Newsletter: Direktbanken.News 02/2016

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Themenüberblick
1. Einlagensicherungsfonds verlassen: flatex.at und andere biw-Partner bieten keinen erweiterten Schutz mehr
2. Der monatliche Newsticker
3. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
4. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen




1. Einlagensicherungsfonds verlassen: flatex.at und andere biw-Partner bieten keinen erweiterten Schutz mehr
Die biw Bank für Investments und Wertpapiere hat ihre Mitgliedschaft im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken e. V. zum 31.12.15 gekündigt. Darüber informierte sie nachträglich in einer Pressemitteilung vom 13.1.16 und teilte in dieser auch die Information mit, dass es zum Jahresende eine Kapitalerhöhung um 15 Millionen Euro auf rund 35 Millionen Euro gegeben hat. Die biw Bank hat ihren Sitz im nordrhein-westfälischen Willich. Sie führt mit ihrer Vollbanklizenz die Kundenkonten für den Online-Broker flatex.at, die Zinsplattform Savedo.at sowie weitere Anbieter, die aber vorwiegend in Deutschland aktiv sind. Die Einlagen sind nach dem Austritt nur noch im Rahmen der europaweit gesetzlich vorgeschriebenen EUR 100.000 je Einleger geschützt, zuvor bis 3,752 Millionen Euro. Es greift eine Übergangsbestimmung, wonach noch einen Monat ab Veröffentlichung des Austritts im Bundesanzeiger im Insolvenzfall bis zu dem Millionenbetrag ersetzt würde. Der Austritt wurde am 11.1.16 dort veröffentlicht, sodass die Sicherungsgrenze nach dem 11.2.16 sinkt. Warum der Austritt? Die Mitgliedschaft im freiwilligen Sicherungsfonds war für die biw Bank mit erheblichen Kosten verbunden. Die FinTech Group, zu der sowohl die Bank als auch flatex gehören, sieht die Mitgliedschaft als entbehrlich an, weil die Einlagen der weitaus meisten Kunden der biw Bank unterhalb der Grenze von EUR 100.000 liegen. Sie hat deshalb entschieden, die biw Bank herauszunehmen. Der ungewöhnliche Schritt spart die jährlichen Beiträge und weitere Belastungen, die zuletzt stark zunahmen, da ein Großteil der Einlagen sehr konservativ angelegt werden musste, etwa zu den derzeitigen Negativzinsen bei der EZB. In einem Zeitungsinterview räumte FinTech-Chef Frank Niehage ein, dass die schwache Eigenkapitalausstattung der Bank seit Jahren ein Streitpunkt zwischen Bank und Fonds war und deshalb entsprechende Auflagen des Fonds bezüglich der Anlage bestanden.
Wer die genannte Zinsplattform nutzt, für den ist die neue Sicherungsgrenze für Gelder auf dem Abwicklungskonto relevant. Und wer ein Depot bei flatex.at hat, sollte auf dem Depot-Verrechnungskonto keine Beträge größer EUR 100.000 liegen lassen. Wichtig: Die Sicherungsgrenze gilt je Kunde und Bankinstitut - und das Bankinstitut ist die biw Bank. Die über die Partner zugeführten Einlagen sind somit gedanklich zu addieren, um nicht ungesichert anzulegen. Für die Wertpapiere im Depot greift keine Einlagensicherung, sondern es existieren gesetzliche Aussonderungsrechte, sodass die Wertpapiere jederzeit Eigentum der Kunden bleiben.

2. Der monatliche Newsticker
++ die easybank wird beim Girokontomodell "easy konto" am 7.3.16 den Guthabenzins auf 0,25% (bisher 0,30%) senken ++ die Guthabenverzinsung des Depot-Verrechnungskontos senkte die easybank bereits per 1.2.16 auf 0,25% (vorher 0,30%) ++ WeltSparen will in wenigen Wochen auch in Österreich an den Start gehen. Die Zinsangebote für österreichische Anleger werden über die Domain www.weltsparen.at zu finden sein. WeltSparen ist wie Savedo ein Online-Marktplatz aus Berlin, der es einfach macht, auf Festgeldkonten im Ausland anzulegen. Die Information zur bevorstehenden Expansion nach Österreich und in weitere europäische Länder gab WeltSparen im Zusammenhang mit der Umfirmierung der Betreibergesellschaft von "SavingGlobal GmbH" in "Raisin GmbH". Raisin steht dabei für "raise your interest", was übersetzt "erhöhe Deine Zinsen" heißt ++ die Hello bank strich per 1.2.16 eine Gebühr beim Kauf von gemanagten Fonds ohne Ausgabeaufschlag (No-Load-Fonds) über die Kapitalanlagegesellschaften. Zuvor berechnete sie bei solchen Käufen 0,50% vom Kurswert zuzüglich EUR 2,95 Swift-Gebühr, jetzt nur noch die Swift-Gebühr ++

3. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld


Denzel Bank verringerte zum 1.2.16 auf 0,65% (vorher 0,75%).


Die easybank nahm am 1.2.16 beim "easy zinsmax" auf 0,40% (vorher 0,50%) zurück.


Die Santander Consumer Bank strich am 22.1.16 ihr Neukundenangebot, zuvor 1,15% p. a. in den ersten sechs Monaten. Aber auch mit ihrem Standardzins von unverändert 0,90% liegt sie noch gut.


Hello bank hob den Neukundenzins an, für Kontoeröffnungen ab 14.1.16 gelten 1,30% p. a. (vorher 1,20% p. a.) für Anlagen bis EUR 50.000 in den ersten sechs Monaten. Das ist der höchstmögliche Zinssatz im Vergleich.


Renault Bank direkt, zuvor bei den Standardzinsen führend, reduzierte am 11.1.16 auf 0,90% (vorher 1,00%).

4. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen


Die Santander Consumer Bank verringerte am 22.1.16 ab der 6-monatigen Laufzeit um 0,05 bis 0,30 Prozentpunkte. Es gelten für 6 Monate 0,95% (vorher 1,15%), für 9 Monate 1,05% (vorher 1,10%), für 12 Monate 1,15% (vorher 1,35%), für 2 Jahre 1,30% (vorher 1,60%) und für 3 Jahre 1,40% (vorher 1,60%).


Das Festgeldangebot der J&T Banka über die Zinsplattform von Savedo kommt ab sofort nicht mehr von der slowakischen Niederlassung der Bank, sondern von der Hauptstelle in Tschechien. Kunden, die bereits ein Festgeld bei der J&T Banka Slowenien abgeschlossen haben, bleiben Kunden dieser Niederlassung bis zur Fälligkeit des Festgelds, nach Fälligkeit kann es dort nicht mehr verlängert werden.


Generali Bank verringerte am 18.1.16 bei 12 Monaten auf 0,45% (vorher 0,60%), bei 2 Jahren auf 0,60% (vorher 0,70%) und bei 3 Jahren auf 0,70% (vorher 0,80%).


Renault Bank direkt senkte am 11.1.16, und zwar bei 12 Monaten auf 1,15% (vorher 1,25%), bei 2 Jahren auf 1,25% (vorher 1,35%) und bei 3 Jahren auf 1,30% (vorher 1,40%).

Noch einen schönen Monat Februar wünscht

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