Newsletter: Direktbanken.News 12/2009

Willkommen zu den monatlichen News von modern-banking.at


Themenüberblick
1. Datendiebstahl in Spanien noch nicht aufgedeckt
2. Raiffeisen International plant Direktbank für Zentral- und Osteuropa
3. Dexia muss sich von Auslandstöchtern trennen
4. Kurzmeldungen im Newsticker
5. Die besten Tagesgeldzinsen im Überblick




1. Datendiebstahl in Spanien noch nicht aufgedeckt
Visa und Mastercard gaben vor Wochen eine Warnmeldung an die Banken heraus, in der es hieß, es gebe Hinweise auf einen möglichen kriminellen Abgriff von Kartendaten. Die Verdachtsfälle bezogen sich auf einem namentlich nicht genannten Abrechnungsdienstleister in Spanien. Die Informationen, die beide Kartengesellschaften gaben, waren begründet mit den laufenden Ermittlungen von Anfang an spärlich und ließen das Missbrauchspotenzial offen. Bisher bestätigten sie auch nicht, dass tatsächlich Daten verschwanden, sondern betonen, dass lediglich die Rede von "Auffälligkeiten" gewesen sei. Die eingeleiteten Überprüfungen vor Ort hätten die Vermutungen bislang nicht bestätigt. Inzwischen räumen sie ein, dass die Häufung von Verdachtsfällen auch Zufall gewesen sein könnte.
Insbesondere in Deutschland entschieden sich zahlreiche Banken vorsorglich zu einer kostspieligen Austauschaktion. Mehrere hunderttausend Karten wurden gesperrt und neu ausgestellt. In Österreich seien die Banken zwar alarmiert, ein Kartenaustausch in einer solchen Dimension fand jedoch nicht statt. Die meisten Kreditkarten, die hierzulande im Umlauf sind, stammen von Card Complete oder PayLife. Beide Unternehmen geben sowohl Visa-Karten als auch Mastercards heraus. Card Complete hebt in einer Information an die Kunden die Sicherheitssysteme hervor. Es seien in den vergangenen Jahren Monitoringsysteme aufgebaut worden, die Unregelmäßigkeiten erkennen und Transaktionen gegebenenfalls verhindern. Karten werde man nur in jenen Fällen austauschen, in denen sich der Missbrauchsverdacht erhärtet. PayLife tauschte 1.800 der 800.000 ausgegebenen Karten präventiv aus. Die Erste Bank, die als einziges Geldinstitut in Österreich Visa-Karten direkt anbietet, tauschte rund ein Prozent bzw. eine niedrige vierstellige Zahl ihres Bestandes aus. Der Austausch konzentrierte sich generell auf Kreditkarten, die in den letzten Monaten an Akzeptanzstellen in Spanien oder bei Händlern, die über einen spanischen Dienstleister abrechnen, zum Einsatz kamen. Die Kunden können beruhigt sein, falls tatsächlich Schäden entstehen, wird die Finanzwirtschaft bei derartigen Missbräuchen für diese aufkommen.

2. Raiffeisen International plant Direktbank für Zentral- und Osteuropa
Im Laufe des Jahres 2010 will Raiffeisen International eine neue Direktbank einführen. Raiffeisen International ist eine börsennotierte Tochtergesellschaft der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG. Sie erschließt für die Bankengruppe konsequent die Wachstumsmärkte im Ausland, vorwiegend im osteuropäischen Raum. Die Strategie dabei: neue Märkte vor der Konkurrenz besetzen und anschließend mit dem Markt und den Kundenbedürfnissen wachsen. Die in Gründung befindliche Direktbank soll folglich in mehreren Ländern Zentral- und Osteuropas, die bereits Mitglieder der EU sind, tätig werden. Ihren Sitz wird sie in Wien haben und für die Auslandsaktivitäten den sogenannten "europäischen Pass" nutzen. Die benötigte Banklizenz wurde von der österreichischen Finanzmarktaufsicht bereits erteilt. Die Direktbank wird sich vorrangig an Internet-Nutzer wenden und klassische Einlageprodukte anbieten. In der gesamten EU nutzen bereits knapp 30% der Privatkunden das Internet-Banking. In den neuen EU-Mitgliedstaaten liege dieser Anteil im Schnitt bei 20%, erklärte ein Sprecher der Raiffeisen International auf APA-Anfrage. In der Slowakei liegt die Nutzung mit 24% am höchsten, deshalb mutmaßen Experten, dass die Direktbank dort starten könnte. Raiffeisen International musste aufgrund der Finanzkrise u. a. in Ungarn mehrere Filialen schließen. die Direktbank könnte somit auch ein Plan B des Unternehmens sein - ein flexibleres Modell ohne hohe Fixkosten.

3. Dexia muss sich von Auslandstöchtern trennen
Die belgisch-französische Dexia verhandelt derzeit mit der EU-Kommission über die Genehmigung ihrer Restrukturierung. Die EU-Kommission verlange im Gegenzug für die gewährte Staatshilfe, dass Dexia diverse Engagements im Ausland zurückfährt, berichtete die belgische Zeitung "De Standaard". Dies wird voraussichtlich auch die Mehrheitsbeteiligung an der türkischen DenizBank, die über eine Niederlassung in Österreich vertreten ist, beinhalten. Dexia war im September 2008 von mehreren europäischen Ländern mit insgesamt 6,4 Milliarden Euro gestützt worden. Zuletzt schrieb Dexia bereits wieder schwarze Zahlen.

4. Kurzmeldungen im Newsticker
++ der Sonderzins auf dem "ErtragsKonto flexibel" der Generali Bank beträgt seit 20.11.09 bei Anlagebeträgen unter EUR 50.000 1,25% (vorher: 1,50%) und bei Anlagebeträgen ab EUR 50.000 1,50% (vorher: 1,75%). Den Sonderzins zahlt Generali Bank jedem Neukunden bis auf Weiteres. Bestehende Kunden können auf Anfrage ihr Konto umstellen und erhalten den Sonderzins dann für Gelder, die bisher noch nicht bei Generali Bank unterhalten wurden ++ bankdirekt.at senkte den Festgeldzins bei 12-monatiger Laufzeit zum 1.12.09 von 2,10% auf 2,00%. bankdirekt.at zählt speziell bei dieser sehr häufig gewählten Laufzeit derzeit zu den besten Anbietern am Markt ++ DenizBank ging am 23.11.09 bei den Festgeldzinsen runter. Wählt man die 2-jährige Laufzeit, erhält man einen Zins von 2,625% (vorher: 2,75%). Wählt man die 3-jährige Laufzeit, sind es 2,875% (vorher: 3,00%) ++ VakifBank reduzierte beim Termingeldkonto bei den Laufzeiten ab 3 Jahren. Für die 3- und 4-jährige Bindung lautet der Zins seither auf 3,00% (vorher: 3,125% bzw. 3,25%) und für die 5-jährige Bindung auf 3,25% (vorher: 3,50%) ++

5. Die besten Tagesgeldzinsen im Überblick (Anlagebetrag EUR 10.000, Standardverzinsung)
sparendirekt.at, Tagesgeldkonto: 2,02% für das Gesamtguthaben, jährliche Zinsgutschrift
ING-DiBa Austria, Direkt-Sparen: 2,00% für das Gesamtguthaben, jährliche Zinsgutschrift
easybank, easy zinsmax: 2,00% für das Gesamtguthaben, jährliche Zinsgutschrift
Livebank.at, Online-Sparen: 1,875% für das Gesamtguthaben, jährliche Zinsgutschrift
bankdirekt.at, Extrakonto: 1,80% für das Gesamtguthaben, jährliche Zinsgutschrift
zum kompletten Vergleich

Noch eine schöne Adventszeit wünscht

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