Information zu
flatex.at

  • Hausanschrift
  • flatex Bank AG
  • Niederlassung Österreich
  • Opernring 1 / Top 736
  • 1010 Wien
  • Kontakt
  • Telefon: 0720/518555
  • E-Mail: info@flatex.at
  • E-Mail:
  • weitere Daten
  • BIC: BIIWATWWXXX
  • Gruppe/Gesellschafter: flatexDEGIRO AG
  • Gründungsjahr: 2010 Start des Österreichgeschäfts, 2012 Auslagerung in "flatex GmbH", 2018 Verschmelzung auf der damaligen "FinTech Group AG"
  • Banktyp: Online-Broker
  • Einlagensicherung: Neben der Pflichtmitgliedschaft der flatex Bank zur Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (gesetzliche Einlagensicherung in Deutschland) besteht keine zusätzliche freiwillige Einlagensicherung. Für jeden privaten Einleger sind Einlagen bis EUR 100.000 abgesichert.

Der Online-Broker flatex ging in Deutschland im April 2006 und in Österreich vier Jahre später - im April 2010 - an den Start. Angelehnt an das Modell der Discounter verspricht flatex.at dauerhaft günstige Preise. Anders als bei flatex im Nachbarland Deutschland gibt es bei flatex.at keine Depotgebühren, aber auch keine vom Wertpapiervolumen vollkommen unabhängige pauschale Ordergebühr, sondern drei Preisstufen. Eine Eigentümlichkeit des Preissystems ist, dass neben der Maklercourtage auch Börsengebühren an den Kunden weitergereicht werden. Der gesamte Posten fremder Spesen ist von Handelsplatz zu Handelsplatz sehr unterschiedlich und zudem abhängig von der Höhe des Ordervolumens, auch außerbörslich werden fremde Spesen weitergereicht. Zudem werden für Dividendenzahlungen aus ausländischen Wertpapieren Gebühren erhoben.

Anfangs war flatex selbst börsengelistet. Das Emissionsvolumen beim Börsengang im Juni 2009 betrug 3,12 Millionen Euro. Mit den durch den Börsengang gewonnenen liquiden Mitteln konnte die Expansion nach Österreich finanziert werden. 2012 firmierte die flatex AG in flatex Holding AG um und das Online-Brokerage-Geschäft wurde in die flatex GmbH ausgelagert. 2014 firmierte die Holding in FinTech Group AG um. Im März 2015 übernahm die FinTech Group eine 51-prozentige Beteiligung an dem IT-Dienstleister XCOM AG, wodurch deren Tochter biw Bank nun auch zum Konzern gehört. Das war ein echter Coup, denn die Bank war im Hintergrund schon immer für die Konto- und Depotführung bei flatex zuständig, und die Abhängigkeit drohte für flatex gefährlich zu werden. Die biw-Bank wurde im Juni 2017 umbenannt in FinTech Group Bank, um die Zugehörigkeit zur Gruppe deutlich zu machen. Im März 2018 wurde die flatex GmbH auf ihr verschmolzen, um die Strukturen innerhalb der Gruppe zu verschlanken. Im März 2019 folgte eine weitere Umbenennung der Bank in flatex Bank, und im April 2021 in flatexDEGIRO Bank. flatex ist somit durch diese Ereignisse mit der Bank zusammengewachsen und eine Marke von ihr. Die Bank ist mit einer Niederlassung in Wien vertreten, Kundenkonten und -depots werden dort nach österreichischem Recht geführt.

Die übergeordnete Holding firmiert seit Oktober 2020 als flatexDEGIRO AG ist börsennotiert. Anteile hält direkt und indirekt weiterhin der Medienunternehmer Bernd Förtsch. Im Dezember 2019 übernahm flatex zunächst 9,40% am niederländischen Wettbewerber DEGIRO, die restlichen 90,60% der Anteile nach Genehmigung der zuständigen Behörden im August 2020. Finanziert wurde dies hauptsächlich durch eine Kapitalerhöhung, die DEGIRO-Altaktionäre erhielten so ein gutes Viertel am gemeinsamen Unternehmen. Durch den Zusammenschluss, das Skalieren und Internationalisieren des Geschäftsmodells, sieht man sich gut für die sich abzeichnende Konsolidierung unter den Online-Brokern gewappnet. Es werde ermöglichen, die Stückkosten für das Abwickeln von Wertpapiertransaktionen weiter zu drücken und mit der größeren Marktmacht gegenüber Emittenten bzw. Handelsplätzen höhere Provisionsanteile durchzusetzen. Das Duo flatex/DEGIRO ergänzt sich auch geografisch. Im Inland, in Österreich und den Niederlanden setzt es auf die Marke flatex. In den weiteren europäischen Ländern ist es umgekehrt. DEGIRO begann im Jahr 2013 und rollte seine Plattform in schneller Taktung auf viele europäische Märkte aus, wobei man dazu sagen muss, dass die Depots in den Niederlanden geführt werden und mehr oder weniger nur die Websites in der jeweiligen Landessprache aufgesetzt wurden.