Information zu
Klarna Bank AB
- Hausanschrift
- Sveavägen 46
- 111 43 Stockholm
- Schweden
- weitere Daten
- BIC: Bankverbindung über ein Zwischenkonto
- Gruppe/Gesellschafter: Venture-Capital-Firmen
- Gründungsjahr: 2005 als "Klarna AB", 2017 Umirmierung in "Klarna Bank AB"
- Banktyp: Direktbank
- Einlagensicherung: Ist der vom schwedischen Staat garantierten Einlagensicherung "Riksgälden" (gesetzliche Einlagensicherung in Schweden) angeschlossen. Je Einleger und Kreditinstitut sind hierüber Einlagen bis zu einem Gegenwert von 1.150.000 schwedischen Kronen abgesichert. Bei einem Wechselkurs von SEK 10,8134/EUR 1,00 (Stand: 2.1.26) sind dies EUR 106.349.
Klarna Bank aus Stockholm bietet über die Klarna-Website seit Juni 2024 Zinskonten auf dem österreichischen Markt an. Anders als auf dem deutschen Markt, wo sie über ihre Berliner Niederlassung mit dem "Festgeld+" eine Inlandsanlage ermöglicht, kommen die Angebote für Österreich länderübergreifend aus Schweden. Eine Besonderheit ist, dass die Kontoeröffnung ausschließlich über die Smartphone-App von Klarna möglich ist und über die App muss zunächst das kostenlos geführte Konto "Klarna Guthaben" eröffnet werden. Zum einen dient es als Verrechnungskonto für die Zinskonten und zum anderen lässt sich aus vorhandenem Guthaben online dort einkaufen, wo Klarna Pay Now akzeptiert wird. Zudem können Verbindlichkeiten bei Klarna darüber beglichen werden und Rückerstattungen und Cashback-Beträge werden diesem Konto gutgeschrieben. Im Gegensatz zum deutschen Angebot, wo Klarna Guthaben die neue Kontobezeichnung für das bisherige "Klarna Bankkonto" ist, scheint das österreichische Pendant jedoch kein vollwertiges Girokonto zu sein, sondern nur für die genannten Zwecke gedacht zu sein.
Klarna ist bekannt für das "Buy-now-pay-later"-Prinzip und beim Online-Shopping sehr präsent. Der Anbieter wurde 2005 in Schweden von drei Studenten gegründet, seit 2010 ist er in Deutschland aktiv und seit Ende 2013 hierzulande auch mit Festgeldanlagen. Eine Bank war Klarna anfangs nicht, in Schweden ist das nicht zwingend notwendig, um Einlagen entgegennehmen zu dürfen. Die Banklizenz hat Klarna im Juni 2017 erhalten, das Geschäftsmodell kann damit flexibler erweitert werden.
Tausende Onlineshop-Betreiber, die früher an der Kasse auf Vorkasse oder Kreditkartenzahlung bestanden haben, liefern mittlerweile ebenso auf Rechnung - mit Zahlungsabwicklung über Klarna. Wer viel im Netz einkauft, dem ist das vielleicht schon aufgefallen. Kauf auf Rechnung ist bei den Verbrauchern beliebt, da zunächst die Ware kommt und ausprobiert werden kann, und keine Angabe von Bankdaten notwendig ist. Entscheidet sich der Käufer für die Zahlart, bewertet Klarna innerhalb Sekunden die Bonität und vergleicht die für den Einkauf angegebenen Daten mit denen, die bei Wirtschaftsauskunfteien wie der Schufa gespeichert sind. Genehmigt Klarna die Zahlart, wird die Abwicklung inklusive dem Zahlungsausfall- und Betrugsrisiko übernommen. Der Betreiber kann sicher sein, das Geld zu erhalten. Er zahlt dafür eine Provision. Dem Käufer berechnet Klarna für den Kauf auf Rechnung nichts, sofern er fristgerecht zahlt. Möchte der Käufer lieber in Raten bezahlen, ist dies mit der Ratenkauf-Option möglich, wobei die Sollzinsen überhöht sind. Das Zahlen mit dem Dienst ist normalerweise einfach und angenehm. Allerdings gibt es viele Beschwerden, da schnell gemahnt wird und dabei Mahngebühren entstehen. Häufig sind Überschneidungen der Grund, etwa wenn der Verkäufer bei Retouren Klarna nicht unmittelbar informiert. Dies richtigzustellen, kann nervenaufreibend sein. Das Unternehmen wächst schnell. Klarna ist vor allem in den nordischen Ländern ein führender Zahlungsdienstleister.
Im Februar 2014 erwarb Klarna die deutsche SOFORT AG, die in Deutschland und Österreich eine starke Position mit dem Zahlungsdienst SOFORT Überweisung hat. Dadurch verfügt die neue Unternehmensgruppe über zwei populäre Online-Bezahlverfahren. Die beiden Unternehmen agieren innerhalb des Verbunds weiterhin als rechtlich eigenständige Firmen mit eigenständiger Technologie. Die Ansätze beim Bezahlen sind nämlich unterschiedlich: Während Klarna Rechnungsanbieter ist, organisiert SOFORT die Überweisung und avisiert dem Händler den Zahlungseingang. Klarna ist ein von der schwedischen Finanzmarktaufsicht lizenziertes Unternehmen, die SOFORT ist nicht lizenziert. Dr. Gerrit Seidel, Vorstandsvorsitzender bei SOFORT, sagte zum Zeitpunkt der Übernahme zudem, eine technische Verknüpfung oder der Austausch von Endkundeninformation komme schon aus regulatorischer und datenschutzrechtlicher Sicht nicht infrage.