Newsletter: Direktbanken.News 02/2018

Willkommen zu den monatlichen News von modern-banking.at


Themenüberblick

1. Mastercard hält Banken dazu an, die Biometrie-Lösungen anzubieten
2. Der monatliche Newsticker
3. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
4. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen


1. Mastercard hält Banken dazu an, die Biometrie-Lösungen anzubieten

Ab April nächsten Jahres sollen alle Banken, die Mastercards herausgeben, den Kunden die Möglichkeit verfügbar machen, mithilfe biometrischer Sicherheitsverfahren zu bezahlen. Das gab Mastercard am 22.1.18 öffentlich bekannt. Es geht dabei um Fingerabdruck- oder Gesichtserkennung als zusätzlicher Sicherheitsfaktor beim Online-Shopping mit Mastercard, als Ersatz für den Securecode (Passwort in Verbindung mit individuellem Begrüßungstext) oder mTANs. Mastercards werden ausschließlich über Lizenznehmer herausgegeben, nicht direkt von der Kreditkartengesellschaft. Die Banken seien durch ein entsprechendes Mandat nun beauftragt, ihren Kunden ab dem genannten Zeitpunkt die biometrischen Sicherheitsverfahren anzubieten. Der Kunde soll die Wahl haben, ob er eines dieser modernen Verfahren verwenden möchte. Laut der Kreditkartengesellschaft seien diese zugleich sicher und benutzerfreundlich, auch entsprechen sie der neuen PSD2-Regulierung zur Kundenauthentifizierung. Das Einkaufserlebnis sei besser und die Abbruchraten niedriger. Die Freigabe von Mastercard-Transaktionen mit biometrischen Daten trägt die Bezeichnung "Mastercard Identity Check Mobile". Sie läuft über eine App. Die jeweilige Bank kann diese im angepassten Design bereitstellen. Der Karteninhaber installiert sie auf seinem mobilen Gerät. Während des Checkouts im Online-Shop wird er dann eine Push-Nachricht erhalten und die Zahlung in der App freigeben können. Ein Fingerabdrucksensor ist in fast allen neuen Smartphones und Tablets verbaut, ob zum Entsperren des Geräts oder für die Bezahltransaktion, der Gebrauch ist genauso einfach. Bei der Option Gesichtserkennung knipst der Karteninhaber zur Einrichtung zunächst ein Selfie und hinterlegt es. Bei der Transaktion wird die frische Aufnahme durch ein Blinzeln mit den Augen ausgelöst. Das dient dazu, beim Abgleich mit der Vorlage zu unterscheiden, ob ein Foto vor die Kamera gehalten wird oder ob es tatsächlich die Person ist. Freilich ist der Gebrauch von biometrischen Daten für Finanztransaktionen auch nicht unumstritten, denn sie sind im Gegensatz zu Passwörtern nicht änderbar, was man sich wünschen würde, wenn es zu Datendiebstahl kommt. Und auf Datenschutz bedachte Kunden werden nicht noch mehr von sich preisgeben wollen, sich beim Online-Einkauf nicht auch noch fotografieren lassen wollen.

Mastercard erprobt seit Jahren biometrische Technologien. Der Identity Check Mobile von Mastercard ist schon seit Oktober 2016 in Europa verfügbar, aber nur ganz wenige Banken haben ihn bislang umgesetzt. Wenn es nach Mastercard geht, ist jetzt - nach kontaktlosem Zahlen und Zahlen mit Smartphone - auch für die Biometrie die Zeit gekommen. Der Internetkonzern Alibaba hat auf dem chinesischen Heimatmarkt ein ähnliches System etabliert, der Gesichtsscan wird dabei durch ein Lächeln ausgelöst.

2. Der monatliche Newsticker

++ die Austrian Anadi Bank erhöht per 1.4.18 die Kontoführungsgebühr beim Kontomodell "Online-Konto - Girokonto" auf EUR 4,81 im Monat (bisher EUR 4,70). Zudem steigen zu beiden ihrer Online-Girokonten leicht die Preise für diverse Nebenleistungen. Zum Beispiel kosten an Auszugsdruckern der Bank gezogene Kontoauszüge künftig EUR 0,40 (bisher EUR 0,39) und die Bankomatkarte für einen zweiten Kontoinhaber oder Bevollmächtigten EUR 27,95 (bisher EUR 27,32)

++ die Deposit Solutions GmbH aus Hamburg, die Betreibergesellschaft der Zinsportale Zinspilot und Savedo, informierte, dass sie sechs zusätzliche lokale Teams aufbaut. Es sind demnach Teams für Österreich, Frankreich & Benelux, Zentral- & Osteuropa, Spanien & Portugal sowie den nordischen & baltischen Ländern. In der Schweiz und in Großbritannien hat Deposit Solutions bereits solche Teams. Deposit Solutions will künftig näher an seinen Kunden sein und tiefere Einblicke in marktspezifische Besonderheiten bekommen. Die europäische Expansion soll mit diesem Ansatz beschleunigt werden. In Österreich ist Deposit Solutions bislang lediglich mit Savedo vertreten. Mittels Zinspilot und Savedo können Anleger länderübergreifend auf Tages- und Festgeldkonten anlegen. Banken bietet Deposit Solutions an, die Plattform zu nutzen, um entweder selbst Kundeneinlagen einzuwerben oder an die eigenen Kunden Einlagenprodukte anderer Banken zu vermitteln

++ ING-DiBa Austria vertreibt nun auch drei hauseigene ETF-Dachfonds: die von ING in Luxemburg aufgelegten ING Global Index Portfolios. Sie unterscheiden sich untereinander in der Mischung der einzelnen ETFs, die Aktien und Anleihen abbilden, mit einem Aktienanteil von 25%, 50% oder 75%. Die Anleger können mit einem kostenlos bei ING-DiBa Austria geführten Depot über die Dachfonds auf einfache Weise in ein weltweit gestreutes ETF-Portfolio investieren, ohne dass sie sich selbst um die Zusammensetzung kümmern müssen. Die Auswahl und in welche Region investiert wird, ist jederzeit einsehbar. Beim Erwerb, möglich ab EUR 1.000 oder als Sparplan ab EUR 30,00, fällt dauerhaft kein Ausgabeaufschlag an. Die Kostenquote TER, die die laufenden Kosten beziffert, beträgt bei den ING Global Index Portfolios zurzeit 1,35%. Zusätzlich haben natürlich aber auch die einzelnen enthaltenen Fonds intern laufende Kosten. Das Depot bei ING-DiBa Austria hat ein ansonsten auf 120 gemanagte Fonds beschränktes Produktangebot

3. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld

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4. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen

(Auswahl an relevanten Änderungen)

Die Generali Bank bietet lediglich noch eine 12-monatige Laufzeit bei den Festzinsanlagen an, ihr Angebot der 2-jährigen Laufzeit strich sie am 1.2.18. Der Zins war hier zuletzt 0,15%.

bankdirekt.at erhöhte am 23.1.18 bei 12 Monaten auf 0,50% (vorher 0,30%) und bei 2 Jahren auf 0,60% (vorher 0,40%).

VakifBank erhöhte am 18.1.18 bei 6 Monaten auf 0,50% (vorher 0,35%), bei 9 Monaten auf 0,60% (vorher 0,40%), bei 12 Monaten auf 0,75% (vorher 0,45%), bei 2 Jahren auf 0,95% (vorher 0,70%) und bei 3 Jahren auf 1,20% (vorher 1,10%).

FirstSave €uro aus Großbritannien senkte am 17.1.18 bei 12 Monaten auf 0,55% (vorher 0,85%) und bei 2 Jahren auf 0,70% (vorher 1,00%).

Die Denzel Bank erhöhte am 11.1.18 für einen befristeten Zeitraum um 0,10 bis 0,20 Prozentpunkte. Für 6 Monate bietet sie 0,65% (vorher 0,55%), für 12 Monate 0,85% (vorher 0,65%), für 2 Jahre 1,00% (vorher 0,80%), für 3 Jahre 1,10% (vorher 0,90%), für 4 Jahre 1,20% (vorher 1,00%) und für 5 Jahre 1,30% (vorher 1,10%). Am 10.2.18 will sie wieder auf die vorangegangenen niedrigeren Sätze gehen.

Noch einen schönen Monat Februar wünscht

m o d e r n - b a n k i n g

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