Newsletter: Direktbanken.News 09/2010

Willkommen zu den monatlichen News von modern-banking.at


Themenüberblick
1. EU kritisiert versteckte Kontogebühren
2. ÖVAG an Livebank.at interessiert
3. Kurzmeldungen im Newsticker
4. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
5. Die besten Tagesgeldzinsen im Überblick




1. EU kritisiert versteckte Kontogebühren
Das nächste Feld der Regulierung ist abgesteckt. Die EU-Kommission will Banken zu mehr Transparenz bei den Girokonten zwingen. Binnenmarktkommissar Michel Barnier drohte in einem Schreiben an die europäischen Bankenverbände mit neuen Gesetzen, wenn die Banken sich nicht selbst auf ein einheitliches Informationsblatt verständigen. Alle Gebühren, Kosten und Provisionen, die für die Kontoeröffnung, -führung und –schließung anfallen, müssen dabei angegeben werden. An das Konto gebundene Produkte und Dienste seien ebenso einzubeziehen. Die Financial Times Deutschland zitiert aus dem Schreiben: "Die Gebührenstrukturen sind oft so undurchsichtig, dass Verbraucher nicht wissen, was sie wofür bezahlen." Über versteckte Gebühren wird abkassiert, lautet der zugespitzte Vorwurf. Die Kontogebühren sind in Italien und Spanien gemäß einer Erhebung der Kommission besonders hoch: Inklusive Karten, Überziehungszinsen und Telefonbanking fallen hier durchschnittlich mehr als EUR 300,00 pro Jahr an. Lettland, Frankreich und Österreich folgen mit rund EUR 150,00. Dagegen müssen in Portugal, Bulgarien und Belgien weniger als EUR 50,00 bezahlt werden. Die großen Unterschiede sind für Barnier nicht nachvollziehbar und würden darauf hinweisen, dass der Markt nicht funktioniert. Bereits im letzten Jahr rang die Kommission mit der Androhung eines Gesetzes den Bankenverbänden die Selbstverpflichtung ab, einen schnellen und kostenlosen Kontenwechsel zu anderen Banken zu ermöglichen. Darum ist so oder so damit zu rechnen, dass auch das Informationsblatt zum Girokonto kommt. Anschaulicher und somit effektiver könnte aber ein Gebührenauszug sein, der alle über ein Jahr gezahlten Gebühren ausweist, wie ihn Verbraucherschützer anregten.

2. ÖVAG an Livebank.at interessiert
Das Spitzeninstitut der Volksbanken, die Österreichische Volksbanken-AG (ÖVAG), möchte offenbar die Direktbank Livebank.at an sich bringen. Man verhandelt diesbezüglich mit der Volksbank Kufstein, bestätigte ÖVAG-Aufsichtsratsvorsitzender Hans Hofinger am Freitag in Alpbach. Livebank.at wurde im April 2007 von der Volksbank Kufstein als Pilotprojekt gestartet. Sie bietet Tages- und Festgeldanlagen an; ist keine eigenständige Bank, sondern lediglich eine Marke. Durch die Veräußerung ihrer Retailbanken hatte die ÖVAG ihr Einlagengeschäft in der Krise verloren. Mit einer überregionalen Direktbank hätte die ÖVAG wieder die Möglichkeit, zur Refinanzierung Kundeneinlagen einzusetzen, die sich zudem in ihrer Höhe durch die Zinssensibilität der Online-Kunden gut justieren ließen.

3. Kurzmeldungen im Newsticker
++ Generali Bank senkte am 27.8.10 den Festgeldzins bei 12 Monaten von 2,00% auf 1,875% ++ bankdirekt.at nahm am 25.8.10 bei den 2- bis 5-jährigen Anlagezeiträumen um 0,05% bis 0,25% zurück. Bei einer Bindung von 5 Jahren erhält man beispielsweise 2,00% (vorher: 2,25%) ++ VakifBank verringerte am 12.8.10 die Festgeldzinsen bei 12 und 18 Monaten von 2,00% auf 1,875% sowie bei 2 Jahren von 2,50% auf 2,25%. Die übrigen Laufzeiten blieben unverändert ++

4. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
DenizBank reduzierte am 10.8.10 beim Online-Tagesgeld von 1,75% auf 1,625%, bietet unter den österreichischen Anbietern aber auch jetzt noch den besten Zins. sparendirekt.at änderte zum 1.9.10 abermals Basiszins und freiwillig gezahlten Bonuszins, an der Gesamtverzinsung änderte dies auch dieses Mal nichts.

5. Die besten Tagesgeldzinsen im Überblick (Anlagebetrag EUR 10.000, Standardverzinsung)
DenizBank, Online Sparen Tagesgeld: 1,625% für das Gesamtguthaben, jährliche Zinsgutschrift
AutoBank AG, Einlagekonto: 1,57% für das Gesamtguthaben, jährliche Zinsgutschrift
easybank, easy zinsmax: 1,55% für das Gesamtguthaben, jährliche Zinsgutschrift
Livebank.at, Online-Sparen: 1,55% für das Gesamtguthaben, jährliche Zinsgutschrift
Denzel Bank, Onlinesparen: 1,55% für das Gesamtguthaben, jährliche Zinsgutschrift
zum kompletten Vergleich

Noch einen schönen Monat September wünscht

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