Festgeld-Vergleich Österreich: Seitenhilfe

Diese Seitenhilfe erklärt den Festgeld-Vergleich für Österreich Schritt für Schritt: die Bedienung, die weiteren Filter samt Europakarte und jedes einzelne Vergleichskriterium. Festgeld wird je nach Anbieter auch Termingeld oder Sparbrief genannt — der Vergleich führt alle diese Festzinsanlagen unabhängig von ihrer Bezeichnung. Alle Demos und Beispielwerte auf dieser Seite stammen von fiktiven Musterbanken.

Der Vergleich in 60 Sekunden

Die wichtigsten Bedienelemente des Vergleichs, hier zum Ausprobieren. Jedes Element arbeitet wie im echten Vergleich, gefüllt mit fiktiven Musterbanken. Stellen Sie ein, worauf es Ihnen ankommt — vor allem Laufzeit und Betrag — und sehen Sie unmittelbar, wie sich das Ergebnis ändert.

Laufzeit wählen

Über die Laufzeit-Pills legen Sie fest, für welchen Zeitraum Sie sich binden. Festzinsanlagen werden üblicherweise zwischen einem Monat und zehn Jahren angeboten; im Vergleich stehen 3, 6, 9, 12 und 18 Monate sowie 2 bis 10 Jahre zur Wahl, teilweise lassen sich kürzere Zeiträume auch taggenau vereinbaren. Die Laufzeit ist die zweite entscheidende Stellschraube neben dem Betrag: Für eine längere Bindung gibt es meist höhere Zinsen, und mit der Laufzeit ändern sich sogar die Vergleichskriterien — bei mehrjährigen Anlagen erscheint zusätzlich die Zeile zur Kapitalisierung der jährlichen Zinsen. Im Beispiel ändert ein Klick die Beispielzinsen zweier Musterbanken.

  1. #01Alpenbank2,45 %
  2. #02Donau Direkt2,35 %
Auszahlung oder Kapitalisierung der jährlichen Zinsenerscheint im Vergleich

Anlagebetrag wählen

Über die Betrags-Pills stellen Sie ein, wie viel Sie anlegen möchten: bis EUR 4.999, EUR 5.000 bis EUR 9.999 oder ab EUR 10.000. Das ist entscheidend, denn viele Banken arbeiten mit Zinsstaffeln, bei denen unterschiedlich hohe Beträge verschieden verzinst werden. Der beste Anbieter hängt damit von Ihrem Betrag ab: Im Beispiel tauschen zwei Musterbanken je nach gewähltem Betrag die Plätze.

  1. #01Alpenbank2,45 %
  2. #02Donau Direkt2,35 %

Auslandsanlagen berücksichtigen

Der Schalter „Auslandsanlagen berücksichtigen" blendet Angebote von Instituten aus dem übrigen Euroraum ein, gekennzeichnet mit einem Auslands-Badge samt Länderflagge. Zugleich erscheint das Zusatzkriterium Quellensteuerabzug, das nur bei einer Anlage im Ausland eine Rolle spielt, und die Zahl der angezeigten Angebote steigt.

Laufzeit: 12 Monate · ab EUR 10.000 (fest)
  1. #01Alpenbank2,45 %
  2. #02Donau Direkt2,35 %
  3. #03Banque Modèle Auslandsanlage2,55 %
Quellensteuerabzug bei Auslandsanlagenerscheint im Vergleich

Durch die Anbieter blättern

Der Vergleich zeigt je nach Bildschirmbreite mehrere Anbieter nebeneinander, am Desktop fünf, auf dem Smartphone drei. Eine Skala mit Fortschrittsbalken und Pfeilen oberhalb der Tabelle sagt Ihnen, welchen Ausschnitt Sie gerade sehen; über die Pfeile oder durch Ziehen des Reglers verschieben Sie dieses Fenster und blättern so durch alle Angebote. Auf dem Smartphone wischen Sie stattdessen seitlich durch die Spalten.

Anbieter 15 von 14

Ergebnis sortieren

Zwei Sortier-Buttons ändern die Reihenfolge: nach Anbietername (A–Z oder Z–A) und nach dem Zinssatz, auf- oder absteigend. Standardmäßig steht der höchste Zinssatz oben. So stellen Sie die Angebote nach dem Kriterium zusammen, das für Sie zählt.

  1. #01Pannonia Bank2,60 %
  2. #02Alpenbank2,45 %
  3. #03Donau Direkt2,35 %

Weitere Filter öffnen

Ganz rechts in der Einstellungsleiste über dem Vergleich sitzt der Button mit dem Schieberegler-Symbol. Ein Klick öffnet den Bereich mit den weiteren Filtern — von der Länderauswahl über die Europakarte bis zu den einzelnen Kontomerkmalen. Diese Filter erklärt der nächste Abschnitt.

Hoher Kontrast (Hell-Modus)

Über den Umschalter mit dem Halbkreis-Symbol oben rechts wechseln Sie zwischen der dunklen Standard-Darstellung und einem hellen Modus mit hohem Kontrast — im Vergleich ebenso wie auf dieser Seitenhilfe. Die Wahl bleibt für Ihren Besuch gespeichert, bis Sie erneut umschalten.

Alle Demos nutzen fiktive Musterbanken und Beispielzinsen.

weitere Filter

Mit den weiteren Filtern grenzen Sie den Vergleich auf die für Sie passenden Angebote ein. Sie öffnen den Filterbereich über den Button mit dem Schieberegler-Symbol am rechten Ende der Einstellungsleiste, direkt über dem Vergleich. Die Europakarte steuert die Länderauswahl, weitere Filter betreffen den Zugangsweg, das Identifikationsverfahren und einzelne Kontomerkmale.

Zugangsweg

Grenzen Sie ein, ob Sie direkt bei der Bank abschließen (Direktanlage) oder den Weg über die Zinsplattform Raisin wählen; im österreichischen Festgeld-Vergleich sind das die beiden möglichen Zugangswege. Was die beiden Wege für Vertrag, Verrechnungskonto und Einlagensicherung bedeuten, erläutert ausführlich das Kriterium Zugangsweg.

Länderauswahl mit Europakarte

Über die Europakarte wählen Sie, aus welchen Ländern Angebote erscheinen sollen — per Klick auf ein Land oder über die Schnellauswahl-Presets „nur Österreich", „konservative Länderauswahl", „ohne Quellensteuerabfuhr" und „alle Länder". Zwei Spalten trennen dabei den Sitz des Produktanbieters vom Sitz der Einlagensicherung. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil beide auseinanderfallen können: Bei einem Angebot über eine Plattform sitzt die Bank im einen Land, während die Sicherung dem Recht eines anderen folgt. Das Länderset umfasst heute Österreich, Deutschland, Estland, Frankreich und Schweden.

Demo: Länder zum Ausprobieren anklickbar (Beispiel).

Identifikationsverfahren

Filtern Sie nach dem bevorzugten Weg der Identitätsprüfung: PostIdent in einer Postfiliale oder VideoIdent per Videotelefonat. So sehen Sie nur Konten, die Ihr Wunschverfahren anbieten. Wie die beiden Verfahren im Einzelnen ablaufen, erläutert das Kriterium PostIdent/VideoIdent.

Ergebnisse eingrenzen

Vier Kontrollkästchen beschränken das Ergebnis auf Konten, die das jeweilige Kriterium erfüllen: „nur Konten, die als Gemeinschaftskonto möglich sind", „nur Konten, die für Minderjährige erhältlich sind", „nur Konten mit automatischer KESt-Abfuhr" und „nur Konten ohne Quellensteuerabzug". Ein aktiv gesetzter Filter zeigt nur noch Angebote, die die Bedingung tatsächlich erfüllen.

Die Vergleichskriterien im Detail

Jede Zeile des Vergleichs wird hier erklärt. Links stehen die Beispielwerte der fiktiven Musterbank Austria in der gewohnten Tabellen-Optik, rechts die Erläuterung; die Reihenfolge entspricht exakt dem Vergleich. Beim Vergleich lohnt der Blick auf mehrere Punkte zugleich: die je nach Angebot unterschiedlichen Mindest- und Höchstanlagesummen, die Frage, ob die Zinsen ausgezahlt oder mitverzinst werden, bei mehrjährigen Laufzeiten der Zinseszinseffekt, vor allem aber eine ausreichende Einlagensicherung und die Regelung zum Laufzeitende, damit sich die Anlage nicht ungewollt verlängert.

Kopfbereich

Anbieter

Ein Klick auf die Anbietergrafik ruft die vollständige Anbieterinformation auf: Anschrift, Kontaktdaten, Gruppen- oder Gesellschafterstruktur und vor allem die Angaben zur Einlagensicherung. Unter dem Logo steht der Produktname, also die Bezeichnung, die der Anbieter für seine Festzinsanlage verwendet, ohne den Banknamen als Zusatz. Das kleine Info-Symbol zeigt den vollständigen Anbieter- und Produktnamen an, falls die Anzeige gekürzt ist. Links davon steht die Ranking-Position des Angebots.

Musterbank Austria · Musterbank Festgeld

Vollständiger Anbieter- und Produktname: Musterbank Austria AG — Musterbank Festgeld Online.

Inlandsanlage/Auslandsanlage

Das Badge zeigt auf einen Blick, ob ein Konto als Inlands- oder als Auslandsanlage gilt. Maßgeblich ist der Sitz des Instituts: Bietet eine Bank mit Sitz oder Niederlassung in Österreich die Festzinsanlage an, ist es eine Inlandsanlage; führt ein Institut aus einem anderen EU-Land das Konto, eine Auslandsanlage. Die Unterscheidung ist wichtig, weil bei einer Auslandsanlage die Einlagensicherung des Sitzlandes greift und je nach Land ein Quellensteuerabzug anfallen kann. Über den Schalter „Auslandsanlagen berücksichtigen" blenden Sie diese Angebote und die dafür relevanten Zusatzkriterien gezielt ein. Die Länderflagge kennzeichnet das Sitzland.

Inlandsanlage Auslandsanlage

Zinssatz p. a.

Der Zinssatz per anno ist das zentrale Vergleichs- und Sortierkriterium; standardmäßig steht der höchste Satz oben. Angegeben ist der Zins, der für die gewählte Laufzeit und Betragsstufe gilt — ändern Sie Laufzeit oder Betrag, kann sich der Satz verschieben. Bei einer Zinsstaffel innerhalb der gewählten Betragsstufe ist der höhere Zins für die Sortierung maßgeblich. Lesen Sie den Zins jedoch nicht isoliert: Gerade bei mehrjährigen Laufzeiten täuscht ein hoher Nominalzins, wenn die Zinsen erst am Ende und ohne Zinseszins gutgeschrieben werden. Wie die Zinsen ausgeschüttet und mitverzinst werden, zeigen die Kriterien der Gruppe Ausschüttung/Auszahlung.

Laufzeit
Betragsstufe
2,50 % p. a.Musterbank Austria · Beispielwerte

Merkmale

Zugangsweg

Der Zugangsweg zeigt, wie Sie die Festzinsanlage abschließen und führen. Bei der Direktanlage werden Sie unmittelbar Kunde der anbietenden Bank: Vertrag, Online-Banking und Einlagensicherung liegen bei diesem Institut. Als Verrechnungskonto, über das die Zinsen und am Laufzeitende der Anlagebetrag laufen, geben Sie meist Ihr bestehendes Girokonto an; einzelne Anbieter setzen jedoch ein hauseigenes, oft gebührenfreies Verrechnungskonto voraus. Bei der Zinsplattform Raisin (WeltSparen) eröffnen Sie ein einziges Plattform-Konto und erreichen über einen Login die Angebote mehrerer Partnerbanken; die Ein- und Auszahlung läuft über das Raisin-Verrechnungskonto. Das Festgeld selbst liegt bei der jeweiligen Partnerbank, und deren Sicherungseinrichtung schützt Ihre Einlagen, nicht die Plattform. Die Länderauswahl steuern Sie über die Europakarte im Filterbereich.

Sitz des Produktanbieters

Hier steht das Land, in dem das anbietende Institut seinen Sitz hat. Der Sitz entscheidet mit darüber, welche Aufsicht das Institut beaufsichtigt und — bei reinen Auslandsanbietern ohne österreichische Niederlassung — welche nationale Einlagensicherung zuständig ist. Über die Europakarte im Filterbereich grenzen Sie die Auswahl gezielt auf bestimmte Sitzländer ein. Achten Sie darauf, dass der Sitz des Anbieters und der Sitz der Einlagensicherung auseinanderfallen können, gerade bei Angeboten über Zinsplattformen.

Sitz der Einlagensicherung

Dieses Kriterium nennt das Land, dessen Einlagensicherung im Ernstfall für Ihr Guthaben einsteht. Es ist bewusst getrennt vom Sitz des Anbieters aufgeführt, denn beide können auseinanderfallen: Bei einer Festzinsanlage über eine Zinsplattform sitzt die Partnerbank womöglich im einen Land, während die zuständige Sicherungseinrichtung dem Recht eines anderen folgt. Für die Sicherheit Ihrer Anlage ist entscheidend, wer tatsächlich Sicherungsgeber ist und in welcher Währung abgesichert wird. Liegt die Sicherung außerhalb des Euroraums, sollten Sie einen Wechselkurspuffer einplanen. Über die Europakarte im Filterbereich filtern Sie gezielt nach dem Sitz der Einlagensicherung.

Einlagensicherung durch

Angegeben ist, welche in- oder ausländische Einlagensicherung die Kundeneinlagen absichert; eine zusätzliche freiwillige Absicherung wird ebenfalls genannt. Ausführliche Angaben, auch zur Höhe, finden Sie in der Anbieterinformation.

In Österreich muss jede Bank, die gesicherte Einlagen entgegennimmt, einer gesetzlichen Einlagensicherung angehören. Seit 2019 sichert für die meisten Institute die Einlagensicherung AUSTRIA (ESA) die Einlagen ab; nur der Sparkassensektor betreibt mit der Sparkassen-Haftungs GmbH eine eigene Einrichtung. Gesetzlich geschützt sind EUR 100.000 pro Kunde und Institut, unter bestimmten Voraussetzungen — etwa aus dem Verkauf einer privat genutzten Wohnimmobilie oder im Zusammenhang mit Heirat, Ruhestand oder Erbfall — zeitlich begrenzt bis EUR 500.000. Gesetzliche Sicherung bedeutet nicht, dass der Staat garantiert; es haftet die jeweilige Einrichtung, notfalls durch Nachschuss der Mitgliedsinstitute. Daneben bestehende freiwillige Haftungsverbünde, etwa bei Raiffeisen, Volksbanken und Sparkassen, sind rechtlich nicht verbindlich.

Bei Instituten aus einem anderen EU-Land greift die Sicherung des Sitzlandes; EU-weit gelten EUR 100.000. Bei einer Sicherung in Fremdwährung, etwa der schwedischen Einrichtung, kann der Gegenwert durch Wechselkurse schwanken; planen Sie dann einen Puffer ein. Welcher Sicherungseinrichtung ein Institut angehört, steht im Preisverzeichnis oder in den AGB; Neukunden werden bei Kontoeröffnung, Bestandskunden jährlich informiert. Begrenzen Sie Ihre Anlage möglichst auf den gesetzlich gesicherten Betrag.

EUR 100.000 gesetzlich gesichert

Mindestanlage

Die Mindestanlage ist der Betrag, der für eine Festzinsanlage mindestens angelegt werden muss. In der Regel ist eine solche Mindestsumme vorgesehen; sie liegt meist zwischen EUR 500 und EUR 10.000. Gerade bei kleineren Anlagebeträgen entscheidet die Mindestanlage damit, ob ein Angebot überhaupt infrage kommt.

Höchstanlage

Die Höchstanlage begrenzt den Betrag, der zu den angegebenen Konditionen angelegt werden kann. Meist gibt es keine Obergrenze; nur in Ausnahmefällen ist ein Höchstbetrag vorgegeben, etwa wenn der Anbieter ein begrenztes Aktionsangebot macht. Bei hohen Anlagebeträgen lohnt deshalb der Blick auf diese Zeile, bevor Sie den Antrag stellen.

Ausschüttung/Auszahlung

Zeitpunkt der steuerlichen Zinsausschüttung bei Laufzeit bis 12 Monate / ab 18 Monate

Dieser Punkt gibt an, wann die Zinsen steuerlich als zugeflossen gelten — also wann Sie sie gegebenenfalls versteuern müssen. Der Zeitpunkt hängt von der Laufzeit ab, deshalb wechselt das Label mit Ihrer Laufzeit-Wahl: Bei Laufzeiten bis 12 Monate werden die Zinsen überwiegend erst am Laufzeitende ausgeschüttet, bei längeren Laufzeiten meist jährlich — nach jedem Laufzeitjahr oder zum Ende des Kalenderjahres — und abschließend zum Laufzeitende. Wird bei mehrjährigen Laufzeiten ausschließlich am Ende ausgeschüttet, kommt es darauf an, ob dabei ein Zinseszinseffekt eingerechnet wird; fehlt er, schmälert das die Rendite und der hohe Nominalzins täuscht. Seltene abgezinste Sparbriefe erwirbt man zu einem reduzierten Preis und erhält am Ende den Nennwert; bei der aufgezinsten Variante legt man zum Nennwert an und bekommt ihn samt Zinsen zurück.

Label folgt der gewählten Laufzeit

Auszahlung oder Kapitalisierung der jährlichen Zinsen

nur bei mehrjährigen Laufzeiten

Diese Zeile erscheint im Vergleich nur bei mehrjährigen Laufzeiten (ab zwei Jahren). Sie gibt an, ob die jährlichen Zinsen auf das Verrechnungskonto ausgezahlt oder auf dem Anlagekonto kapitalisiert werden. Bei der Kapitalisierung werden die Zinsen dem Anlagebetrag gutgeschrieben, der dadurch wächst und im Folgejahr mitverzinst wird — das ist der Zinseszinseffekt: Auf einen bereits gutgeschriebenen Zinsbetrag erhalten Sie erneut Zinsen. Ein Beispiel: Legen Sie EUR 10.000 zu 3,00 % mit jährlicher Zinsgutschrift an, erhalten Sie im ersten Jahr EUR 300 Zinsen; der Saldo steigt auf EUR 10.300. Im zweiten Jahr fallen dadurch bereits EUR 309 Zinsen an. Werden die Zinsen dagegen jährlich ausgezahlt, steht der Betrag für eine andere verzinsliche Anlage zur Verfügung.

Kapitalisierung EUR 10.000 zu 3,00 %: Jahr 1 EUR 300 gutgeschrieben, Saldo EUR 10.300; Jahr 2 EUR 309, Saldo EUR 10.609.

Quellensteuerabzug bei Auslandsanlagen

nur bei Auslandsanlagen (Ausland-Filter)

Bei einer Auslandsanlage kann das Sitzland des Instituts eine Quellensteuer auf die Zinserträge einbehalten. Manche Länder führen sie direkt an ihren Fiskus ab, sodass Ihnen der Zins bereits gekürzt gutgeschrieben wird. Ob und in welcher Höhe das geschieht, hängt vom jeweiligen Land und vom Doppelbesteuerungsabkommen mit Österreich ab. Zu viel einbehaltene Quellensteuer können Sie sich in der Regel bis zu dem im Abkommen vorgesehenen Satz erstatten lassen oder auf die österreichische Steuer anrechnen — das erfordert allerdings einen Antrag beim ausländischen Fiskus und etwas Aufwand. Über den Filter „nur Konten ohne Quellensteuerabzug" und das Preset „ohne Quellensteuerabfuhr" auf der Europakarte blenden Sie Angebote mit Abzug aus. Dieses Kriterium erscheint im Vergleich, sobald Sie Auslandsanlagen einblenden.

Aufwand für Besteuerung in Österreich

Zinserträge unterliegen in Österreich der Kapitalertragsteuer (KESt) von pauschal 25 %, und zwar ab dem ersten Cent. Entscheidend für Ihren Aufwand ist, wer sie abführt. Inländische Institute behalten die KESt automatisch ein und überweisen sie ans Finanzamt; damit ist der Ertrag abschließend besteuert (Abgeltung) und muss nicht in die Steuererklärung. Optional können Sie die Zinserträge zum halben Durchschnittssteuersatz veranlagen, falls das für Sie günstiger ist. Bei einer Auslandsanlage zieht die ausländische Bank keine österreichische KESt ab; die Erträge müssen Sie dann selbst in der Steuererklärung angeben. Der Filter „nur Konten mit automatischer KESt-Abfuhr" zeigt gezielt die bequeme Variante.

Auszahlung oder Wiederanlage zum Laufzeitende, wenn keine Weisung erfolgt

Diese Zeile zeigt, wie die Bank verfährt, wenn Sie zum Laufzeitende keine Weisung erteilen. Am Laufzeitende wird der Anlagebetrag samt Zinsen entweder auf das Verrechnungskonto zurücküberwiesen oder erneut angelegt. Bei vielen Anbietern verlängert sich die Festzinsanlage automatisch um dieselbe Laufzeit zu den dann geltenden Konditionen, sofern Sie nicht rechtzeitig widersprechen; andere überweisen den Betrag auf das festgelegte Konto, und manche lassen die Einlage zu sehr geringen oder gar keinen Zinsen einfach stehen. Können Sie bereits im Antrag „Auszahlung" festlegen, weisen wir das hier aus.

Eine gesonderte Kündigung ist nur nötig, wenn eine automatische Verlängerung vereinbart ist. Um ihr zu widersprechen, genügt ein formloses Schreiben, das alle Kontoinhaber unterschreiben. Unsere Empfehlung: Wählen Sie — auch wenn Sie das Geld wieder anlegen möchten — die Auszahlung zum Laufzeitende und vergleichen Sie dann die Angebote aller Anbieter neu, statt sich ungeprüft zu den nächsten Konditionen verlängern zu lassen.

Kontoeröffnung

Gemeinschaftskonto

Ob sich die Festzinsanlage als Gemeinschaftskonto führen lässt, sehen Sie hier. Mögliche Angaben sind „ja", „nur für Eheleute", „nur über die Filiale" oder ein Strich, wenn es nicht angeboten wird. Online lässt sich ein zweiter Kontoinhaber meist per Häkchen im Antrag ergänzen; andernfalls stellen die Anbieter gesonderte Unterlagen bereit. Üblich sind ODER-Konten mit Einzelverfügung: Jeder Inhaber darf allein über das Guthaben verfügen, vertragliche Änderungen jedoch nur gemeinsam. Für die Einlagensicherung zählt jeder Kontoinhaber gesondert: Führen etwa zwei Personen gemeinsam ein Konto bei einem österreichischen Institut, verdoppelt sich die gesetzliche Deckung auf zusammen EUR 200.000. Gerade junge Anbieter verzichten anfangs häufig auf Gemeinschaftskonten.

Minderjährige

Viele Direktbanken bieten ihre Festzinsanlagen auch für Minderjährige an; hier sehen Sie, ob das beim jeweiligen Konto möglich ist. Die Verfügungsberechtigung liegt dabei beim gesetzlichen Vertreter. Die Eröffnungsunterlagen, mit denen Unterschrift und Legitimation der Erziehungsberechtigten eingeholt werden, finden Sie auf der Internetseite des Anbieters oder erhalten sie über den Support.

PostIdent/VideoIdent

Banken müssen die Identität neuer Kunden gesetzlich prüfen. Dieses Kriterium zeigt, welche Verfahren ein Institut bei der Eröffnung anbietet; meist haben Sie die Wahl zwischen PostIdent und VideoIdent.

Beim PostIdent legen Sie in einer Filiale der Österreichischen Post den Coupon aus den Eröffnungsunterlagen, ein gültiges Ausweisdokument und den unterschriebenen Antrag vor. Ein Postmitarbeiter erfasst die Ausweisdaten und leitet die Bestätigung an die Bank weiter. Das Verfahren ist kostenfrei, erfordert aber den Gang zur Post während der Öffnungszeiten.

VideoIdent läuft ortsunabhängig per Videotelefonat über Smartphone, Tablet oder PC mit Webcam. Ein geschulter Mitarbeiter prüft Ihr Ausweisdokument, das Sie zur Sichtbarmachung der Sicherheitsmerkmale kippen, fertigt Fotos an und gleicht Ihr Gesicht mit dem Ausweisfoto ab. Zum Abschluss geben Sie eine per SMS oder E-Mail zugesandte TAN ein. Der Vorgang dauert meist fünf bis zehn Minuten und ist häufig papierlos.

Praxis-Tipp zur Einzahlung: Bei hohen Anlagebeträgen kann das Online-Überweisungslimit Ihres Girokontos im Weg stehen, wenn die Anlagebank die Überweisung in einer Summe verlangt. Prüfen Sie das Limit vorab — bei manchen Instituten lässt es sich online anheben, bei anderen nur schriftlich.

PostIdent
Postfiliale Bestätigung an Bank
VideoIdent
Videocall TAN-Eingabe

Neukundenaktion

Bei Festzinsanlagen sind Neukundenaktionen selten. Gibt es dennoch eine Aktion zum jeweiligen Angebot, steht an dieser Stelle ein Symbol; ein Klick darauf öffnet die von uns aufbereiteten Informationen zur Aktion. Wer als Neukunde gilt, ist je nach Bank unterschiedlich definiert — mitunter genügt es schon, einige Monate keine Kontoverbindung zur Bank gehabt zu haben, um wieder in den Genuss der Vorteile zu kommen.

Zum Anbieter

zum Anbieter

Der Button führt Sie direkt zum Anbieter: Die Website öffnet sich in einem neuen Browserfenster, sodass der Vergleich geöffnet bleibt.

Ranking und Aktualität

So entsteht die Reihenfolge im Vergleich, so aktuell sind die Daten, und das steckt hinter der Auswahl der berücksichtigten Anbieter.

Standardmäßig sortiert der Vergleich nach dem Zinssatz: Das Angebot mit dem höchsten Zins für die gewählte Laufzeit und Betragsstufe steht oben, gekennzeichnet mit der Ranking-Position. Gleichauf liegende Konten teilen sich eine Position, die Rangnummer bleibt dann leer. Über die Sortier-Buttons ändern Sie die Reihenfolge, etwa nach Anbietername.

Unterhalb der Vergleichsübersicht nennen wir Datum und Uhrzeit des letzten Aktualisierungslaufs; er bezieht sich auf den gesamten Festzinsanlagevergleich, bei dem wir die Konditionen automatisiert auf Änderungen prüfen. Welche Rankingkriterien wir ansetzen und welche Anbieter berücksichtigt werden, können Sie im Detail nachlesen.

Grundlage ist die Ausrichtung auf Direktbanken und Online-Broker sowie auf Institute, die ihre Produkte bundesweit über das Internet anbieten und den Abschluss per PostIdent oder VideoIdent ermöglichen; ebenso einbezogen sind Festgeld-Angebote über die Zinsplattform Raisin. Ist ein Anbieter nicht aufgeführt, erfüllt er diese Kriterien meist nicht. Neben Instituten mit Sitz oder Niederlassung in Österreich umfasst der Vergleich auch Anbieter aus dem übrigen Euroraum; diese blenden Sie über den Schalter „Auslandsanlagen" ein (mehr dazu beim Kriterium Inlands-/Auslandsanlage).

zuletzt aktualisiert am 13.7.26 um 20:55 Uhr

Häufige Fragen

Fragen, die kein einzelnes Vergleichskriterium betreffen: rund um die Grundlagen, die Kosten und den Alltag sowie die Strategie bei der Festzinsanlage.

Grundlagen

Was fällt alles unter den Begriff Festzinsanlage?

Für die Festzinsanlage werden auch Begriffe wie Festgeld, Termingeld oder Sparbrief verwendet. „Festgeld" oder „Termingeld" meint meist Festzinsvereinbarungen für Zeiträume bis 12 Monate, mehrjährige Laufzeiten werden eher als „Sparbrief" bezeichnet. Unser Vergleich enthält alle Festzinsanlage-Konditionen, unabhängig davon, wie das Produkt beim jeweiligen Anbieter heißt.

Wann bietet sich eine Festzinsanlage an?

Eine Festzinsanlage bietet sich an, wenn Sie neben einer jederzeit verfügbaren Barreserve Geld haben, das Sie für einen überschaubaren Zeitraum nicht benötigen und fest verzinst anlegen möchten.

Welche Vorteile hat eine Festzinsanlage?

Hauptargument ist der feste Zins, der für die gesamte Anlagedauer garantiert ist: Sie wissen von Beginn an, mit welchem Ertrag Sie rechnen können. Es gibt keine Kursschwankungen und in der Regel keine Gebühren. Im Gegenzug ist das Geld für die vereinbarte Laufzeit gebunden.

Kosten & Alltag

Welche Kosten verursacht eine Festzinsanlage?

Festgeldkonten werden in aller Regel kostenlos geführt. In seltenen Fällen ist die Eröffnung an ein Tagesgeld- oder Girokonto bei derselben Bank gebunden, das gebührenpflichtig sein kann, oder es entstehen Kosten durch den Versand papierhafter Kontoauszüge.

Erhält man Kontoauszüge für Festzinsanlagen?

Meist erhalten Sie einen kostenlosen Kontoauszug zum Zeitpunkt der Zinszahlung, zunehmend über ein Online-Postfach.

Was ist bei der Überweisung von hohen Anlagebeträgen zu beachten?

Bei hohen Beträgen kann das Online-Überweisungslimit Ihres Girokontos im Weg stehen, wenn die Anlagebank die Überweisung in einer Summe verlangt. Das Limit lässt sich bei manchen Instituten online anheben, bei anderen nur schriftlich. Mehr dazu beim Kriterium PostIdent/VideoIdent.

Können Produktdaten einzelner Zinsangebote ausgedruckt werden?

Ja. Rufen Sie die gewünschten Produktdaten im 1-zu-1-Vergleich auf. Über das Druckersymbol unterhalb der Daten wechseln Sie in ein für den Druck optimiertes Format ohne grafische Elemente und drucken es über die Druckfunktion Ihres Browsers aus.

Strategie & Warnungen

Komme ich im Notfall an den Anlagebetrag heran?

Die meisten Festzinsanlagen sehen keine vorzeitige Verfügung vor; möglich ist nur die Kündigung aus wichtigem Grund, etwa im Todesfall des Kontoinhabers. In anderen Fällen wie plötzlicher Arbeitslosigkeit oder Pflegebedürftigkeit sind Sie eher auf Kulanz angewiesen, meist mit einem Zinsabschlag. Vereinzelt bieten einzelne Anbieter Festzinsanlagen mit einer Verfügungsmöglichkeit zu einem Rückfallzins an; dieser bereits bei Vertragsabschluss vereinbarte Zins ist jedoch meist sehr gering, und oft muss die Anlage komplett aufgelöst werden.

Was ist von Zinsangeboten in Kombination mit Investmentfonds zu halten?

Solche Kombiangebote — ein besonders hoher Zins, wenn Sie zugleich in Investmentfonds investieren — rechnen sich gegenüber einer getrennten Entscheidung selten. Der hohe Zins gilt nur befristet, die Fondsanlage ist dagegen langfristig und mit Kosten und Risiken verbunden. Meist stehen nur wenige Fonds zur Wahl, und in der Regel fällt der volle Ausgabeaufschlag an, bei Aktienfonds um die 5 %. Dieselben Fonds erhalten Sie über Fondsvermittler oder die Börse meist deutlich günstiger. Trennen Sie Zins- und Fondsanlage besser.