Newsletter: Direktbanken.News 03/2020

Willkommen zu den monatlichen News von modern-banking.at


Themenüberblick

1. Der monatliche Newsticker
2. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
3. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen


1. Der monatliche Newsticker

++ die DKB aus Berlin erhöht zum 19.4.20 das Auslandsentgelt von 1,75% auf 2,20%. Das Auslandsentgelt fällt mit dem Aktivkunde-Status bei der zum DKB-Cash ausgegebenen Visa Card weder beim Geldabheben noch beim Bezahlen an, dies gehört zu den gewährten Vorteilen. Die Änderung trifft somit insbesondere den Teil der Kunden, die den Status nicht haben, und mit ihrer Karte in Fremdwährung abheben oder bezahlen

++ DADAT senkte am 1.3.20 den monatlichen Kontopreis des Girokontos ohne Gehalts- oder Pensionseingang von EUR 4,50 auf EUR 4,20. Allerdings kennzeichnet DADAT bei den anderen beiden Kontomodellen - "Gehalts-/Pensionskonto" und "U28-Konto" - nun deren kostenlose Kontoführung als Aktion, die bis auf Weiteres gelte und mit einer Frist von zwei Monaten einseitig von der DADAT widerrufen werden könne. Die Angabe bezieht sich auf die Konten, die ab 1.3.20 eröffnet werden. Im Falle des Widerrufs komme der aktuelle monatliche Kontopreis zur Anwendung. Es ist ein ähnliches Vorgehen wie vor mehreren Monaten bei ING, die so ebenfalls Vorkehrungen für eine problemlose Preisänderung traf, und dies jetzt beim Preis der Kreditkarte auch vollzogen hat

++ ING machte die zum Girokonto erhältliche Kreditkarte mit dem Konditionenblatt vom 26.2.20 kostenpflichtig. Standardmäßig greift nun der Kartenpreis von EUR 12,00 im ersten Jahr und jeweils EUR 19,20 in den Folgejahren. Für den kostenfreien Bargeldbezug am Geldautomaten ist die Kreditkarte nicht relevant, dies ist beim Girokonto der ING im Euroraum über die Bankomatkarte umgesetzt. Aber insgesamt ist das Girokontopaket der ING so auch hierzulande nicht mehr ganz so attraktiv, in Österreich eben durch den Wegfall der kostenfrei inkludierten Kreditkarte. Um den Übergang sanfter erscheinen zu lassen, verzichtet ING bei den Girokontoeröffnungen im Zeitraum 26.2.20 bis 29.4.20 auf die EUR 12,00 Kreditkartengebühr im ersten Jahr. Wer als Bestandskunde keine Kartengebühr in Kauf nehmen möchte, kann die Karte kündigen und sich gegebenenfalls nach einer umsehen, die unabhängig von einem Girokonto ausgegebenen wird

++ die Anglo Austrian Bank, früher Meinl Bank, befindet sich seit 2.3.20 in Konkurs. Damit ist sie ein Fall für die österreichische Einlagensicherung. Einlagen hatte auf der WeltSparen-Plattform hereingenommen, mit Festgeldern. Das Volumen an besicherten Einlagen wird auf etwa 60 Millionen Euro geschätzt. Die Betroffenen werden in den nächsten Tagen direkt von der Einlagensicherung AUSTRIA Ges.m.b.H per Brief informiert. Besicherte Einlagen zahlt diese dann innerhalb von sieben Tagen aus. Als bevorzugte Gläubigerin wird sie später einen Rückforderungsanspruch im Konkursverfahren stellen. Wer das Schreiben verpasst oder nicht sofort reagiert, muss sich aber nicht sorgen, die Verjährungsfrist der Ansprüche beträgt 30 Jahre. Dem Konkursantrag war zuvor ein Tauziehen um die Banklizenz vorangegangen. Der Lizenzentzug durch die Bankenaufsicht war vorläufig ausgesetzt, weil sich die Bank vor Gericht dagegen berief. Am 7.2.20 hob das Gericht allerdings die aufschiebende Wirkung der eingelegten Rechtsmittel auf - die Anglo Austrian Bank stand neuerlich ohne Banklizenz da. Die Bankenaufsicht setzte daraufhin einen Abwickler ein, die Vorstände wurden abberufen

++ beim Brokerage der Hello bank ist iShares als ETF-Partner am 2.3.20 weggefallen. Bis dahin konnten zehn ausgewählte ETFs von iShares sowohl per Einmalanlage als auch per Sparplan ohne Orderentgelt erworben werden. Momentan besteht die Aktion nur noch mit den fünf verbliebenen ETFs von UBS

++ easybank erhöhte am 23.2.20 die Kontoführungsgebühr für das Depot-Verrechnungskonto von monatlich EUR 1,25 auf EUR 2,25. Auf Jahresbasis somit von EUR 15,00 auf EUR 27,00. Der Preis gilt für in Euro geführte Depot-Verrechnungskonten. Für in USD geführte Depot-Verrechnungskonten blieb er unverändert bei monatlich EUR 3,99. Als Depot-Verrechnungskonto kann auch ein bei der easybank geführtes Girokonto dienen. easybank hat mehrere Girokontomodelle, auch ein gebührenfrei geführtes Kontomodell, mit der Bedingung, dass Gehalt bzw. Pension ab EUR 400,00 pro Monat eingehen muss

2. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld

Addiko Bank kündigt an, am 12.3.20 von 0,40% auf 0,30% zu senken.

ING strich bei ihrem ehemaligen Erfolgsprodukt, dem "Direkt-Sparen", am 4.3.20 das Angebot für Neukunden, zuletzt mit Sonderzins von 0,25% p. a. Aber nicht nur dies: Wer kein bestehender Kunde der ING ist, kann das Direkt-Sparen gar nicht mehr einzeln eröffnen, sondern nur noch zusammen mit dem Girokonto. Oder man wird zuerst Kunde mit einem anderen Produkt der ING, und kann anschließend im Online-Banking das Direkt-Sparen eröffnen. Die derzeitige Verzinsung von 0,01% für die Guthabenteile bis EUR 100.000 gibt dazu jedoch keinen Anlass.

Kommunalkredit Invest verringerte am 19.2.20 bei Anlagebeträgen unterhalb von EUR 10.000 auf 0,05% (vorher 0,11%) und bei Anlagebeträgen ab EUR 10.000 auf nur noch 0,11% (vorher 0,31%).

DenizBank kürzte per 17.2.20 von 0,10% auf 0,05%.

3. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen

Crédit Agricole Consumer Finance aus Frankreich senkt am 9.3.20 bei 6 Monaten um 0,05 Prozentpunkte, im Bereich von 12 Monaten bis 5 Jahren um 0,10 Prozentpunkte, und bei den Laufzeiten darüber um 0,15 und 0,20 Prozentpunkte. Sie bietet dann bei 6 Monaten 0,26% (bisher 0,31%), bei 12 Monaten 0,41% (bisher 0,51%), bei 2 Jahren 0,51% (bisher 0,61%), bei 3 Jahren 0,61% (bisher 0,71%), bei 4 Jahren 0,71% (bisher 0,81%), bei 5 Jahren 0,81% (bisher 0,91%), bei 6 Jahren 0,86% (bisher 1,01%) und bei 7 Jahren 0,91% (bisher 1,11%).

Kommunalkredit Invest, die zuletzt bei fast allen Laufzeiten weit vorne lag, senkte am 19.2.20 deutlich. Bei einem Anlagebetrag ab EUR 10.000 bietet sie für 6 Monate 0,25% (vorher 0,35%), für 12 Monate 0,40% (vorher 0,70%), für 2 Jahre 0,60% (vorher 0,75%), für 3 Jahre 0,90% (vorher 1,01%), für 5 Jahre 1,01% (vorher 1,20%), für 8 Jahre 1,10% (vorher 1,40%) und für 10 Jahre 1,30% (vorher 1,60%).

DenizBank kürzte am 6.2.20 bei allen Laufzeiten um 0,05 Prozentpunkte, zum Beispiel bei 4 Jahren auf 0,55% (vorher 0,60%), bei 8 Jahren auf 0,85% (vorher 0,90%) und bei 10 Jahren auf 0,95% (vorher 1,00%).

Noch einen schönen Monat März wünscht

m o d e r n - b a n k i n g

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