf bis zu EUR 200.000. Der Begriff gesetzliche Sicherung bedeutet nicht, dass der Staat garantiert; es haftet die jeweilige Einrichtung, notfalls durch Nachschuss der Mitgliedsinstitute.

Bei Instituten aus einem anderen EU-Land greift die Sicherung des Sitzlandes; EU-weit gelten EUR 100.000. Bei einer Sicherung in Fremdwährung, etwa der britischen oder schwedischen Einrichtung, kann der Gegenwert durch Wechselkurse schwanken; planen Sie dann einen Puffer ein. Welcher Sicherungseinrichtung ein Institut angehört, steht im Preisverzeichnis oder in den AGB; Neukunden werden bei Kontoeröffnung, Bestandskunden jährlich darüber informiert. Begrenzen Sie Ihre Anlage möglichst auf den gesetzlich gesicherten Betrag.

Quellensteuerabzug bei Auslandsanlagen

nur bei Auslandsanlagen (Ausland-Filter)

Bei einer Auslandsanlage kann das Sitzland des Instituts eine Quellensteuer auf die Zinserträge einbehalten, sodass Ihnen der Zins gekürzt gutgeschrieben wird. Ob und in welcher Höhe das geschieht, hängt vom jeweiligen Land und vom Doppelbesteuerungsabkommen mit Österreich ab. Zu viel einbehaltene Quellensteuer können Sie sich in der Regel bis zu dem im Abkommen vorgesehenen Satz erstatten lassen oder auf die österreichische Steuer anrechnen - das erfordert allerdings einen Antrag bei der ausländischen Steuerbehörde und etwas Aufwand. Über den Filter "nur Konten ohne Quellensteuerabzug" oder das Preset "ohne Quellensteuerabfuhr" auf der Europakarte blenden Sie Angebote mit Abzug aus. Dieses Kriterium erscheint im Vergleich, sobald Sie Auslandsanlagen einblenden.

Aufwand für Besteuerung in Österreich

Zinserträge unterliegen in Österreich der Kapitalertragsteuer (KESt) von 25%. Entscheidend für Ihren Aufwand ist, wer sie abführt. Bei inländischen Instituten geschieht das automatisch: Die Bank behält die KESt direkt ein und überweist sie ans Finanzamt; für Sie ist die Steuer damit abgegolten, eine Erklärung ist nicht nötig. Bei einer Auslandsanlage zieht die ausländische Bank keine österreichische KESt ab. Die Erträge müssen Sie dann selbst in der Steuererklärung (Veranlagung) angeben und versteuern. Das Kriterium zeigt Ihnen, ob ein Konto die bequeme automatische Abfuhr bietet oder ob Sie selbst tätig werden müssen. Der Filter "nur Konten mit automatischer KESt-Abfuhr" zeigt gezielt die bequeme Variante.

Mindesteinlage

Die Mindesteinlage ist der Betrag, der bei der Eröffnung mindestens eingezahlt werden muss und anschließend auf dem Konto verbleiben soll, solange es geführt wird. Bei manchen Anbietern gilt sie nur für die erste Einzahlung. Die meisten Institute verzinsen Guthaben jedoch bereits ab dem ersten Euro und verlangen keine Mindesteinlage. Vereinzelt werden Zinsen erst gezahlt, wenn eine bestimmte Betragsgrenze überschritten ist.

Höchsteinlage

Die Höchsteinlage begrenzt den Betrag, für den der angegebene Zins gewährt wird. Bei einigen Angeboten gilt der hohe Zins nur bis zu einer bestimmten Summe; darüber hinausgehende Beträge werden niedriger oder gar nicht verzinst. In wenigen Fällen führt das Überschreiten der Grenze sogar dazu, dass das gesamte Guthaben zu einem niedrigeren Satz verzinst wird.

Kontoführung

Kontoführung

Dieses Kriterium zeigt, über welche Wege Sie das Konto führen: Online-Banking, Telefon-Banking, Postweg oder persönlich in der Filiale. Reine Online-Anbieter verzichten auf Filialen und teure Servicewege und können deshalb häufig höhere Zinsen bieten. Reichen Sie bei einem solchen Angebot Aufträge auf anderem Weg ein, kann das gesondert bepreist werden. Prüfen Sie daher, ob der angebotene Zugangsweg zu Ihren Gewohnheiten passt.

TAN-Verfahren

Für sichere Online-Transaktionen setzen die Banken unterschiedliche TAN-Verfahren ein. Gängig sind heute appTAN und pushTAN (Freigabe über eine gesonderte Banking-App), mTAN beziehungsweise smsTAN (TAN per SMS) sowie photoTAN und chipTAN (QR- oder Grafik-Code, teils mit Lesegerät). Ältere Listen- oder Karten-TAN-Verfahren spielen praktisch keine Rolle mehr. Welches Verfahren angeboten wird, entscheidet mit über den Komfort im Alltag. Wie die Verfahren im Einzelnen funktionieren, beschreiben wir auf unserer deutschen Seite in einem Artikel zum Thema Sicherheit.

Rücküberweisung auf

Die Rücküberweisung erfolgt je nach Anbieter nur auf ein zuvor festgelegtes Referenzkonto oder auf ein beliebiges Konto. Das Referenzkonto ist Ihr auf den eigenen Namen lautendes Girokonto bei einer beliebigen Bank; über es wird der gesamte Zahlungsverkehr mit dem Tagesgeld-Anbieter abgewickelt. Dass Auszahlungen ausschließlich dorthin gehen, dient der Sicherheit; für eine Änderung des Auszahlungskontos ist meist ein schriftlicher Auftrag nötig. Einzahlungen erfolgen bargeldlos per Überweisung, Scheckeinreichungen sind nicht möglich. Rücküberweisungen lassen sich online und teilweise auch telefonisch oder schriftlich anweisen und sind an keine Kündigungsfrist gebunden.

Tagesgeldkonto
Referenzkonto (Girokonto)
anderes Konto

Kosten

Tagesgeldkonten werden in aller Regel kostenlos geführt. Fallen dennoch Kontoführungsgebühren an, sind sie hier ausgewiesen. Vereinzelt können Gebühren für Zusatzleistungen entstehen, etwa für den Postversand von Kontoauszügen oder die Neuberechnung einer PIN. Achten Sie darauf, dass solche Nebenkosten den Zinsvorteil nicht aufzehren.

Kontoauszug

Je nach Anbieter werden Kontoauszüge monatlich, vierteljährlich, jährlich oder bei Kontobewegung erstellt. Zunehmend werden sie in ein Online-Postfach eingestellt, das Sie über das Online-Banking erreichen. Bestehen Sie weiterhin auf Postversand oder rufen Sie einen Auszug nicht fristgerecht im Online-Postfach ab (nur bei einigen wenigen Banken so vorgesehen), können Portogebühren anfallen. Solche per Post zugestellten Auszüge nennt man Zwangskontoauszüge; sie werden erstellt, damit Sie Buchungen und Rechnungsabschluss prüfen können und keine Fristen versäumen.

Kontoeröffnung

Gemeinschaftskonto

Ob sich das Konto als Gemeinschaftskonto führen lässt, sehen Sie hier. Mögliche Angaben sind ja, nur für Eheleute, nur über die Filiale oder ein Strich, wenn es nicht angeboten wird. Online lässt sich ein zweiter Kontoinhaber meist per Häkchen im Antrag ergänzen; andernfalls stellen die Anbieter gesonderte Unterlagen bereit. Üblich sind ODER-Konten mit Einzelverfügung: Jeder Inhaber darf allein über das Guthaben verfügen, vertragliche Änderungen jedoch nur gemeinsam. Gerade junge Anbieter verzichten anfangs häufig auf Gemeinschaftskonten.

Minderjährige

Viele Direktbanken bieten ihre Tagesgeldkonten auch für Minderjährige an; hier sehen Sie, ob das beim jeweiligen Konto möglich ist. Über den Filter "nur Konten, die für Minderjährige erhältlich sind" grenzen Sie das Vergleichsergebnis gezielt auf solche Konten ein. Statt eines klassischen Sparkontos für Kinder oder Enkel ist ein Tagesgeldkonto wegen der meist höheren Verzinsung oft die bessere Wahl. Die Eröffnungsunterlagen, mit denen Unterschrift und Legitimation der Erziehungsberechtigten eingeholt werden, finden Sie auf der Internetseite des Anbieters oder erhalten sie über den Support.

PostIdent/VideoIdent

Banken müssen die Identität neuer Kunden gesetzlich prüfen. Dieses Kriterium zeigt, welche Verfahren ein Institut bei der Eröffnung anbietet; meist haben Sie die Wahl zwischen PostIdent und VideoIdent.

Beim PostIdent legen Sie in einer Filiale der Österreichischen Post den Coupon aus den Eröffnungsunterlagen, ein gültiges Ausweisdokument und den unterschriebenen Antrag vor. Ein Postmitarbeiter erfasst die Ausweisdaten und leitet die Bestätigung an die Bank weiter. Das Verfahren ist kostenfrei, erfordert aber den Gang zur Post während der Öffnungszeiten.

VideoIdent läuft ortsunabhängig per Videotelefonat über Smartphone, Tablet oder PC mit Webcam. Ein geschulter Mitarbeiter, oft bei einem spezialisierten Dienstleister, prüft Ihr Ausweisdokument, das Sie zur Sichtbarmachung der Sicherheitsmerkmale kippen, fertigt Fotos an und gleicht Ihr Gesicht mit dem Ausweisfoto ab. Zum Abschluss geben Sie eine per SMS oder E-Mail zugesandte TAN ein. Der Vorgang dauert meist fünf bis zehn Minuten und ist häufig papierlos, sodass der Antrag nicht mehr unterschrieben und eingesandt werden muss. Nötig sind eine stabile Internetverbindung und eine brauchbare Kamera; bei schlechter Technik oder Beleuchtung steigt die Abbruchquote.

PostIdent
Postfiliale Bestätigung an Bank
VideoIdent
Videocall TAN-Eingabe

Zum Anbieter

zum Anbieter

Der Button führt Sie direkt zum Anbieter: Die Website öffnet sich in einem neuen Browserfenster, sodass der Vergleich geöffnet bleibt. Eröffnet wird das Konto über die Internetseite des Anbieters, wo die Daten online erfasst und der Antrag generiert wird.

Ranking und Aktualität

So entsteht die Reihenfolge im Vergleich, so aktuell sind die Daten, und das steckt hinter der Auswahl der berücksichtigten Anbieter.

Standardmäßig sortiert der Vergleich nach der besten Jahresrendite: Das Angebot mit dem höchsten Ertrag steht oben. Gleichauf liegende Konten teilen sich eine Position, die Rangnummer bleibt dann leer. Über die Sortier-Buttons ändern Sie die Reihenfolge, etwa nach Anbietername.

Unterhalb der Vergleichsübersicht nennen wir Datum und Uhrzeit des letzten Aktualisierungslaufs; er bezieht sich auf den gesamten Tagesgeld-Vergleich. Welche Rankingkriterien wir ansetzen und welche Anbieter berücksichtigt werden, können Sie im Detail nachlesen.

Grundlage ist die Ausrichtung auf Direktbanken und Online-Broker sowie auf Institute, die ihre Produkte bundesweit über das Internet anbieten und den Abschluss per PostIdent oder VideoIdent ermöglichen. Ist ein Anbieter nicht aufgeführt, liegt das meist daran, dass er diese Kriterien nicht erfüllt. Neben Instituten mit Sitz oder Niederlassung in Österreich umfasst der Vergleich auch Anbieter aus dem übrigen Euroraum; diese blenden Sie über den Schalter "Auslandsanlagen" ein (mehr dazu beim Kriterium Inlands-/Auslandsanlage).

zuletzt aktualisiert am 17.7.26 um 11:05 Uhr

Häufige Fragen

Fragen, die kein einzelnes Vergleichskriterium betreffen: rund um die Grundlagen, den Alltag mit dem Tagesgeldkonto und die Strategie.

Grundlagen

Welche Vorteile hat ein Tagesgeldkonto?

Ein Tagesgeldkonto ist ein in der Regel kostenloses, vergleichsweise hoch verzinstes Anlagekonto mit täglicher Verfügbarkeit. Es eignet sich ideal für die Liquiditätsreserve: Überschüssiges Guthaben vom Girokonto sollten Sie konsequent auf ein gut verzinstes Tagesgeldkonto umbuchen. Dieses Konto muss nicht bei Ihrer Hausbank liegen. Dank des starken Wettbewerbs können Sie aus einer Vielzahl von Zinsangeboten frei wählen.

Welche Aufgabe sollte das Tagesgeld im Vermögen übernehmen?

Tagesgeld eignet sich vor allem für Geld, das nominal sicher und kurzfristig verfügbar bleiben soll. Dazu gehören die Notfallreserve, Rücklagen für absehbare größere Ausgaben und Beträge, über deren langfristige Verwendung noch nicht entschieden ist.

Diese Aufgaben sollten getrennt betrachtet werden. Die Notfallreserve muss jederzeit erreichbar sein. Geld für eine Ausgabe in zwölf Monaten darf dagegen gegebenenfalls teilweise als kurz laufendes Festgeld angelegt werden. Langfristig nicht benötigtes Vermögen dauerhaft auf Tagesgeld zu halten, vermeidet zwar Kursschwankungen, geht aber meist mit erheblichen Opportunitätskosten einher. Tagesgeld schützt den Kontostand, nicht zwingend dessen Kaufkraft.

Wird ein Verrechnungskonto beim gleichen Anbieter vorausgesetzt?

Meist nicht. Tagesgeldkonten sind in der Regel unabhängig von weiteren Bankprodukten, sodass Sie Ihr bestehendes Girokonto bei der Hausbank als Referenz- beziehungsweise Verrechnungskonto angeben können. Nur wenige Institute setzen voraus, dass Sie zugleich Girokunde bei ihnen sind.

Ist Tagesgeld wirklich jederzeit verfügbar?

"Täglich verfügbar" bedeutet, dass keine Kündigungsfrist oder feste Laufzeit besteht. Es bedeutet nicht zwangsläufig, dass das Geld in jeder Situation innerhalb von Sekunden ausgegeben werden kann. Tagesgeld ist normalerweise kein Zahlungsverkehrskonto. Auszahlungen erfolgen über ein hinterlegtes Referenzkonto; bei Plattformen kann zusätzlich ein Verrechnungskonto zwischengeschaltet sein. Dadurch können Übertragungs- und Bearbeitungszeiten entstehen.

Für Rechnungen, die am selben Tag bezahlt werden müssen, sollte daher ein kleiner Puffer auf dem Girokonto liegen. Bei der Notfallreserve ist zudem wichtig, ob Überweisungen am Wochenende möglich sind, welche Tageslimits gelten und wie schnell sich diese ändern lassen.

Was ist der Unterschied zwischen Standardzins und Sonderzins?

Ein Sonderzins gilt zeitlich begrenzt und häufig nur für Neukunden oder neu eingezahltes Geld. Nach dem Aktionszeitraum wird das Guthaben zum variablen Standardzins verzinst, der deutlich niedriger ausfallen kann. Ein Standardzins gilt dagegen bis auf Weiteres für die regulär verzinsten Guthaben, kann von der Bank aber geändert werden.

Aktionsangebote eignen sich für Kunden, die Endtermine überwachen und bei Bedarf wechseln. Ein dauerhaft guter Standardzins kann trotz etwas niedrigerer Kondition die bessere Wahl sein, wenn dadurch Kontoeröffnungen, Ident-Verfahren und regelmäßige Umschichtungen entfallen. Die Entscheidung betrifft somit nicht nur den Zins, sondern auch den gewünschten Betreuungsaufwand.

Worauf kommt es bei Neugeldangeboten an?

Der Begriff Neugeld ist nicht einheitlich definiert. Manche Banken vergleichen den aktuellen Bestand mit einem bestimmten Stichtag. Andere berücksichtigen nur den Nettozufluss oder schließen Guthaben aus, das zuvor innerhalb derselben Bankengruppe angelegt war.

Vor der Überweisung sollte daher geklärt werden, welcher Betrag tatsächlich als Neugeld zählt, welche Konten und Depots in die Berechnung einbezogen werden und ob spätere Einzahlungen ebenfalls den Aktionszins erhalten. Ohne diese Prüfung kann Geld zwar auf dem neuen Konto liegen, aber nur zum Standardzins verzinst werden. Besonders tückisch sind Regelungen, bei denen Abhebungen während der Aktion den begünstigten Neugeldbetrag dauerhaft vermindern.

Wie wichtig ist die Häufigkeit der Zinsgutschrift?

Tagesgeldzinsen werden üblicherweise auf Grundlage des jeweiligen Guthabens berechnet. Die Gutschrift kann monatlich, quartalsweise oder jährlich erfolgen. Bereits gutgeschriebene und auf dem Konto verbleibende Zinsen werden anschließend mitverzinst.

Eine häufigere Gutschrift erhöht deshalb bei gleichem Nominalzins die Rendite leicht. Dieser Effekt wird jedoch häufig überschätzt. Ein etwas höherer Zinssatz ist meist wichtiger als die Frage, ob die Zinsen monatlich oder jährlich gebucht werden. Entscheidend ist die effektive Jahresrendite. Zu prüfen ist außerdem, ob die Zinsen dem Tagesgeldkonto oder einem unverzinsten Referenz- beziehungsweise Verrechnungskonto gutgeschrieben werden.

Worauf sollte man bei der Anbieterwahl achten?

Hauptkriterium ist der Ertrag, der für den vorgesehenen Anlagebetrag und Zeitraum tatsächlich zu erwarten ist. Dafür ist eine realistisch berechnete Jahresrendite aussagekräftiger als das größte beworbene Prozentzeichen. Sie sollte die Zinsgutschriften, mögliche Betragsgrenzen und bei zeitlich befristeten Angeboten auch den Zeitraum nach Ablauf der Zinsgarantie berücksichtigen.

Über die Zinshistorie lässt sich einschätzen, ob ein Anbieter dauerhaft wettbewerbsfähige Konditionen bietet oder vor allem mit kurzfristigen Aktionen arbeitet. Prüfen Sie außerdem, ob der vollständige Anlagebetrag verzinst wird, welche Einlagensicherung gilt, ob ein zusätzliches Giro- oder Verrechnungskonto erforderlich ist und wie schnell Auszahlungen beim Referenzkonto ankommen. Mindestguthaben, maximale Anlagebeträge, kostenpflichtige Kontoauszüge oder Einschränkungen bei der Kontoführung können ein nominell gutes Angebot entwerten.

Worauf sollte man bei ausländischen Banken achten?

Bei einer Bank aus einem anderen EU-Staat greift grundsätzlich das Einlagensicherungssystem ihres Herkunftslandes. Zu prüfen sind deshalb der rechtliche Sitz der Bank, das zuständige Sicherungssystem und die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Landes. Die europaweit harmonisierte Sicherungsgrenze bedeutet nicht, dass überall dieselbe Institution für die Entschädigung zuständig ist.

Zusätzlicher Aufwand entsteht durch die steuerliche Behandlung. Bei einer Auslandsanlage führt die Bank die österreichische Kapitalertragsteuer nicht automatisch ab; die Zinserträge sind dann selbst in der Steuererklärung anzugeben und werden mit dem Sondersteuersatz von 27,5% erfasst. Je nach Land kann zusätzlich eine ausländische Quellensteuer anfallen, die nach dem jeweiligen Doppelbesteuerungsabkommen anzurechnen oder rückzufordern ist. Vor der Anlage sollte deshalb feststehen, welche Bescheinigungen der Anbieter bereitstellt. Eine Anlage in Fremdwährung ist keine gewöhnliche Tagesgeldanlage mehr, weil zusätzlich ein Wechselkursrisiko entsteht.

Kontowechsel & Alltag

Wie überträgt man mit möglichst wenig Zinsverlust zu einem anderen Anbieter?

In der Regel führt der Weg über das Referenzkonto, es sind also drei Konten beteiligt. Halten Sie die Transferdauer kurz: Ist das Geld über ein Wochenende oder einen Feiertag unterwegs, bleibt es länger unverzinst, da an diesen Tagen nicht gebucht wird. Am besten veranlassen Sie die Rücküberweisung zu Wochenbeginn, kontrollieren den Eingang auf dem Referenzkonto und überweisen dann auf das neue Tagesgeldkonto weiter. Eine Standardüberweisung wird üblicherweise binnen eines Bankarbeitstags gutgeschrieben; beachten Sie die im Preis- und Leistungsverzeichnis genannten Annahmezeiten für den letzten Buchungslauf des Tages. Manche Institute unterstützen zudem SEPA-Echtzeitüberweisungen eingehend und/oder ausgehend - dann ist das Geld binnen Sekunden gutgeschrieben.

Wann lohnt sich ein Wechsel zu einem besseren Angebot?

Maßgeblich ist der zusätzliche Ertrag, nicht die Zinsdifferenz allein. Er lässt sich überschlägig so berechnen:

Anlagebetrag × Zinsdifferenz × verbleibende Anlagedauer in Jahren

Bei EUR 30.000, einem Zinsvorteil von 0,5 Prozentpunkten und einer Laufzeit von sechs Monaten beträgt der zusätzliche Bruttoertrag lediglich EUR 75,00. Dafür können Kontoeröffnung, Identifizierung, Überweisung, Dokumentation und spätere Schließung erforderlich sein.

Legen Sie eine persönliche Wechselgrenze fest, etwa einen Mindestmehrertrag in Euro oder eine Mindestdifferenz beim Zinssatz. Das verhindert hektische Kontowechsel wegen weniger Euro und sorgt zugleich dafür, dass große Ertragsunterschiede nicht aus Bequemlichkeit ignoriert werden.

Ist häufiges Tagesgeld-Hopping sinnvoll?

Konsequent durchgeführtes Tagesgeld-Hopping kann den Ertrag erhöhen, besonders wenn Sonderzinsen deutlich über den Standardkonditionen liegen. Es funktioniert jedoch nur, wenn Garantieenden zuverlässig überwacht und Guthaben anschließend tatsächlich umgeschichtet werden. Ein Aktionskonto, das nach sechs Monaten weitere zwei Jahre zum schwachen Standardzins weiterläuft, war meist keine erfolgreiche Strategie.

Eine praktikable Lösung ist die Zwei-Konten-Strategie: Ein Konto mit dauerhaft ordentlichem Standardzins dient als stabile Basis. Ein zweites Konto wird für zeitlich attraktive Aktionen genutzt. Nach deren Ende fließt das Geld entweder zum nächsten Angebot oder zurück auf das Basiskonto. So bleibt die Zahl dauerhaft offener Konten begrenzt.

Die Eröffnung eines reinen Tagesgeldkontos führt üblicherweise nicht zu einer Bonitätsanfrage beim KSV1870 oder einer anderen Kreditauskunftei, weil das Konto nicht überzogen werden kann. Anders kann es aussehen, wenn zusammen mit dem Tagesgeld ein zusätzliches Girokonto eröffnet wird.

Wie häufig sollte man die Konditionen kontrollieren?

Eine tägliche Kontrolle bringt wenig. Sinnvoller sind feste Prüftermine: beim Ablauf einer Zinsgarantie, nach einer angekündigten Zinsänderung und ansonsten beispielsweise monatlich oder quartalsweise.

Tragen Sie das Garantieende bereits bei der Kontoeröffnung in den Kalender ein und setzen Sie die Erinnerung einige Wochen vorher. Dadurch bleibt Zeit, Alternativen zu vergleichen und ein neues Konto einzurichten. Wer erst am letzten Tag reagiert, riskiert Bearbeitungszeiten, Überweisungslimits oder eine vorübergehende Verzinsung zum schwachen Standardzins.

Warum kann ein zweites Tagesgeldkonto als Ausfallreserve sinnvoll sein?

Auch ein sicheres Bankguthaben kann vorübergehend schwer erreichbar sein: durch eine gesperrte App, ein verlorenes Smartphone, ein fehlerhaftes TAN-Verfahren, eine Sicherheitsprüfung oder technische Störungen. Wer seine gesamte Liquiditätsreserve bei einer einzigen Bank hält, trägt deshalb ein operatives Zugangsrisiko.

Eine kleinere Reserve bei einer zweiten Bank kann dieses Risiko verringern. Das ist besonders wichtig, wenn Tagesgeld und Girokonto bei demselben Institut geführt werden und beide Zugänge gemeinsam gesperrt werden könnten. Die zweite Verbindung muss nicht den Spitzenzins bieten. Ihre Aufgabe besteht darin, im Störungsfall handlungsfähig zu bleiben.

Wie löse ich ein Tagesgeldkonto auf?

Überweisen Sie den größten Teil des Guthabens am besten schon vor der Auflösung auf Ihr Referenzkonto, damit Sie nicht auf die Bearbeitung warten müssen. Die Kündigung soll in der Regel schriftlich erfolgen, unterschrieben von allen Kontoinhabern. Das kann ein Einzeiler sein unter Angabe der Kontonummer. Eine Kündigungsfrist gibt es nicht. Ist ausnahmsweise kein Referenzkonto hinterlegt, geben Sie eine Bankverbindung für das Restguthaben an. Die Bank rechnet das Konto ab, zahlt die aufgelaufenen Zinsen aus und versendet einen abschließenden Kontoauszug als Nachweis.

Können Produktdaten einzelner Tagesgeldkonten ausgedruckt werden?

Ja. Rufen Sie die gewünschten Produktdaten im 1-zu-1-Vergleich auf. Über das Druckersymbol unterhalb der Daten wechseln Sie in ein für den Druck optimiertes Format ohne grafische Elemente und drucken es anschließend über die Druckfunktion Ihres Browsers aus.

Strategie

Wie sollte man bei steigenden oder fallenden Zinsen vorgehen?

Bei steigenden Marktzinsen ist Flexibilität wertvoll. Lange Bindungen sollten dann nur eingegangen werden, wenn der Zinsaufschlag gegenüber Tagesgeld ausreichend hoch ist. Tagesgeldanbieter geben steigende Marktzinsen allerdings nicht gleichzeitig und nicht vollständig weiter. Ein regelmäßiger Vergleich bleibt daher notwendig.

Bei erwarteten oder bereits begonnenen Zinssenkungen gewinnen längere Zinsgarantien und Festgeldanlagen an Bedeutung. Der Fehler besteht darin, erst auf eine eindeutig bestätigte Zinswende zu warten. Dann haben Banken ihre Konditionen häufig schon angepasst. Da Zinsentwicklungen nicht zuverlässig vorhersehbar sind, sollte nicht der gesamte Betrag auf ein einziges Szenario gesetzt werden.

Wie lassen sich Tagesgeld und Festgeld sinnvoll kombinieren?

Tagesgeld deckt den kurzfristigen Liquiditätsbedarf. Festgeld kann für den Teil eingesetzt werden, der während der vereinbarten Laufzeit mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht benötigt wird. Die Aufteilung sollte deshalb vom Ausgabenplan ausgehen und nicht allein vom Zinsunterschied.

Ein mögliches Vorgehen ist, zunächst die Notfallreserve und alle in den nächsten zwölf Monaten erwarteten Ausgaben auf Tagesgeld zu halten. Darüber hinausgehende sichere Anlagebeträge können auf mehrere Festgeldlaufzeiten verteilt werden. Je unsicherer der Zeitpunkt einer geplanten Ausgabe, desto größer sollte der Tagesgeldanteil bleiben.

Wann hält man zu viel Geld auf Tagesgeld?

Tagesgeld ist ungeeignet für Vermögen, das voraussichtlich viele Jahre nicht benötigt wird und langfristig wachsen soll. Die hohe Verfügbarkeit verleitet dazu, jede Anlageentscheidung aufzuschieben. Dadurch entsteht ein scheinbar risikoloser Zustand, der real durch Inflation und entgangene Renditechancen belastet wird.

Prüfen Sie deshalb regelmäßig, welcher Teil des Guthabens tatsächlich kurzfristige Sicherheit bieten soll. Geld ohne absehbaren Verwendungszweck sollte einer eigenen langfristigen Anlageentscheidung zugeführt werden. Die Entscheidung kann weiterhin sicherheitsorientiert ausfallen, sollte aber bewusst getroffen werden und nicht das Ergebnis jahrelanger Untätigkeit sein.

Wie sollte man Beträge oberhalb der Sicherungsgrenze anlegen?

Hohe Guthaben sollten auf mehrere rechtlich selbstständige Banken verteilt werden. Dabei ist ein Abstand zur Sicherungsgrenze sinnvoll, damit weitere Guthaben und aufgelaufene Zinsen den geschützten Betrag nicht unbemerkt überschreiten.

Die Verteilung sollte nicht nur rechnerisch, sondern auch organisatorisch beherrschbar bleiben. Fünf Banken mit jeweils knapp EUR 100.000 bieten zwar eine breite Verteilung, verursachen aber mehrere Zugänge, Steuerunterlagen und Sicherheitsverfahren. Für sehr große Beträge kann eine Kombination aus Tagesgeld, Festgeld unterschiedlicher Banken und anderen kurz laufenden, risikoarmen Anlageformen zweckmäßiger sein.

Was ist von Zinsangeboten in Kombination mit Investmentfonds zu halten?

Solche Kombiangebote, ein besonders hoher Zins, wenn Sie zugleich in Investmentfonds investieren, rechnen sich gegenüber einer getrennten Entscheidung selten. Der hohe Zins gilt nur befristet, die Fondsanlage ist dagegen langfristig und mit Kosten und Risiken verbunden. Meist stehen nur wenige Fonds zur Wahl, und in der Regel fällt der volle Ausgabeaufschlag an, bei Aktienfonds um die 5%. Dieselben Fonds erhalten Sie über Fondsvermittler oder die Börse meist deutlich günstiger. Trennen Sie Zins- und Fondsanlage besser.

Welche Fehler kosten Tagesgeldkunden besonders häufig Geld?

Der häufigste Fehler ist, nur den Aktionszins wahrzunehmen und dessen Enddatum zu übersehen. Daneben werden Anlageobergrenzen, Neugeldbedingungen und die Zusammenrechnung mehrerer Guthaben bei derselben Bank oft nicht ausreichend beachtet.

Weitere typische Fehler sind:

  • die gesamte Reserve auf dem unverzinsten Girokonto zu halten,
  • langfristig nicht benötigtes Kapital jahrelang auf Tagesgeld zu parken,
  • für einen geringen Mehrertrag zu viele Konten zu eröffnen,
  • aus Bequemlichkeit dauerhaft einen sehr schwachen Standardzins hinzunehmen,
  • die Einlagensicherung nach dem Markennamen statt nach der rechtlichen Bankfirmierung zu beurteilen,
  • keinen Puffer für technische Zugangsprobleme vorzuhalten,
  • bei einer Zinsaktion den tatsächlichen Ertrag in Euro nicht zu berechnen.

Eine gute Tagesgeldstrategie maximiert daher nicht ständig den letzten Basispunkt. Sie sorgt dafür, dass benötigte Liquidität sicher erreichbar bleibt, der Ertrag dauerhaft konkurrenzfähig ist und der organisatorische Aufwand zum Mehrertrag passt.