Newsletter: Direktbanken.News 10/2011

Willkommen zu den monatlichen News von modern-banking.at


Themenüberblick
1. Visa Europe enthüllt ein mit PayPal konkurrierendes Zahlungssystem
2. Zusätzliche Kreditoptionen bei ING-DiBa Austria
3. Tagesgeldzins von 2,50% für neue Gelder
4. Herbstaktionen bei direktanlage.at altbekannt
5. Der monatliche Newsticker
6. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
7. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen




1. Visa Europe enthüllt ein mit PayPal konkurrierendes Zahlungssystem
Die Kreditkartengesellschaft Visa Europe ermöglicht ihren Bankpartnern seit Monatsbeginn zwei neue Services anzubieten: Zahlungen von Person zu Person und Umsatzbenachrichtigungen. In einer Mitteilung stellte die Kreditkartengesellschaft eine Anwendung für Android-Nutzer vor, die es erlaubt, per Smartphone Geld an jeden anderen Visa-Kartenbesitzer in Europa zu senden. Der Sender muss sich für diesen Service registrieren, für den Empfänger ist dies nicht notwendig. Zum Geldtransfer kann ein Adressbuchkontakt, eine Mobilfunknummer oder eine spezifische Kartennummer verwendet werden. So können sich Personen beispielsweise auf einfache Weise eine Restaurantrechnung teilen. Der Kartenriese tritt damit gegen Dienste wie PayPal an, wobei es bei ihm keines zusätzlichen Kontos bedarf. Die Anwendung ist in englischer Sprache verfügbar, in Zukunft sollen neben Android auch weitere mobile Betriebssysteme unterstützt werden. Mit "Visa Alerts", der zweiten Neuerung, können sich Karteninhaber unmittelbar per SMS informieren lassen, wenn ihre Karte bei einem Einkauf oder zum Geldabheben verwendet wurde. Beide Services wurden in einer Partnerschaft mit der US-Firma Monitise entwickelt. Sie seien die ersten einer Reihe von neuen Produkten und Dienstleistungen, die eingeführt werden, um dem Wandel im Konsumentenverhalten zu folgen. "In den nächsten Monaten werden wir die Verbreitung von bereits etablierten NFC-Technologien und das Ansteigen von E-Commerce-Services beobachten können - und schließlich den Markteintritt der neuen digitalen Geldbörse (Visa Wallet)", sagte Peter Ayliffe, Präsident von Visa Europe.

2. Zusätzliche Kreditoptionen bei ING-DiBa Austria
ING-DiBa Austria erweiterte ihre Kredite um weitere Möglichkeiten: Hinzugekommen ist eine Variante mit festem Zins über die Gesamtlaufzeit. Es kann somit bei der Beantragung zwischen einem variablen und einem festen Kreditzins gewählt werden. Der feste Zins, der mehr Sicherheit gibt, enthält einen Aufschlag. Sowohl beim "Autokredit" als auch beim "Wohnkredit" ist jetzt eine flexible Auszahlung möglich. Der Kredit steht dabei drei Monate ab Kreditzusage zum Abruf bereit. Muss beispielsweise das passende Auto erst gefunden werden oder die ausgewählte Küche hat eine mehrwöchige Lieferzeit, kann der Konsument mit der Inanspruchnahme des Kredits warten, bis er ihn tatsächlich braucht. Kommt es während der drei Monate zu keinem Kauf, storniert ING-DiBa Austria den Kredit kostenfrei.

3. Tagesgeldzins von 2,50% für neue Gelder
ING-DiBa Austria sorgt mit einer Sonderzinsaktion dafür, dass auf dem österreichischen Markt endlich ähnlich hohe Tagesgeldzinsen wie auf dem deutschen erhältlich sind. Die Bank verbesserte am 12.9.11 wie angekündigt den Standardzins auf 1,80%, überraschte aber gleichzeitig mit einer Aktion für neue Gelder. Der Sonderzins beträgt dabei 2,50% p. a. und ist betraglich nicht begrenzt. Neukunden, die ab 12.9.11 ihr erstes Tagesgeldkonto bei ING-DiBa Austria eröffnen, dass sich hier "Direkt-Sparen" nennt, erhalten den Sonderzins in den ersten sechs Monaten ab Kontoeröffnung. Bei Bestandskunden wurde der Kontostand des Direkt-Sparens zum 11.9.11 festgestellt, bis zu dem so ermittelten Betrag wird mit der Standardkondition verzinst. Für jeden zusätzlichen Euro, der über diesen Kontostand hinaus bis zum 30.9.11 einging, erhalten Bestandskunden ebenfalls den Aktionszins - befristet bis 31.3.12. Umbuchungen zwischen Direkt-Sparkonten wurden dabei nicht berücksichtigt.

4. Herbstaktionen bei direktanlage.at altbekannt
direktanlage.at bespielt die vorhandenen Aktionsideen immer wieder aufs Neue. So endeten zum 16.9.11 die beiden Neukundenaktionen zum Sparbuch mit Sonderverzinsung und zu den vergünstigten Tradingkonditionen, wurden aber mit geänderten Zahlenwerten nochmal ins Rennen geschickt. Sie laufen nun bis 30.11.11. Die Sonderkonditionen werden jetzt für einen kürzeren Zeitraum gewährt (sechs statt neun Monate), sind dafür nominal etwas besser: Der Sparbuchzins wird bei einem Depotübertrag mit einem Volumen ab EUR 5.000 von 2,80% p. a. auf 3,50% p. a. aufgestockt. Zuvor betrug der aufgestockte Zins 3,20% p. a., das notwendige Volumen EUR 10.000. Wertpapiertransaktionen bis zum Gegenwert von EUR 10.000 werden jetzt für EUR 3,95 ausgeführt - zuvor für EUR 4,95. An Depotübertragungskosten werden maximal EUR 300,00 statt zuvor EUR 500,00 gegen Nachweis erstattet.

5. Der monatliche Newsticker
++ Livebank.at wurde zum 1.10.11 von der Österreichischen Volksbanken-AG (ÖVAG) übernommen. Das Spitzeninstitut des hiesigen Volksbankensektors verhandelte über mehrere Monate mit dem bisherigen Eigentümer, der Volksbank Kufstein, über die Modalitäten. Die ÖVAG verfügt mit dem Erwerb wieder über ein Einlagengeschäft als Refinanzierungsmöglichkeit. Livebank.at erhielt ein neues Logo und einen neuen Internetauftritt ++ bankdirekt.at nahm aufgrund der gestiegenen Nachfrage Anlagekonten in Fremdwährung in ihr Sortiment auf. Diese können als Verrechnungskonto zu einem Wertpapierdepot oder gemeinsam mit einem Tagesgeldkonto eröffnet werden. Für die Kontoführung belastet bankdirekt.at vierteljährlich eine Gebühr von EUR 4,18. Verfügbar sind Konten in folgenden Währungen: US-Dollar, Kanadischer Dollar, Australischer Dollar, Britische Pfund, Schweizer Franken, Norwegische Krone, Schwedische Krone, Japanischer Yen und Türkische Lira ++ die im Bundesverband deutscher Banken (BdB) organisierten deutschen Privatbanken planen ihre freiwillige Einlagensicherung zu reformieren und dabei insbesondere die Sicherungshöhe herabzusetzen - schrittweise von derzeit 30 auf 8,75 Prozent des haftenden Eigenkapitals. Vorgesehen ist, im ersten Schritt zum Jahr 2015 auf 20 Prozent abzusenken, zum Jahr 2020 auf 15 Prozent und zum Jahr 2025 auf 8,75 Prozent. Die Mindestabsicherung würde dann pro Kunde von derzeit 1,5 Millionen Euro auf EUR 437.500 zurückgehen. Für die Neuregelung ist eine Satzungsänderung notwendig. Die Versammlung der Mitgliederbanken, die am 17.10.11 stattfindet, muss mit einer Zweidrittelmehrheit zustimmen. Die meisten Experten halten die stabilisierende Reform in der Sache für sinnvoll, da die bisherigen Versprechen in Millionen- oder gar Milliardenhöhe bei großen Insolvenzen wohl nur mit Hilfe des Steuerzahlers erfüllt werden können. Selbst der BdB ließ in seiner Bekanntmachung durchblicken, dass die abgesenkte Sicherungshöhe ein realistischeres Schutzniveau darstellt ++

6. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
ING-DiBa Austria bietet einen Sonderzins für neue Gelder (siehe Themenpunkt 3). DenizBank erhöhte am 19.9.11 ihren Tagesgeldzins beim "Online Sparen" von 1,75% auf 1,875%. Im Gerangel um den Spitzenzins in Österreich wartete DenziBank zunächst ab, die Wettbewerber ING-DiBa Austria, easybank und bankdirekt.at gaben ihre Anpassungen zuerst bekannt. Porsche Bank erhöhte mit Wirkung zum 23.9.11 auf die derzeit häufig anzutreffenden 1,80%. Zuvor verzinste Porsche Bank mit 1,65%.
easybank hob beim "easy zinsmax" zum 1.10.11 auf 1,85% (vorher: 1,65%) an. bankdirekt.at setzte am 1.10.11 eine Anhebung beim "Extrakonto" um - von 1,60% auf 1,80%. Bei den Tagesgeldzinsen findet der Schlagabtausch mitunter im Bereich der hundertstel Prozentpunkte statt: Livebank.at positionierte sich am 1.10.11 mit einer Anhebung von 1,80% auf 1,88% knapp vor DenizBank, die 1,875% bietet. Generali Bank änderte am 3.10.11 den Sonderzins beim "ErtragsKonto flexibel", für Kontoeröffnungen/Umstellungen ab 14.7.11 gelten nun 1,85% (vorher: 1,65%). Generali Bank nennt zur Einstiegskondition kein Enddatum, sondern verspricht sie bis auf Weiteres.
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7. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen
DenizBank hob am 19.9.11 die 6-monatige Laufzeit zunächst auf 2,25% (vorher: 2,125%) an. Generali Bank senkte am 20.9.11 bei 2 und 3 Jahren auf 2,00% (vorher: 2,375% bzw. 2,50%) sowie bei 4 und 5 Jahren auf 2,50% (vorher: 2,75% bzw. 3,00%). DenizBank legte am 22.9.11 vor, verbesserte bei 6 Monaten auf 2,55% (vorher: 2,25%), bei 3 Jahren auf 3,65% (vorher: 3,50%), bei 4 Jahren auf 3,75% (vorher: 3,50%) und bei 5 Jahren auf 3,825% (vorher: 3,50%). VakifBank zog am 27.9.11 nach bzw. sicherte sich teilweise die Führungsposition alleine: bei 12 Monaten gelten 2,75% (vorher: 2,625%), bei 3 und 4 Jahren 3,75% (vorher: 3,625%), bei 5 Jahren 3,875% (vorher: 3,625%). Bei 6 Jahren senkte VakifBank allerdings auf 3,50% (vorher: 3,625%).
Livebank.at tat sich am 1.10.11 bei der 6-monatigen Laufzeit hervor, erhöhte von 2,00% auf 2,55%. Dieser Zins ist als Aktionszins deklariert. Eine Festzinsanlage ist jetzt ab EUR 5.000 (vorher: EUR 10.000) bei Livebank.at möglich. bankdirekt.at verbesserte am 3.10.11 bei 6 Monaten auf 2,00% (vorher: 1,80%). Generali Bank erhöhte am 3.10.11 bei 9 Monaten von 2,00% auf 2,125%.
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