Newsletter: Direktbanken.News 03/2016

Willkommen zu den monatlichen News von modern-banking.at


Themenüberblick
1. Ehemalige brokerjet-Kunden können sich Übertragungsgebühren zurückholen
2. Günstig über TransferWise ins Ausland überweisen
3. WeltSparen weitet Marktplatz auf Österreich aus
4. Hello bank: Kein Einkommenseingang mehr notwendig für Gratis-Girokonto
5. ING-DiBa Austria: Girokonto kommt
6. Advanzia schickt Kreditkarten nach Österreich
7. Der monatliche Newsticker
8. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
9. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen




1. Ehemalige brokerjet-Kunden können sich Übertragungsgebühren zurückholen
Die Erste Bank hat sich verpflichtet, von brokerjet nach dem 13.7.15 erhobene Übertragungsgebühren zurückzuzahlen. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hatte im Auftrag des Sozialministeriums die Erste Bank abgemahnt. Der VKI hielt das Vorgehen der Erste Bank für unzulässig, als diese im zweiten Halbjahr 2015 den Betrieb ihres Online-Brokers brokerjet einstellte. Die angepriesene Zwischenlösung, das Depot hausintern weiterzuführen, war wegen der wesentlich höheren Preise kaum akzeptabel. Kunden, die ihre Bestände deshalb zu einem Depot außerhalb des Sparkassen-Sektors übertragen ließen, mussten damals eine Gebühr von EUR 15,32 pro Wertpapierposition tragen - obwohl es die Bank war, die eine betriebswirtschaftliche Entscheidung traf und bankseitig die Kündigung aussprach. Der Konflikt konnte durch das jetzige Angebot der Erste Bank beigelegt werden. Voraussetzung dabei ist, dass die Gebühren nicht bereits von der Fremdbank ersetzt wurden. Darunter fällt gemäß der Absprache auch eine indirekte Kostenerstattung, zum Beispiel in Form von gutgeschriebenen Orderguthaben. Die ehemaligen brokerjet-Kunden müssen selbst aktiv werden und sich ein auf der Internetseite der Erste Bank bereitgestelltes Formular besorgen, das aber schlecht zu finden ist. Der direkte Link: Formular zur Gebührenerstattung. Es ist ausgefüllt und unterschrieben per Post oder E-Mail an die dort angegebene Adresse zu übermitteln.

2. Günstig über TransferWise ins Ausland überweisen
Number26, Anbieter eines Smartphone-Girokontos, integrierte am 25.2.16 mit TransferWise einen Partner in die eigene Banking-App und das Online-Banking per Webbrowser. Kunden von Number26 haben es so nun einfach, Überweisungen in Länder außerhalb des Euroraums über TransferWise durchzuführen. Zunächst können Number26-Kunden die Leistungen für neun Fremdwährungen nutzen (US-Dollar, Britisches Pfund, Schwedische Krone, Indische Rupie, Australische Dollar, Kanadische Dollar, Ungarische Forinten, Schweizer Franken und Polnische Zloty). Weitere Währungen, verspricht Number26, kommen bald hinzu. Number26 will sich mit weiteren Partnerschaften wie angekündigt zu einer Plattform entwickeln und an den Margen mitverdienen.
TransferWise ist ein Online-Dienst, bei dem man sich natürlich auch ohne Number26-Girokonto registrieren kann. TransferWise hat auf dem Heimatmarkt Großbritannien eine hohe Bekanntheit und einen gewissen Hip-Faktor. Hierzulande hingegen entfällt ein großer Teil der Auslandsüberweisungen auf den Euroraum, wodurch solche Dienste seltener benötigt werden. TransferWise kann Geldtransfers besonders günstig anbieten, weil das Unternehmen mit einem Peer-to-peer-System Bankgebühren und Kosten für den Währungstausch umgeht. Die zu überweisende Summe wird intern per Software mit Transfervolumen von anderen Nutzern im Zielland verrechnet. Damit solch ein Modell funktioniert, müssen die Geldflüsse von beiden Seiten etwa gleich groß sein, der Anbieter die Differenz durch Zukauf von Währungen gegebenenfalls ausgleichen. TransferWise führt für die Verrechnung der Geldströme eigene Girokonten in verschiedenen Ländern der Welt. Der Nutzer beauftragt den internationalen Transfer unter Angabe des Empfängerkontos. Er überweist jedoch von seinem Girokonto auf das ihm mitgeteilte nationale Girokonto des Unternehmens, was zu Inlandskonditionen möglich ist. Alternativ lässt er den Betrag per Lastschrift einziehen, oder zahlt mit Karte (Kartenzahlungen teilweise mit Aufpreis). TransferWise überweist anschließend aus dem Topf im Zielland an den eigentlichen Empfänger. So verlassen die Gelder nie wirklich die Währungszone. Meist ist der Vorgang innerhalb von drei Werktagen abgeschlossen. Die vom Nutzer zu zahlende Gebühr richtet sich nach den an der Überweisung beteiligten Währungen, und zwar nach der im jeweiligen Fall höheren Gebühr. Für viele der wichtigsten Währungen liegt sie bei 0,5 Prozent der transferierten Summe. Die Spanne reicht bis 2,5 Prozent, dieser Satz gilt für die Währungen einiger afrikanischer Länder. Bei kleinen Überweisungsbeträgen greift in der Regel eine Mindestgebühr. Vorteilhaft für den Nutzer ist ebenfalls, dass TransferWise beim Umtausch einen Devisenmittelkurs verwendet, nicht wie üblich Geld- und Briefkurse, mit denen Banken sonst zusätzlich verdienen. Für das jeweilige Währungspaar sollte man ermitteln, ob man tatsächlich mit TransferWise spart. Das ist häufig der Fall, aber nicht immer. Berücksichtigt werden muss dabei auch, dass der Empfänger einer gewöhnlichen Auslandsüberweisung per Bank in der Regel noch eine Gebühr für den Erhalt des Geldes bezahlt.

3. WeltSparen weitet Marktplatz auf Österreich aus
Es ist so weit, WeltSparen gibt es seit Mitte Februar auch in Österreich. Ein erster Schritt der Internationalisierung ist damit gemacht, im Januar wurden die Pläne dazu angekündigt. WeltSparen ging vor zwei Jahren als weltweit erste Zinsplattform für Festgelder in Deutschland online, hat mittlerweile 35.000 registrierte Kunden und Einlagen von insgesamt rund 750 Millionen Euro eingesammelt. Die Idee ist, Festgelder von Partnerbanken aus anderen europäischen Ländern zu vermitteln, die Unterschiede im Zinsniveau zu nutzen. Unter den Plattformen dieser Kategorie hat WeltSparen das breiteste Angebot. In Österreich sind von Beginn an die Alior Bank (Polen), die FirstSave €uro (Großbritannien) und die J&T Banka (Tschechien) dabei. Das sind drei von zwölf Partnerbanken der deutschen Plattform, weitere sollen kurzfristig folgen. Die Zinskonditionen sind auf beiden Plattformen dieselben. Die attraktivsten Zinskonditionen der verfügbaren drei Anlagebanken hat zurzeit die Alior Bank, sie bietet bei EUR 10.000 Mindesteinlage für 6 Monate 0,75%, für 12 Monate 1,60%, für 2 Jahre 1,65% und für 3 Jahre 1,70%. Die J&T Banka arbeitet auch mit dem direkten Konkurrenten Savedo zusammen, der schon im April 2015 nach Österreich kam. Der WeltSparen-Partner zum Führen des zentralen Verrechnungskontos ist auch für Österreich die MHB-Bank in Frankfurt. Von seinem Verrechnungskonto bei der MHB-Bank aus kann der Kunde per Online-Banking alle Festgelder anlegen und verwalten. Der Kunde zahlt auf dieses Konto ein und die Anlagebanken überweisen später bei Fälligkeit darauf zurück. Es dient praktischerweise der Legitimation gegenüber den Anlagebanken, sodass die Legitimation nur einmalig durchlaufen werden muss. Für den AT-Internetauftritt hat WeltSparen die Texte und den Aufbau vom DE-Internetauftritt übernommen, inklusive der zitierten Zeitungen, von Süddeutscher Zeitung bis Handelsblatt, die übrigens teilweise Medienpartner von WeltSparen sind und deshalb häufig berichten. Trotz der doppelten Inhalte ist es nützlich, dass es einen eigenen AT-Internetauftritt gibt, der einige Detailinformationen aus österreichischer Perspektive geben kann, etwa zur steuerlichen Behandlung der Zinserträge und einem eventuell bestehenden Quellensteuerabkommen zwischen den Ländern. Ausgerechnet dort war zu Beginn noch nicht überall angepasst, zur Alior Bank heißt es: "Deutsche Privatanleger unterliegen mit ihren Zinserträgen in Deutschland grundsätzlich der Kapitalertragsteuer sowie dem Solidaritätszuschlag und ggf. der Kirchensteuer [...]". WeltSparen hat in den vergangenen Monaten fortlaufend Prämien zur Festgelderöffnung ausgelobt, in der zurzeit laufenden Aktion gibt es eine Geldprämie obendrauf, deren Höhe sich nach der Laufzeit des abgeschlossenen Festgelds richtet: EUR 25,00 bei 12- bis 18-monatiger Laufzeit, EUR 50,00 bei 2- bis 3-jähriger Laufzeit, EUR 75,00 ab 3,5-jähriger Laufzeit. Man nimmt nicht automatisch teil; um die Gutschrift zu erhalten, muss man eine E-Mail mit dem Stichwort "Winterprämie" an den Kundenservice von WeltSparen schicken. Beim Eröffnen des Kontos bei der MHB-Bank können sich die österreichischen Kunden via Webcam bzw. der Kamera des Smartphones identifizieren lassen.
Bei Zinserträgen aus dem Ausland ist es notwendig, dass sie der Anleger selbst über die Einkommensteuererklärung versteuert. Auch schultern die Anleger ein höheres Risiko als auf inländischen Konten. Bei den ausländischen Banken auf den Plattformen handelt sich vielfach um Banken mit schwacher Bonität. Die weiterhin nationalen Einlagensicherungssysteme in der EU sichern die Einlagen gemäß den Mindestanforderungen EUR 100.000 je Kunde und Institut ab bzw. den in etwa entsprechenden Betrag in Landeswährung, dennoch gibt es Qualitätsunterschiede zwischen den Einlagensicherungssystemen. Und die Festgeldverträge fallen unter das Recht im Land des jeweiligen Festgeldanbieters.

4. Hello bank: Kein Einkommenseingang mehr notwendig für Gratis-Girokonto
Die Hello bank führt ab sofort auch die Girokonten gebührenfrei, auf denen weder Gehalt noch Pension eingeht. Zuvor betrug deren monatliche Pauschale EUR 2,90. Außerdem ist das Entgelt für die Bankkarte für den ersten Kontoinhaber entfallen, eine Bankkarte für einen zweiten Kontoinhaber kostet weiterhin EUR 11,90 pro Jahr. Das ist eine ordentliche Basisausstattung ohne Bedingungen, angeboten unter der Bezeichnung "Hello Girokonto". Im Kontomodell mit Eingang von Gehalt oder Pension ab EUR 300,00 pro Monat sind demgegenüber weitere Leistungen inklusive. Es grenzt sich dadurch ab, indem auch eine Kreditkarte enthalten ist, Guthaben mit zurzeit 0,15% verzinst wird und ein einmaliger Bonus von EUR 75,00 motiviert, die Eröffnung anzugehen. Beim Kontomodell Hello Girokonto gab es bis vor wenigen Wochen noch die Guthabenverzinsung und einen Eröffnungsbonus von EUR 50,00 - beides hatte Hello bank im Vorgriff auf die jetzige Neugestaltung gestrichen. Unterm Strich ist sie positiv und die bestehenden Kontoinhaber sind nicht davon ausgenommen. Der österreichische Markt für Girokonten ist in Bewegung gekommen, das Aufhübschen bei der Hello bank sicherlich eine Reaktion darauf. Erst in der Vorwoche hatte ING-DiBa Austria angekündigt, bald ein Girokonto einzuführen. Die lange ausschließlich auf Spareinlagen und Konsumentenkredite ausgerichtete ING-DiBa Austria ist ein ernst zu nehmender Wettbewerber, aufgrund ihrer hohen Kundenzahl wird sie schnell Marktanteile beim Girokonto aufbauen können.

5. ING-DiBa Austria: Girokonto kommt
Zum abgelaufenen Geschäftsjahr gab ING-DiBa Austria einige Zahlen bekannt und einen spannenden Ausblick. Die größte österreichische Direktbank kam 2015 nicht mehr wesentlich voran, zur Jahresfrist zählte sie 525.000 Kunden gegenüber 524.000 im Vorjahr. Seit Jahren besteht die Produktpalette lediglich aus Tagesgeld, Festgeld, Konsumentenkrediten und einem Fondsdepot. Doch ING-DiBa Austria wird bald nicht mehr ausschließlich Zweitbank sein. Gemäß der Ankündigung von Luc Truyens, der im September die Leitung von ING-DiBa Austria übernahm, ist ein auf die Bedürfnisse von Smartphone-Nutzern zugeschnittenes Girokonto in Vorbereitung. Es soll im ersten Halbjahr 2016 eingeführt werden und sich durch einfache und clevere Lösungen auszeichnen. Es werde nicht zig verschiedene Apps geben, aber eine PushTAN-App zur Auftragsfreigabe. Ebenfalls erfreulich, durch den Ausbau werden weitere Mitarbeiter am Standort in Wien eingestellt, 2015 wurde schon von 150 auf 180 aufgestockt. Truyens sieht viel Potenzial für sein Institut, da die Wechselbereitschaft bei den Girokonten laut Umfragen mittlerweile überaus hoch sei. Sicherlich ist es zum jetzigen Zeitpunkt auch sinnvoll, sich über das Banking für die Hosentasche zu positionieren. Aus Verbrauchersicht ist mehr Wettbewerb positiv. Wer sich für ein bei einer Direktbank geführtes Girokonto interessiert, hatte im Inland bislang lediglich vier Alternativen - Hello bank, easybank, Generali Bank und bankdirekt.at. Daneben bieten sich noch Number26 und DKB an, die in Deutschland ansässig sind.
ING-DiBa Austria ist eine Niederlassung der ING-DiBa AG in Frankfurt, dort wurden parallel die Ertragszahlen für das Gesamtunternehmen veröffentlicht. Das abgelaufene Geschäftsjahr war das wirtschaftlich erfolgreichste in der Geschichte des Unternehmens. Diese Kernaussage trifft auf die Tochter der niederländischen Großbank ING zum dritten Mal in Folge zu. Das Besondere an den Ergebnissen von 2015: Der Gewinn vor Steuern liegt erstmals über einer Milliarde - es wurden 1,115 Milliarden Euro erwirtschaftet. 2014 waren es 888 Millionen Euro, 691 Millionen Euro in 2013. ING-DiBa arbeitete 2015 extrem effizient, mit einem Aufwand-Ertrag-Verhältnis von gerade mal 40 Prozent (Vorjahr: 44 Prozent). Das Wachstum kam im Niedrigzinsumfeld über die Girokonten, das Brokerage und die Konsumentenkredite. Auch nimmt das vor drei Jahren aufgenommene Geschäft mit den Unternehmenskunden an Bedeutung zu, es konzentriert sich auf Finanzierungsprodukte für große Unternehmen, um die Liquidität anzulegen, die über Einlagen reinkommt.

6. Advanzia schickt Kreditkarten nach Österreich
Die Advanzia Bank aus Luxemburg bietet ihre Kreditkarte seit ein paar Wochen grenzüberschreitend in Österreich an. Sie hat für den österreichischen Markt eigens ein Kartenprodukt aufgelegt - die "free Mastercard Gold". Der Internetauftritt dazu ist unter free.at zu finden, ein 24-Stunden-Service eingerichtet. Auf den ersten Blick scheint alles gratis. Die Karte wird dauerhaft ohne Jahresgebühr zur Verfügung gestellt, unabhängig von einem Girokonto. Sogar Leistungen wie eine Ersatz-PIN, Rechnungsduplikate oder das Ermitteln der Kundenadresse nach Postrückläufen, die anderswo extra kosten, sind an prominenter Stelle als gebührenfrei aufgezählt. Die Advanzia Bank kennen einige in Österreich durch ihr viersprachig beschriebenes und EU-weit vertriebenes Tagesgeldkonto. Ihre Kreditkarte unter der Bezeichnung "Gebührenfrei Mastercard Gold" stellt die Advanzia Bank dagegen nur in Deutschland oder Luxemburg wohnhafte Personen aus; und für den französischen Markt hat sie die "ZERO Gold Mastercard". Die Kreditkarte in Deutschland gibt es seit vielen Jahren, in den meisten Merkmalen ist sie identisch zum österreichischen Pendant. Bei den Kunden sorgt sie immer wieder für unterschiedliche Positionen - für Begeisterung bei den einen und Wut bei anderen. Für das Angebot spricht neben der Beitragsfreiheit noch, dass es keine Gebühr für Abhebungen am Automaten gibt und keine für den Einsatz im Ausland. Außerdem sind diverse Reiseversicherungen kostenfrei enthalten, darunter sogar eine Krankenversicherung auf Auslandsreisen, wobei die Bedingungen zu allen Versicherungen Selbstbehalte vorsehen, besonders bei der Reiserücktritt-/Reiseabbruchversicherung. Die Advanzia Bank verschickt die monatliche Abrechnung der Kartenumsätze zum Ende eines jeden Monats per E-Mail. Der offene Saldo muss jeweils manuell beglichen werden, das ist die Stelle, wo hohe Kosten entstehen können und viel Potenzial ist, sich zu ärgern. Wer versäumt, den offenen Saldo bis zum darauf folgenden 15. durch Überweisung vollständig auszugleichen, dem berechnet die Advanzia Bank ab Transaktionsdatum einen effektiven Jahreszins von zurzeit 19,94% p. a. für getätigte Einkäufe. Falls lediglich ein Teilbetrag überwiesen wird - auch wenn er nur geringfügig geringer ist als der offene Rechnungssaldo -, stellt die Bank rückwirkend die Zinsen für den vollen Betrag ab Transaktionsdatum in Rechnung. Bei Bargeldverfügungen sind Zinsen grundsätzlich ab Transaktionsdatum zu zahlen, der effektive Jahreszins für diesen Teil der Summe beträgt 22,90% p. a. Wird nicht zumindest der in der Abrechnung genannte Mindestbetrag zur Teilzahlung fristgerecht geleistet (2,5% der Gesamtsumme, mindestens EUR 20,00), erhält man per E-Mail eine Zahlungserinnerung (kostenlos), und wenn bis zur nächsten Rechnungsstellung keine ausreichende Einzahlung eingeht, eine erste Mahnung (EUR 20,00 Gebühr). Und bei Überschreiten des Kreditrahmens zum Zeitpunkt der Monatsabrechnung kann eine weitere happige Gebühr (wesentlich höher als in Deutschland) hinzukommen. Auf Guthabenbasis darf das Kartenkonto nicht geführt werden. Also immer daran denken, pünktlich die volle Summe auszugleichen, dann ist der für Zahlungen in Anspruch genommene Kreditrahmen zinsfrei. Für den Kartenvertrag benötigt die Advanzia Bank kein PostIdent. Nach dem Online-Kartenantrag bestätigt sie automatisiert den Eingang des Antrags und schickt später die Vertragsunterlagen per E-Mail. Diese sollen ausgedruckt, unterschrieben, danach mit dem Smartphone fotografiert oder konventionell eingescannt, und abschließend über die Internetseite der Bank hochgeladen werden.

7. Der monatliche Newsticker
++ Girokunden der easybank tanken seit 3.3.16 an teilnehmenden Shell-Stationen den Liter Kraftstoff drei Cent günstiger und erhalten 50 Prozent Rabatt auf die Autowäsche. An der Kasse bei Shell muss dazu mit der Bankomatkarte der easybank gezahlt werden, der Nachlass wird dann direkt von der Rechnung abgezogen. Aber: Mehr als jede fünfte Shell-Station nimmt an der Vereinbarung mit der easybank gar nicht teil. Die easybank stellt ein PDF online bereit, indem alle Stationen verzeichnet sind, mit Angaben, ob und welche Rabatte gewährt werden. Beide Preisnachlässe sind von der gewerblichen Nutzung ausgenommen und können auch nicht mit anderen Rabattaktionen kombiniert werden ++ das Girokonto von bankdirekt.at kann seit 16.2.16 auch eröffnet werden, wenn sonst keine Sparkonten und kein Depot bei bankdirekt.at bestehen. Zuvor wurde das Girokonto nur als Zusatzprodukt angeboten. Die Kontoführung ist bei einem Gehalts-/Pensionseingang von mindestens EUR 1.500 pro Monat gebührenfrei ++

8. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld


Die AutoBank senkte am 1.3.16 in Österreich auf 0,45% (vorher 0,60%).


Renault Bank direkt kürzte am 1.3.16 auf 0,80% (vorher 0,90%).


bankdirekt.at senkte per 1.3.16 beim "Extrakonto" auf 0,40% (vorher 0,50%).


Santander Consumer Bank kürzte am 18.2.16 ihren Standardzins auf 0,70% (vorher 0,90%).


ING-DiBa Austria nahm am 15.2.16 auf nur noch 0,40% (vorher 0,60%) zurück. Auch strich sie ersatzlos das Neukundenangebot mit dem Reisegutschein im Wert von EUR 100,00. Der Reisegutschein war zuvor fast drei Jahre lang durchgängig der Abschlussanreiz für das Tagesgeldkonto.

9. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen


Denzel Bank verringerte am 1.3.16 bei 6 Monaten um 0,15 Prozentpunkte, ansonsten um 0,10 Prozentpunkte. Es gelten für 6 Monate 0,85% (vorher 1,00%), für 12 Monate 1,00% (vorher 1,10%), für 2 Jahre 1,10% (vorher 1,20%), für 3 Jahre 1,20% (vorher 1,30%), für 4 Jahre 1,30% (vorher 1,40%), für 5 Jahre 1,40% (vorher 1,50%).


Renault Bank direkt kürzte am 1.3.16 bei 12 Monaten auf 1,00% (vorher 1,15%), bei 2 Jahren auf 1,15% (vorher 1,25%) und bei 3 Jahren auf 1,20% (vorher 1,30%).


Bigbank aus Estland verringerte am 29.2.16 bei den Laufzeiten bis 6 Jahren um 0,05 bis 0,15 Prozentpunkte, zum Beispiel bei 12 Monaten auf 1,10% (vorher 1,15%) und bei 2 Jahren auf 1,20% (vorher 1,35%).


Santander Consumer Bank kürzte am 18.2.16 durchgängig um 0,20 Prozentpunkte. Sie bietet für 6 Monate 0,75% (vorher 0,95%), für 9 Monate 0,85% (vorher 1,05%), für 12 Monate 0,95% (vorher 1,15%), für 2 Jahre 1,10% (vorher 1,30%) und für 3 Jahre 1,20% (vorher 1,40%).


ING-DiBa Austria senkte am 15.2.16 bei 6 und 9 Monaten auf 0,40% (vorher 0,60%).


J&T Banka aus Tschechien senkte auf der Savedo-Plattform am 13.2.16 - um 0,10 bis 0,55 Prozentpunkte. Für 6 Monate zahlt sie 0,50% (vorher 0,60%), für 9 Monate 0,65% (vorher 0,90%), für 12 Monate 1,30% (vorher 1,60%), für 2 Jahre 1,40% (vorher 1,80%), für 3 Jahre 1,50% (vorher 2,00%), für 4 Jahre 1,55% (vorher 2,10%), für 5 Jahre 1,60% (vorher 2,15%) und für 10 Jahre 2,20% (vorher 2,50%).


Crédit Agricole Consumer Finance aus Frankreich verringerte am 8.2.16 die Laufzeiten bis 4 Jahre um 0,20 Prozentpunkte. Es gelten für 12 Monate 1,40% (vorher 1,60%), für 2 Jahre 1,50% (vorher 1,70%), für 3 Jahre 1,70% (vorher 1,90%) und für 4 Jahre 1,80% (vorher 2,00%). Diese Zinssätze liegen jedoch weiterhin ein gutes Stück über denen, die Crédit Agricole Consumer Finance für den deutschen Markt anbietet.

Noch einen schönen Monat März wünscht

m o d e r n - b a n k i n g

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