Newsletter: Direktbanken.News 08/2011

Willkommen zu den monatlichen News von modern-banking.at


Themenüberblick
1. Amsterdam Trade Bank offen für österreichische Kunden
2. Direkt-Anlage Österreich belohnt Depotübertrag mit Festzins
3. Direktbanken weiterhin im Trend
4. Der monatliche Newsticker
5. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
6. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen




1. Amsterdam Trade Bank offen für österreichische Kunden
Die Amsterdam Trade Bank, ein Unternehmen der russischen Alfa Bank, bietet ihre Zinsanlagen seit 21.7.11 auch österreichischen Kunden an. Hierzu wurde eine Internetseite unter atbank.at eingerichtet. Der Internetauftritt für den österreichischen Markt unterscheidet sich nur an wenigen Textstellen von dem für den deutschen Markt, wo die Amsterdam Trade Bank seit Oktober 2006 vertreten ist. Beide Märkte bedient sie vom Standort in Amsterdam. Daher gelten für die Verträge das niederländische Recht und die niederländische Einlagensicherung. Die Zinserträge sind in der jährlichen Einkommensteuererklärung anzugeben und auf diesem Weg nachträglich zu versteuern, was für den Kunden einen deutlichen Mehraufwand bedeutet. Für Online-Tagesgeld bietet die Amsterdam Trade Bank derzeit 1,75% bei jährlicher Zinsgutschrift. Einzahlungen per Überweisung sind nur über ein in Österreich geführtes Referenzkonto möglich, bei einem Gemeinschaftskonto muss das Referenzkonto unter beiden Namen geführt werden. Für Festzinsanlagen gelten folgende Sätze: 6 Monate - 1,75%, 9 Monate - 1,75%, 12 Monate - 2,50%, 2 Jahre - 2,75%, 3 Jahre - 3,10%, 4 Jahre - 3,25% und 5 Jahre - 3,50%. Eine Besonderheit liegt darin, dass die Zinsen der Anlage monatlich auf das Tagesgeldkonto bei der Amsterdam Trade Bank, das zuvor zu eröffnen ist, ausbezahlt werden. Zum Laufzeitende wird auch der angelegte Betrag automatisch auf das Tagesgeldkonto übertragen. Die Mindestanlage lautet auf EUR 5.000. In Deutschland liegen die Zinssätze der Bank gegenwärtig niedriger - bei Tagesgeld beträgt der Unterschied 0,25% und bei den Festzinsanlagen bis zu 0,50%. Vor der Finanzkrise positionierte sich die Amsterdam Trade Bank als zinsstarker Anbieter, dann fuhr sie das Einlagengeschäft aufgrund günstigerer Refinanzierungsmöglichkeiten zügig zurück, über den Zeitraum von November 2009 bis Juli 2011 lag ihr Tagesgeldzins gerade einmal bei 1,25% und nun scheinen Kundeneinlagen wieder erwünscht. Die Identifikation erfolgt nicht per PostIdent-Verfahren, sondern gemäß der sogenannten "abgeleiteten Identifikation" nach niederländischem Recht. Das bedeutet, dass die Identität anhand von einzureichenden Kopien von Personalausweis und aktuellem Kontoauszug des Referenzkontos sowie durch eine Aktivierungsüberweisung geprüft wird.

2. Direkt-Anlage Österreich belohnt Depotübertrag mit Festzins
Bei einem Depotübertrag ab EUR 5.000 zur Direkt-Anlage Österreich können Kunden mit einem bestehenden oder neu eröffneten Depot vom "Bonus-Zinskonto" profitieren. Das Bonus-Zinskonto ist eine Festzinsanlage mit einer Laufzeit von sechs Monaten. Der Zins beträgt für die aktuelle Veranlagungsperiode 3,30% p. a.; er wird um 1,10% p. a. aufgestockt, wenn das Depot bei der Fremdbank geschlossen wird. Der Auftrag zur Depotschließung ist über das Depotübertragsformular der Direkt-Anlage Österreich zu geben. Die Mindestanlage beträgt EUR 5.000. Es kann bis zum Gegenwert der übertragenen Wertpapiere angelegt werden (Geldmarktanteile werden nicht gewertet), höchstens aber bis EUR 30.000. Das Bonus-Zinskonto lässt sich telefonisch oder schriftlich eröffnen. Die Verzinsung beginnt, wenn der Übertrag der Wertpapiere bis spätestens zum 25. eingeht, am ersten Bankarbeitstag des folgenden Monats, ansonsten erst zum Monatsersten darauf. Zum Laufzeitende wird der Anlagebetrag automatisch inklusive Zinsen auf das Wertpapier-Verrechnungskonto ausgezahlt. Eine Kombination mit anderen Aktionen der Direkt-Anlage Österreich, wie zum Beispiel der Neukunden-Trader-Aktion, ist nicht möglich.
Die Bedingungen zum Bonus-Zinskonto erinnern an eine Aktion von Cortal Consors, wo ebenfalls Sonderzinsen bei Wertpapierübertrag eingerichtet werden und bei Depotschließung noch ein Zinsbonus hinzukommt. Das Angebot der Direkt-Anlage Österreich ist nur für Kunden interessant, die das Depot ohnehin nutzen möchten, denn der Sonderzins rechnet sich gegen die nicht unerheblichen Grundgebühren für die Konto- und Depotführung nicht.

3. Direktbanken weiterhin im Trend
Unter den Personen, die Online-Banking nutzen, verfügen in Österreich rund ein Drittel über eine Geschäftsverbindung zu einer Direktbank. Vor vier Jahren lag waren es rund ein Viertel der Personen. Dies ergab eine Studie der GfK Austria. Daneben wurde ermittelt, welchen Stellenwert Direktbanken haben, warum diese genutzt werden bzw. welche Barrieren existieren. Die Erkenntnisse sind mehr oder weniger offenkundig: Direktbanken werden eher als zusätzliche Bankverbindung genutzt - als Zweit- oder Drittbank. Zinsanlagen dominieren, jeder zweite Kunde einer Direktbank führt ein Sparkonto dort, andere Produkte wie Kreditkarte und Girokonto folgen erst mit einigem Abstand. Für die Girokonten der Direktbanken gäbe es aber großes Interesse, weshalb sie viel Potenzial haben. Vor allem bessere Zinsen/Konditionen als bei herkömmlichen Banken sind die Hauptgründe zu einer Direktbank zu wechseln. "Interessant ist, dass selbst Nichtkunden deutliche Vorteile bei Direktbanken sehen, allen voran die bequeme Erledigung von Bankgeschäften von zu Hause aus oder bessere Zinsen/Konditionen", so Studienleiter Mag. Lukas Thumser. Trotzdem schrecken der fehlende persönliche Ansprechpartner und die fehlende Präsenz vor Ort die Nichtkunden ab und wirken somit als Barrieren.

4. Der monatliche Newsticker
++ flatex.at reduzierte zum 4.7.11 die Ordergebühren für den Aktienhandel an den Auslandsbörsen in den USA und Kanada auf pauschal EUR 19,90 (vorher: EUR 24,90) ++ das Mobile Brokerage der bankdirekt.at soll voraussichtlich im November um weitere Funktionen erweitert werden, sodass ab dann auch die Orderaufgabe per Mobiltelefon möglich sein wird. Bislang erhält man lediglich eine Depotübersicht und die wichtigsten Daten zu den eingebuchten Wertpapieren. Der Aufruf erfolgt über die Adresse "banking.bankdirekt.at" ++ Generali Bank änderte ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen dahingehend, dass der Anpassungstermin für Gebühren und Provisionen nun der 1.10. ist, zuvor war es der 1.7. eines jeden Jahres. Die Bank passt die Gebühren an die prozentuale Veränderung des von der Statistik Austria veröffentlichten Verbraucherpreisindexes 2000 an ++ der Leitzins der Europäischen Zentralbank stieg mit Wirkung zum 13.7.11 von 1,25% auf 1,50% ++

5. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
AutoBank verzinst seit 5.7.11 mit 1,77% (vorher: 1,67%). Generali Bank zahlt auf dem "ErtragsKonto flexibel" als "Sonderzinssatz II" bezeichnete 1,65% p. a. für Kontoeröffnungen/Umstellungen ab 14.7.11. Die Kondition gilt für Gelder, die bisher noch nicht bei Generali Bank unterhalten wurden, bis auf Weiteres. Bestehende Kunden können auf Anfrage ihr ErtragsKonto flexibel auf den Sonderzinssatz umstellen. Der "Sonderzins I" blieb unverändert bei 1,25% p. a. bei einer Anlage unter EUR 50.000 bzw. 1,50% p. a. auf den gesamten Betrag bei einer Anlage von EUR 50.000 bis EUR 100.000. Er wird bei Kontoeröffnung/Umstellung zwischen 1.1.09 und 13.7.11 angewendet. Steyler Bank verzinst seit 21.7.11 je nach Einlagenhöhe mit 0,70% bis 0,85% (vorher: 0,30% bis 0,50%).
sparendirekt.at erhöhte am 1.8.11 auf 1,77%, dieser Zins ist nun bis Ende September garantiert. Zuvor ließ sparendirekt.at den Tagesgeldzins lange unverändert, seit Januar 2010 galten 1,52%. Die Allianz Investmentbank erhöhte am 1.8.11 von 1,25% auf 1,50%.
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6. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen
VakifBank orientiert sich an DenizBank, und umgekehrt DenizBank an VakifBank. Letztere erhöhte am 5.7.11 bei 12 Monaten sowie 2, 3 und 4 Jahren auf das Niveau des Wettbewerbers. Bei 6 Jahren bietet VakifBank nun 3,625% (vorher: 3,50%) - diese Laufzeit hat DenizBank nicht im Programm. bankdirekt.at passte zunächst am 7.7.11 ab der 2-jährigen Laufzeit um 0,10% bis 0,15% nach oben an. Bei 2 Jahren gelten 2,40% (vorher: 2,30%), bei 3 Jahren 2,70% (vorher: 2,55%), bei 4 Jahren 2,95% (vorher: 2,85%) und bei 5 Jahren 3,25% (vorher: 3,15%). AutoBank erhöhte am 7.7.11 bei den Laufzeiten bis 6 Jahren um 0,10% bis 0,20%. Für eine 12-monatige Anlage bietet sie beispielsweise 2,57% (vorher: 2,37%). Steyler Bank hob am 21.7.11 bei 6 Monaten um 0,45% sowie bei 12 Monaten bis 6 Jahren um 0,10% bis 0,20%. Die Sätze liegen dennoch im Marktvergleich weit zurück.
Am 4.8.11 verringert bankdirekt.at größtenteils. Die Zinssätze lauten dann: 6 Monate - 1,80% (bisher: 1,75%), 12 Monate - 2,15% (bisher: 2,25%), 2 Jahre - 2,20% (bisher: 2,40%), 3 Jahre - 2,40% (bisher: 2,70%), 4 Jahre - 2,70% (bisher: 2,95%), 5 Jahre - 3,00% (bisher: 3,25%).
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