Newsletter: Direktbanken.News 12/2018

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Themenüberblick

1. Österreichische Post und FinTech Group lassen gemeinsames Bankprojekt platzen
2. Der monatliche Newsticker
3. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
4. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen


1. Österreichische Post und FinTech Group lassen gemeinsames Bankprojekt platzen

Aus der Partnerschaft zwischen der Österreichischen Post und der deutschen FinTech Group wird nichts. Zweieinhalb Monate nach dem gefeierten Verkünden informierten beide Unternehmen am 27.11.18 in dürren Zeilen an Presse bzw. Investoren, dass sie von der Gründung und Kapitalisierung eines Joint-Ventures zur Erbringung von Bankdienstleistungen einvernehmlich Abstand nehmen. Zu den Gründen schwiegen sie sich auch auf Medienanfragen aus. "Wir wollen nicht sagen, bei wem es gehapert hat, oder wem was nicht gepasst hat", wird ein Sprecher der Post zitiert. Jedenfalls ist es plausiblerweise der Post besonders wichtig gewesen, den vereinbarten Zeitplan einzuhalten, und auch die Ansichten über die Art und den Umfang des nun abgesagten Bank-Joint-Ventures waren wohl zu unterschiedlich. Ursprünglich abgemacht war, es zu gründen und gemeinsam mit 200 Millionen Euro Eigenkapital auszustatten. Das Filialnetz der österreichischen Post sollte genutzt werden, um die Bankdienstleistungen anzubieten. Der Part der FinTech Group: eine österreichische Banklizenz beantragen, ihre österreichische Niederlassung einbringen (bekannt unter der Marke flatex.at) und IT-Dienstleistungen erbringen im Rahmen eines mit der neuen Gesellschaft abzuschließenden Zehn-Jahres-Vertrags

Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) stellte umgehend klar, mit der FinTech Group habe es zwar viele Gespräche gegeben, eine Banklizenz in Österreich habe sie aber bis dato gar nicht beantragt. Auch stellte die FMA in Abrede, dass es aufgrund der Dauer eines solchen Verfahrens quasi nicht möglich gewesen wäre, vor dem Jahresbeginn 2020 zu einer Genehmigung zu kommen. Grundsätzlich habe die FinTech Group die Möglichkeit, darauf wies die FMA ebenfalls hin, im Wege der Dienstleistungsfreiheit innerhalb der EU auch mit ihrer deutschen Banklizenz in Österreich tätig zu werden.

Was bleibt, ist ein Buchverlust von elf Millionen Euro. Die Post erwarb nämlich im Rahmen einer Kapitalerhöhung eine Beteiligung an der FinTech Group. Die Beteiligung war Teil der Vereinbarung, sie sollte die Kooperation untermauern und ist schon vollzogen. So zeichnete die Post Ende September 1,225 Millionen neue Aktien zum Ausgabepreis von EUR 28,50 je Aktie. Zum Börsenbeginn am 5.12.18 war der Kurs auf Xetra Frankfurt nur noch EUR 19,50.

Aufgeben will die Post trotz des herben Rückschlags nicht, sie verfolgt weiterhin das Ziel, ihren Kunden neben Briefmarken und dem Versand von Paketen auch Bankdienstleistungen anzubieten. Das deutsche Unternehmen hätte die Bawag als Bankpartner ablösen sollen, die ihren Vertrag per Ende 2019 auslaufen lässt. Die Suche geht weiter. Leichter ist sie nicht geworden, weil zuvor schon einige abgewinkt haben und nun weitere Monate verloren gegangen sind.

2. Der monatliche Newsticker

++ ING macht für ein paar Tage ein Eröffnungsangebot mit EUR 100,00 Winterbonus für Giro-Neukunden. Den Winterbonus schreibt ING nach den ersten drei Monaten gut, sofern das Girokonto im Zeitraum 3.12.18 bis 10.12.18 beantragt wird und monatlich mindestens EUR 700,00 auf dem neuen Girokonto eingehen. Es ist ein sehr gutes Angebot, wobei der Sommerbonus von Juni/Juli EUR 150,00 hoch war und nur Geldeingänge von monatlich EUR 300,00 gefordert waren

++ bei Generali Bank können seit 29.11.18 keine Girokonten und kein Depot mehr eröffnet werden. Die Zinskonten hingegen können derzeit noch eröffnet werden. Der Versicherungskonzern Generali Holding Vienna plant, wie bereits im März 2017 kommuniziert, seine Bankaktivitäten über die Generali Bank schrittweise aufzugeben. Der konkretisierte Zeitplan dafür sieht vor, dass dies gänzlich im Laufe des vierten Quartals 2019 umgesetzt sein soll. Für Bestandskunden ergeben sich noch keine Änderungen, die Generali Bank will sie beizeiten über Details und Termine informieren. Laut den früheren Informationen aus März 2017 soll das Bestandsgeschäft möglichst an die 3-Banken-Gruppe verkauft werden

3. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld

Renault Bank direkt startete ein Angebot für Neukunden: Diejenigen, die im Zeitraum 30.11.18 bis 2.1.19 eröffnen, erhalten einen Sonderzins von 0,70% p. a. Die Sonderverzinsung beginnt mit dem Tag der Ersteinzahlung und ist für drei Monate gültig. Insgesamt betrachtet empfiehlt sich die Renault Bank direkt als Anlageplatz, da auch der Standardzins, derzeit 0,50%, gut ist.

Die Kommunalkredit Invest senkte am 12.11.18 ihre Verzinsung, mit der sie im September des vergangenen Jahres an den Start ging, für die Anlagebeträge unterhalb von EUR 10.000 auf 0,11% (vorher 0,31%) und für die Anlagebeträge ab EUR 10.000 auf 0,31% (vorher 0,51%).

Die Santander Consumer Bank verringerte am 7.11.18 auf 0,40%. Zuvor galten fast zwei Jahre lang 0,50%.

4. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen

(Auswahl an relevanten Änderungen)

VakifBank senkte per 3.12.18 um 0,05 bis 0,40 Prozentpunkte. Dies sind die neuen Zinssätze: 6 Monate - 0,15% (vorher 0,20%), 9 Monate - 0,25% (vorher 0,30%), 12 Monate - 0,30% (vorher 0,45%), 2 Jahre - 0,45% (vorher 0,75%), 3 Jahre - 0,55% (vorher 0,85%), 4 Jahre - 0,60% (vorher 0,90%), 5 Jahre - 0,70% (vorher 0,95%), 6 Jahre - 0,80% (vorher 1,15%), 7 Jahre - 0,85% (vorher 1,25%), 8 Jahre - 0,90% (vorher 1,30%), 9 Jahre - 0,95% (vorher 1,35%), 10 Jahre - 1,00% (vorher 1,40%)

bankdirekt.at erhöhte am 30.11.18 bei 12 Monaten auf 0,30% (vorher 0,20%) und bei 2 Jahren auf 0,40% (vorher 0,30%).

Addiko Bank erhöhte am 29.11.18 bei 6 Monaten auf 0,75% (vorher 0,60%) und bei 12 Monaten auf 0,85% (vorher 0,70%).

Younited Credit aus Frankreich senkte am 13.11.18 und fiel damit unter den Anbietern aus dem Ausland ziemlich zurück, bei 2 Jahren gelten 0,85% (vorher 1,00%) und bei 3 Jahren 1,00% (vorher 1,21%).

Die Santander Consumer Bank verringerte am 7.11.18 durchgängig um 0,10 Prozentpunkte. Es gelten bei 6 Monaten 0,50% (vorher 0,60%), bei 9 Monaten 0,60% (vorher 0,70%), bei 12 Monaten 0,70% (vorher 0,80%), bei 2 Jahren 0,90% (vorher 1,00%) und bei 3 Jahren 1,00% (vorher 1,10%).

Noch eine schöne Adventszeit wünscht

m o d e r n - b a n k i n g

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