Newsbeitrag vom 07.09.2021 |Meldung zum österreichischen Bankenmarkt|

Amsterdam Trade Bank: Österreich-Geschäft dauerhaft ausgeschaltet

Hinweis zur Schließung

AT-Homepage der Amsterdam Trade Bank mit eingefügten Hinweisen zum Rückzug aus Österreich

Die Amsterdam Trade Bank zieht sich vom österreichischen Einlagenmarkt zurück, bzw. sie hat es kurzfristig schon so umgesetzt. Die Bank, die zur russischen Alfa Bank gehört, betrieb seit Juli 2011 dieses Geschäft, länderübergreifend von ihrem Standort in Amsterdam aus. Für den österreichischen Markt gibt es einen eigenen Internetauftritt. Auf dessen Homepage steht nun gleich an drei Stellen, dass sie "alle Aktivitäten in Österreich schließt". Es wirkt so, als hätte man nur Zugriff über das Contentmanagement-System gehabt, um auf die Schnelle Text einzufügen. Denn die Informationen stehen in den Boxen zu den Zinsangeboten, daneben der Zinssatz 0,00%, unmittelbar darunter der Button "jetzt Konto beantragen". Klickt man auf den Button, steht ein ausführlicherer Text vor der Antragsstrecke: "[…] Die Amsterdam Trade Bank Plattform Österreich, sowie das ATB Connect werden zum 01. September 2021 geschlossen. Dies betrifft sowohl das Tagesgeldkonto als auch das Festgeldkonto." Und weiter, dass zwar die Konten noch beantragt werden können, die Anträge aber unbearbeitet bleiben. "Wir möchten Sie bitten, keine Neukundenanträge zu stellen. Diese werden unsererseits nicht mehr bearbeitet." Danach folgt ein Hinweis auf eine Website, auf der man eine Übersicht zu den in Österreich verfügbaren Sparkonten erhalten könne. Doch bei Klick auf die verlinkte Website kann man lediglich erfahren, dass die Domain zum Verkauf steht. Insgesamt ist der Abschied wenig professionell umgesetzt, wobei das nur ein Randaspekt ist. Schade für Zinsanleger ist, dass ein weiterer Anbieter sich vollständig zurückzieht und dadurch nochmals weniger Auswahl besteht, nachdem auch bereits einige Banken ihre Zinsangebote für Neukunden oder im Allgemeinen bis auf Weiteres pausiert haben. Es herrscht zurzeit definitiv Konsolidierung auf dem hiesigen Markt. Die Amsterdam Trade Bank hatte in den vergangenen Monaten nur sehr niedrige Zinssätze geboten, beim Tagesgeld zuletzt 0,01%, beim Festgeld lag sie höher, aber im Vergleich zu anderen Auslandsanbietern dann doch hinten. In Deutschland, wo sie ebenfalls über Amsterdam bedient, besteht das Angebot noch. Auf Nachfrage teilte die Amsterdam Trade Bank uns mit, ihre Bestandskunden in Österreich drei Monate vor der Schließung informiert zu haben. Die Tagesgeld- und Festgeldkonten seien automatisch zum 1.9.21 geschlossen worden, die Zinsen für die Festgeldkonten seien dabei bis zur ursprünglich vereinbarten Laufzeit berechnet und ausbezahlt worden.

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