Information zu
Kommunalkredit Invest

  • Hausanschrift
  • Kommunalkredit Austria AG
  • Türkenstraße 9
  • A-1092 Wien
  • Kontakt
  • Telefon: 01/253030400
  • E-Mail: kundenservice@kommunalkreditinvest.at
  • Internet:
  • weitere Daten
  • BIC: INVOATWW
  • Gruppe/Gesellschafter: Kommunalkredit Austria AG
  • Gründungsjahr: 2017
  • Banktyp: Direktbank
  • Einlagensicherung: Ist der Banken & Bankiers GmbH (gesetzliche Einlagensicherung) angeschlossen. Je Privatkunde und Kreditinstitut sind hierüber Einlagen bis EUR 100.000 abgesichert.

Mit Kommunalkredit Invest macht die Kommunalkredit Austria AG über das Internet ein Veranlagungsangebot für Privatpersonen. Kommunalkredit Invest ist eine Marke ohne eigene Rechtspersönlichkeit. Die technischen Abläufe, wie zum Beispiel der papierlose Antragsprozess mit eSignature und VideoIdent sowie das Online-Banking sind fortschrittlich. Kommunalkredit Invest konnte im September 2017 dennoch ohne lange Vorlaufzeit an den Markt gehen, weil dies alles per Servicevertrag über eine White-Label-Bankplattform der FinTech Group Bank realisiert ist.

Verwechslungsgefahr besteht mit Kommunalkredit Direkt. Mit dieser Marke richtet sich die Bank mit einem Veranlagungsangebot (ausschließlich Festgeld) an Gemeinden und gemeindenahe Unternehmen.

Während das Einsammeln von Einlagen ein neues Geschäftsfeld ist, verbindet der gewöhnliche Bürger mit dem Namen Kommunalkredit eher Finanzierungen für die öffentliche Hand und auch, dass das Vorgängerinstitut ihn viel Geld gekostet hat.

Die Kommunalkredit ist auf die Finanzierung von Infrastrukturvorhaben spezialisiert. Sie finanziert beispielsweise den Bau oder das Sanieren von Autobahnen, Schulen, Schwimmbädern, Krankenhäusern, Pflegeheimen, Windparks und Solaranlagen, in Kerneuropa sowie selektiv in weiteren europäischen Ländern. Die öffentlichen Investitionen sind ein erheblicher Teil der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Deshalb besteht ebenso ein erheblicher Finanzierungsbedarf, von diesem Kuchen will sich die Bank ein großes Stück nehmen. Das Know-how bei den Abläufen und Bedürfnissen in der Zusammenarbeit mit Bund, Land, Kommunen etc. ist dabei ein Wettbewerbsvorteil.

Das Vorgängerinstitut stand am Rand des Ruins, musste im November 2008 notverstaatlicht werden - und dies trotz des vermeintlich biederen und risikoarmen Geschäftsmodells. Überhoben hatte sich die Kommunalkredit, als sie eben nicht mehr nur die öffentliche Hand finanzierte, sondern auch Geschäfte mit komplexen Derivaten in Steueroasen betrieb und ihre Bilanzsumme in kurzer Zeit extrem angewachsen war. Zu diesem Zeitpunkt war sie achtgrößte Bank Österreichs. Die Großaktionäre waren damals die Österreichische Volksbanken AG und die Dexia Crédit Local aus Frankreich.

Im September 2015 wurde schließlich zur Reprivatisierung der gute Teil der alten Kommunalkredit an ein Konsortium britisch-irischer Investmentfirmen rund um den deutschen Investmentbanker Patrick Bettscheider verkauft und am ursprünglichen Geschäftsmodell neu ausgerichtet. Die Anteile des Konsortiums werden über die Gesona Beteiligungsverwaltung GmbH und dahinter über Zwischengesellschaften gehalten. Daneben gehören verschwindend geringe 0,20% dem Österreichischen Gemeindebund.

Der schlechte Teil befindet sich weiterhin in der staatlichen Abbaugesellschaft KA Finanz AG, entsprechend dem von der Europäischen Kommission genehmigten Restrukturierungsplan.