Newsletter: Direktbanken.News 11/2021

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Themenüberblick

Mastercard rangiert Maestro aus
Der Newsticker
Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen


Mastercard rangiert Maestro aus

Den europäischen Banken und anderen Kartenanbietern ging ein Schreiben von Mastercard zu, demnach dürfen sie vom 1.7.23 an keine Maestro-fähigen Karten mehr ausgeben. Maestro wird mit Ausnahme der Märkte Schweiz, Russland und Belarus eingestellt. Bei im Umlauf befindlichen Karten und solchen, die bis zum genannten Datum mit Maestro-Zeichen ausgegeben werden, sollen die Kunden die Funktion noch bis zum Ablauf der individuellen Kartengültigkeit nutzen können. Bei den üblichen Laufzeiten also längstens bis 2027.

Am 19.10.21 veröffentlichte Mastercard auch eine allgemein zugängliche Pressemitteilung. Darin wurde das Ende der 30-jährigen Maestro-Ära mit dem Wandel von einer physischen zu einer digitalen Welt begründet. Die geschaffene Alternative, die Debit-Mastercard, biete global betrachtet eine deutlich höhere Akzeptanz und könne durchgängig auch für Zahlungen im Onlinehandel eingesetzt werden. Resümierend heißt es: "Vorbei sind Magnetstreifen, Unterschriftenfelder und Einwegkunststoffe. Stattdessen werden nun Chipkarten, Fingerabdruck-Authentifizierung und recycelte beziehungsweise organische Materialien genutzt. Die schrittweise Ablösung von Maestro durch die Debit-Mastercard ist nichts anderes."

Es ist ein Schachzug, der die europäischen Banken vor die dringende Entscheidung stellt, wie sie sich positionieren. Auch wenn Gerüchte zu einem möglichen Maestro-Ausstieg schon länger kursierten, wurden sie eher als Drohgebärde interpretiert. Allgemein erwartet wird nun, dass Visa nachziehen und V Pay - das erst ab 2006 geschaffene Äquivalent zu Maestro - ebenfalls beerdigen wird.

Die meisten der noch im Umlauf befindlichen österreichischen Bankomatkarten sind reine Maestro-Karten oder die Banken haben den Wechsel von Maestro auf Debit-Mastercard bereits vollzogen, deshalb schaut man hierzulande eher entspannt auf die Ankündigung von Mastercard. In einigen anderen europäischen Ländern gibt es jedoch nationale Clearing- oder Debitkartensysteme, wie in Deutschland die girocard oder in Belgien Bancontact, die lediglich mit Maestro oder V Pay kombiniert sind. Ohne Maestro oder V Pay geht bei diesen die Möglichkeit des Karteneinsatzes im Ausland nach und nach verloren. Viele der nationalen Systeme in Europa stellt das infrage. Eine spartanische Lösung wäre, zukünftig eine Karte für den rein nationalen Einsatz auszugeben, was aber deren Bedeutungsverlust noch weiter beschleunigen dürfte. Um ihren Kunden eine Auslands- und Online-Fähigkeit bieten zu können, könnten die Banken über die European Payment Initiative versuchen, ein eigenes paneuropäisches Debitkartensystem zu schaffen. Das würde Milliarden kosten, ist aber auch erklärtes Ziel, um der übermächtigen US-Konkurrenz Einhalt zu gebieten. Der Zeitdruck dabei ist enorm, wenn man bedenkt, dass dies jetzt schon in knapp zwei Jahren bereitstehen sollte. Sich den Kreditkartenkonzernen einfach zu ergeben und auf deren Debitkarten umzusteigen, würde bedeuten, langfristig und dauerhaft weniger Erträge zu erzielen, was letztlich Kunden und Händler mitbezahlen müssen. Das bislang eher noch seltene Co-Badging von nationalem Debitkartensystem und Debitkarte von Mastercard oder Visa gilt als technisch aufwendig, und die beiden Weltkonzerne könnten durch das Kräfteverhältnis mit den Banken wohl lukrativere Verträge abschließen als bei den derzeitigen Maestro-Vereinbarungen. Und bei reinen Debit-Mastercards, und Debit-Visa-Cards laufen selbst die nationalen Kartenumsätze über die beiden Weltkonzerne. Zur Wahrheit gehört eben, es geht beiden um mehr Marktanteile, und das läuft darauf hinaus, die nationalen Systeme zu verdrängen.

Der Newsticker

++ bei der Ersten Bank gibt es bis 30.11.21 zu jedem Online-Abschluss des "s Kompakt Kontos" (Online-Girokonto) einen Gutschein über EUR 25,00 für den Einkauf auf markta.at. Der Gutschein wird per E-Mail zugeschickt. Auf markta.at können regionale, von Familien-und Kleinbetrieben produzierte Lebensmittel bestellt werden. Der Mindestbestellwert liegt bei EUR 30,00

++ die DKB aus Berlin nennt ihr "DKB-Cash" ab 10.11.21 schlicht "DKB Girokonto" und steigt ab dem Termin auch auf eine Visa-Debit-Card um. Die neue Karte ist im Neugeschäft dann die Standardausstattung. Die DKB ersetzt mit ihr die bisherigen zwei Karten - die girocard und die bisherige Visa-Kreditkarte. Man wird sie für den kostenlosen Bargeldbezug in der bekannten Form verwenden und die Karten-PIN selbst bestimmen können. Im Gegensatz zur Visa-Kreditkarte wird es zu den Umsätzen keine separate Abrechnung geben, sie werden direkt auf dem Girokonto verbucht. Von der DKB wurde das Gerücht zu einem bevorstehenden Umstieg auf Visa-Debit schon vor mehreren Wochen bestätigt, nun hat sie die Details bekannt gegeben, denn die girocard oder die Visa-Kreditkarte bleiben auf Wunsch erhältlich, es gibt keinen harten Schnitt. Neukunden können die girocard für EUR 0,99 pro Monat hinzubuchen, die Visa-Kreditkarte für EUR 2,49 pro Monat. Bestandskunden sollen nach und nach im ersten Halbjahr 2022 ihre neue Visa-Debit erhalten. In dem Zusammenhang werde die aktive Zustimmung zu den aktuellen Preisen und Bedingungen erforderlich, die DKB wird die Bestandskunden daher im Vorfeld individuell anschreiben. Bestandskunden können ihre girocard kostenlos behalten. Die Kreditkarte bleibt laut den Angaben nach Ausgabe der neu zur Verfügung gestellten Debitkarte noch mindestens zehn Wochen lang aktiv. Falls der Kunde sie anschließend weiternutzen möchte, weil sie beispielsweise für das Hinterlegen von Mietwagen-Kautionen doch zuverlässiger in der Akzeptanz ist, fällt auch hier das Entgelt von EUR 2,49 pro Monat an. Die Informationen der DKB sind an manchen Stellen nicht exakt. Man wird sehen, wie lange die girocard für Bestandskunden kostenlos bleiben wird. Die girocard wird auch benötigt, wenn man das Sicherheitsverfahren chipTAN comfort weiternutzen möchte, die Visa-Debit lässt sich dafür nicht verwenden. Auf Nachfrage teilte uns die DKB mit, dass, sofern der Kunde seine Entscheidung bis zum Ablauf der 10-wöchigen Frist nicht mitteilt, sie die Kreditkarte automatisch als gekündigt ansehen wird, damit dem Kunden keine ungewollten Kosten entstehen. Ein Kartenpreis von auf das Jahr gerechnet fast EUR 30,00 ist nämlich nicht gerade günstig. Bei der zu früheren Zeiten bei der DKB üblichen Tagesgeldlösung über ein Kreditkartenkonto unterliegt die Variante mit physischer Kreditkarte übrigens ebenfalls der Preiseinführung

++ zum "Studentenkonto" der Ersten Bank sind im Eröffnungszeitraum 2.11.21 bis 30.11.21 über eine spezielle Landingpage EUR 40,00 Bonus für die Online-Kontoeröffnung erhältlich. Die Seite ist in unserem Vergleich verlinkt. Die Erste Bank überweist den Geldbetrag auf das neu eingerichtete Konto

++ Bank Direkt schreibt bei erstmaliger Einrichtung eines Sparplans in gemanagte Fonds im Aktionszeitraum 2.11.21 bis 30.11.21 einen Bonus in Höhe der ersten Sparrate gut, maximal in Höhe von EUR 100,00. Aus der Produktpalette kann frei gewählt werden. Bank Direkt bietet derzeit 297 sparplanfähige Fonds an, ab EUR 50,00 Sparrate die Fonds von KEPLER und Raiffeisen mit 45% Rabatt auf den Ausgabeaufschlag und ab EUR 100,00 Sparrate die weiteren in- und ausländischen Fonds mit 15 bis 35% Rabatt auf den Ausgabeaufschlag. Der Sparplan ist ohne explizite Anmeldung zur Aktion über das Online-Banking einzurichten. Kunden, die bereits einmal einen Sparplan bei Bank Direkt hatten, sind von der Aktion ausgeschlossen. Der Bonus wird im Dezember 2021 dem Depot-Verrechnungskonto gutgeschrieben

++ der 19.11.21 ist bei Bank Direkt eine Gelegenheit, gemanagte Fonds per Eimalanlage kostengünstig zu erwerben: Bank Direkt verzichtet bei online oder bei über das Telefon-Service-Center erteilten Fondsaufträgen an diesem Tag über uneingeschränkt alle Fondsgesellschaften auf die Ausgabeaufschläge. Ausgenommen sind Sparplanausführungen. Bei der Auftragserteilung ist als Ausführungsort der Eintrag "Fondsgesellschaft (Einmalkauf)" auszuwählen. Zur Angabe des ungefähren Kurswerts rechnet Bank Direkt mit dem normalen Ausgabeaufschlag, sie weist ihn auch auf der Auftragsbestätigung aus, tatsächlich abgerechnet wird aber mit null Prozent Ausgabeaufschlag

Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld

Avida Finans aus Schweden erhöhte am 25.10.21 von 0,10% auf 0,15%.

Bigbank aus Estland verringerte am 22.10.21 von 0,30% auf 0,20%.

Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen

Younited Credit aus Frankreich erhöhte am 14.10.21 bei 2 Jahren auf starke 0,81% (vorher 0,71%).

Noch einen angenehmen November wünscht

m o d e r n - b a n k i n g

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