Newsletter: Direktbanken.News 07/2021

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Themenüberblick

WeltSparen und Zinspilot ab sofort im Verbund
Der monatliche Newsticker
Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen


WeltSparen und Zinspilot ab sofort im Verbund

Die Betreiber der beiden Zinsportale aus Deutschland schließen sich zusammen: Raisin, auch hierzulande mit der Marke WeltSparen bekannt, und der langjährige Erzrivale Deposit Solutions, dem die Marken Zinspilot und Savedo gehören, gaben ihren erfolgten Zusammenschluss preis. Ihr Vorhaben haben die beiden Firmenchefs über Monate hinweg geheim gehalten. Nun ist es zum Abschluss gebracht, der neue Firmenname lautet "Raisin DS GmbH", in den kommenden Tagen soll er ins Handelsregister eingetragen werden.

Die finanziellen Details wurden nicht kommuniziert, offenbar fließt kein Geld, sondern die Eigentümer, namhafte internationale Investoren und Wagniskapitalgeber, erhalten ihren entsprechenden Anteil am Gemeinschaftsunternehmen. In der Pressemitteilung heißt es, es sei eine Fusion auf Augenhöhe. Die Namensgebung, bei der von Deposit Solution lediglich noch die Initialen übrig sind, deutet jedoch darauf hin, dass Raisin stärker gewichtet ist. Ein weiteres Indiz hierfür: Deposit-Solutions-Gründer Sievers wird zwar zunächst mit Raisin-Gründer Georgadze gemeinsam das Unternehmen führen, zum Jahresende wird er sich aber aus der operativen Führung zurückziehen.

Beide Unternehmen vermitteln Sparern online Zinsanlagen, insbesondere bei Banken aus anderen EU-Ländern, die meist höhere Zinsen als die inländischen Institute bieten. Dazu bestehen Kooperationen mit etlichen Anlagebanken, jeweils eine Partnerschaft mit einer Bank zur Führung des zentralen Anlagekontos und etliche B2B-Einbindungen. WeltSparen wendet sich mit einem AT-Portal auch an Zinsanleger in Österreich. Savedo war als erstes dieser Zinsportale in Österreich vertreten, wurde von Deposit Solutions übernommen und führt zurzeit lediglich noch das Bestandsgeschäft fort. Generell entfällt nun die Konkurrenzsituation zwischen WeltSparen und Zinspilot, sie müssen künftig nicht mehr gegeneinander um Anlagebanken, B2B-Einbindungen oder die direkten Endkunden buhlen.

Vereint soll es darum gehen, die Marktdurchdringung auf dem europäischen Einlagenmarkt zu erhöhen und vor allem die Expansion auf den US-amerikanischen Einlagenmarkt schneller umsetzen zu können, wo beide noch separat voneinander mittlerweile die Infrastruktur aufgebaut haben und startklar sind. Auch das B2B-Geschäft über andere Finanzinstitute soll natürlich ausgebaut werden. So haben viele Banken und Sparkassen schon mit einer der beiden Plattformen auf Whitelabel-Basis um externe Zinsangebote erweitert, gerade wenn sie selbst kaum noch Einlagen hereinnehmen möchten. Während WeltSparen mehr Direktkunden hat, ist Zinspilot ein wenig besser im B2B-Geschäft positioniert. In der Pressemitteilung ist die jeweilige Führung im Segment stärker herausgestellt als sie eigentlich ist, sodass ein Aufteilen der Marken nach B2C und B2B denkbar erscheint. Jedenfalls wird im direkten Endkundengeschäft der Fokus wohl eher auf WeltSparen bzw. international auf Raisin liegen. Raisin besitzt durch Zukauf eine eigene Bank, mit der sie in der Wertschöpfungskette das Führen der zentralen Kundenkonten an sich zogen. Zinspilot arbeitet hier bislang mit der Sutor Bank zusammen, Savedo mit der flatexDEGIRO Bank.

Der monatliche Newsticker

++ die Erste Bank verteuert den Preis ihrer einfachen, aber praktischen Kontaktlos-Varianten der Debitkarte, und zwar wird sie ab 1.1.22 je "Debitkarte Sticker" (zum Aufkleben am Handy oder anderen Gegenständen) und je "Debitkarte Micro" (Schlüsselanhänger) EUR 2,03 pro Monat (bisher EUR 0,97) erheben

++ DADAT führte beim "Gehalts-/Pensionskonto" einen monatlichen Kontopreis von EUR 3,50 ein. Im Neugeschäft gilt er seit 1.7.21; in den ersten sechs Monaten ab Kontoeröffnung verzichtet sie auf den Kontopreis, dies aber nur, sofern Gehalt oder Pension in Höhe von mindestens EUR 1.000 pro Monat eingeht. In Produktkombination mit dem Depot sorgt ein aktiver Wertpapiersparplan oder ein Depotvolumen ab EUR 10.000 zur Befreiung vom Kontopreis. Bei jungen Leuten bis einschließlich 27 Jahren blieb es bei der kostenlosen Kontoführung sofern Gehaltseingänge ab EUR 300,00 pro Monat vorliegen. Die anderen Bestandskunden erhielten im Online-Banking eine Mitteilung, dass bei ihnen der Kontopreis ab 1.9.21 wirksam wird. Die DADAT wirbt auf ihrer Produktseite weiterhin mit kostenloser Kontoführung, erst im Kleingedruckten bzw. insbesondere in der Fußnote schränkt sie ein, dass sich dies lediglich auf die ersten sechs Monate beziehen soll. Zuvor war dies die Fußnote: "Die DADAT Bank ersetzt bei monatlichen Geldeingängen von mindestens [...] die Kontoführungsgebühr (aktuell € 4,20/Monat). Angebot gilt bis auf Weiteres. Der Ersatz der Kontoführungsgebühr kann jederzeit unter Einhaltung einer Frist von zwei Monaten einseitig von der DADAT Bank widerrufen werden." Der Gehalts- oder Pensionseingang in der oben genannten Höhe ist auch dafür notwendig, in dem Kontomodell bleiben zu dürfen, ansonsten wird auf das Kontomodell mit monatlichem Grundpreis von EUR 4,20 und jährlichem Kartenpreis für die Debit-Mastercard von EUR 11,90 umgestellt

++ die BAWAG P.S.K. erhebt laut Konditionenübersicht seit 10.6.21 bei den privaten Girokonten, die nicht als Gehalts- und Pensionskonto geführt werden, ein so bezeichnetes Manipulationsentgelt von 0,05% von der größeren Umsatzseite - entweder von der Haben- oder der Sollseite. Bei "KontoBox Small" wird sie das Entgelt belasten, sofern der Umsatz der größeren Seite EUR 1.000 pro Monat übersteigt, bei "KontoBox Medium" sofern er EUR 3.000 pro Monat übersteigt und bei "KontoBox Large und XLarge" sofern er EUR 5.000 pro Monat übersteigt

++ Bank Direkt, bis vor Kurzem war "bankdirekt.at" die verwendete Schreibweise, änderte ihr Angebot für Depot-Neukunden: Im Eröffnungszeitraum 1.7.21 bis 30.9.21 beträgt das für die Depoteröffnung gutgeschriebene Startguthaben EUR 50,00 statt zuvor EUR 100,00. Das Depot wird im Rahmen des Angebots nun bis 31.12.22 kostenlos geführt, zuvor bis 30.6.22

Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld

Denzel Bank kürzt per 1.9.21 von 0,10% auf 0,05%.

Die Austrian Anadi Bank senkte per 1.7.21 von 0,15% auf 0,10%.

Die Denzel Bank nimmt bis auf Weiteres keine Neukunden bei den Einlagekonten mehr an. Sie schreibt auf ihrer Produktseite zum Tagesgeld, welches auch Voraussetzung für eine Festgeldanlage ist: "Es freut uns, wenn Sie bereits unser Kunde sind. Sollten Sie noch nicht Kunde bei uns sein, so tut es uns leid, dass wir aufgrund des großen Andrangs der letzten Monate aktuell keine neuen Konten mehr eröffnen können." Der Rückzug der ING bringt den anderen österreichischen Direktbanken vermehrt Einlagen, unter anderem haben Bank Direkt, easybank, sparendirekt.at und jetzt die Denzel Bank daraufhin ihr Neugeschäft gestoppt, weil sie in der derzeitigen Zinssituation keine Verwendung für die zusätzlichen Gelder haben.

Renault Bank direkt verringerte per 18.6.21 leicht, von 0,13% auf 0,125%. Das ist gemäß ihren neuen Produktbedingungen die niedrigstmögliche Verzinsung.

Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen

Die Amsterdam Trade Bank aus den Niederlanden senkt am 5.7.21 um 0,03 bis 0,10 Prozentpunkte, zum Beispiel bei 2 Jahren auf 0,30% (bisher 0,40%) und bei 3 Jahren auf 0,35% (bisher 0,45%).

Renault Bank direkt verringerte am 18.6.21 bei 12 Monaten auf 0,15% (vorher 0,20%), bei 2 Jahren auf 0,25% (vorher 0,40%) und bei 3 Jahren auf 0,35% (vorher 0,50%).

Die VakifBank verringerte am 7.6.21 bei 3 bis 10 Jahren auf 0,30% (vorher 0,40%).

Noch einen schönen Monat Juli wünscht

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