Newsletter: Direktbanken.News 07/2017

Willkommen zu den monatlichen News von modern-banking.at


Themenüberblick

1. Addiko Bank vertreibt neues Tagesgeld für Österreich in Eigenregie
2. Der monatliche Newsticker
3. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
4. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen


1. Addiko Bank vertreibt neues Tagesgeld für Österreich in Eigenregie

Die Addiko Bank brachte am 6.6.17 ein ausschließlich über das Internet geführtes Tagesgeld mit einem Zinssatz von 0,90% auf den Markt. Addiko Bank ist eine in Wien ansässige Holdinggesellschaft mit sechs Banktöchtern in den Balkanstaaten. Das jetzt eingeführte Tagesgeldkonto ist ihr gänzlich erstes Produkt in Österreich. Über die Zinsplattform WeltSparen bietet sie seit Oktober 2016 zur Refinanzierung bereits Festgelder in Deutschland an. WeltSparen übernimmt viel organisatorischen Aufwand und die Kundengewinnung, ist in der Kooperation der Ansprechpartner für die Kunden. Bei Wohnsitz in Österreich sind diese Festgelder der Addiko Bank nicht verfügbar, obwohl WeltSparen auch eine AT-Seite hat. Bei dem Tagesgeld hat sich die Addiko Bank für den direkten Weg entschieden. Der Zinssatz gilt ab dem ersten Euro. Er wird jährlich gutgeschrieben. Die Bank verspricht, die Kunden über Zinssenkungen mit einer Vorlaufzeit von mindestens 14 Tagen per E-Mail oder via Nachricht im Postfach des Online-Bankings zu informieren, und über Zinserhöhungen mit mindestens sieben Tagen Vorlaufzeit. Ein Zinssatz unter 0,125% ist gemäß den Sonderbedingungen ausgeschlossen. Es sind klare Bedingungen, präsentiert auf der neu eingerichteten Internetseite addiko.at. Eher ungewöhnlich sind die EUR 3,99 Gebühr, die Addiko Bank für die Rückbuchung erheben will, sollte durch eine Einzahlung die im Konditionsblatt ausgewiesene Höchsteinlage überschritten werden. Die Höchsteinlage liegt bei EUR 500.000, schon allein, um abgesichert anzulegen, empfiehlt es sich aber unter EUR 100.000 zu bleiben. Da die Holding in Wien die Bankenlizenzinhaberin ist, besteht die Mitgliedschaft in der österreichischen Einlagensicherung, konkret durch die Banken & Bankiers GmbH. Das Konto können volljährige Personen als Einzelkonto eröffnen, Gemeinschaftskonten werden nicht angeboten. Man gibt in der Antragsstrecke die persönlichen Daten an und erhält an die Mobiltelefonnummer einen Aktivierungscode und denselben auch an die E-Mail-Adresse, um beide Kontaktwege zu verifizieren und den Antrag zu bestätigen. Die Eröffnungsunterlagen kommen im Anschluss auf dem Postweg, der Vertrag soll unterschrieben und zusammen mit einer Kopie von Personalausweis oder Reisepass und auch einer Kopie der Bankomatkarte des Referenzkontos zurückgesendet werden. Dann ist wieder die Bank am Zug, sie informiert nach der Prüfung über die Freischaltung per SMS und E-Mail. Addiko Bank stellt bereits eine App für iOS und Android zur Verfügung, mit ihr oder im Online-Banking lassen sich der Kontostand und grafisch aufbereitete Auswertungen abrufen sowie Verfügungen anweisen.

Die Banktöchter in den Balkanstaaten sind auf ein klassisches Bankgeschäft mit Konsumentenkrediten ausgerichtet. Zur Zielgruppe gehören daneben kleine und mittlere der lokalen Unternehmen. Sie haben insgesamt mehrere hundert Filialen in den Ländern Bosnien-Herzegowina, Slowenien, Kroatien, Serbien und Montenegro. Entstanden ist die Bank aus den Auslandsaktivitäten der nach diversen Skandalen spektakulär gescheiterten Hypo Group Alpe Adria. Als diese zur staatlichen Abwicklungsgesellschaft Heta Asset Resolution umgewandelt wurde, folgte in Vorbereitung für den Verkauf eine Abspaltung der sechs Banken auf dem Balkan. Im Dezember 2014 wurde zu diesen Einheiten schließlich der Verkauf an AI Lake (Luxembourg) vereinbart. Hinter der Gesellschaft steht mit einem Anteil von 80 Prozent der US-amerikanische Finanzinvestor Advent International und mit 20 Prozent ist die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) beteiligt. Das Geschäftsmodell wurde ab 2016 neu aufgesetzt. Als Zeichen des Neuanfangs zog die Zentrale im April 2016 aus dem ehemaligen Hypo-Gebäude in Klagenfurt aus. Im Juli 2016 erhielt sie den Namen Addiko Bank, dieses Rebranding wurde in allen Ländern durchgeführt.

2. Der monatliche Newsticker

++ DADAT erhöhte am 3.7.17 den Preis für Geldabhebungen mit der Bankomatkarte außerhalb der Eurozone auf EUR 1,82 plus 0,75% des Abhebebetrags. Zuvor betrug die Gebühr wie jetzt weiterhin noch für Zahlungen mit der Bankomatkarte außerhalb der Eurozone EUR 1,09 plus 0,75%

++ ING-DiBa Austria schreibt für Depoteröffnungen im Zeitraum 3.7.17 bis 11.8.17 einen Startbonus von EUR 30,00 gut, vier Wochen nach der Eröffnung auf dem Verrechnungskonto. Das Depot wird bei ING-DiBa Austria kostenlos geführt, es kann ausschließlich für die Investition in gemanagte Fonds genutzt werden. Rund 120 Fonds verschiedener Gesellschaften sind verfügbar, immer mit 50% Rabatt auf den Ausgabeaufschlag

++ die DADAT senkte am 3.7.17 den Orderpreis bei den so bezeichneten Premiumpartnern für deren Optionsscheine, Zertifikate und Hebelprodukte bis auf Weiteres um EUR 0,60 auf pauschal EUR 3,90. Premiumpartner sind Commerzbank, Deutsche Bank, Unicredit onemarkets und Vontobel. Die DADAT führte außerdem Vergünstigungen für Vieltrader ein: Ab 100 Trades, im Zeitraum Januar bis November eines Jahres, gewährt DADAT einen Rabatt von 25% auf die Depotgebühr und einen Rabatt von 15% auf die Orderspesen. Ab 200 Trades entfällt die Depotgebühr und der Rabatt auf die Orderspesen beträgt 25%. Ab 500 Trades ist bei den Orderspesen eine Rabattstufe mit 35% erreicht. Bei der Anzahl der Trades werden Sparplanausführungen nicht mitgezählt. Der Rabatt zur Depotgebühr gilt für das aktuelle Jahr, der zu den Orderspesen im Folgejahr

++ die easybank senkte am 1.7.17 die Orderpreise. Sie wirbt mit einem Preissturz für Orders über Xetra Wien um ca. 50% und über Xetra Frankfurt um ca. 30%, wobei dies sich lediglich auf niedrige Ordervolumen bezieht, das geht nicht klar hervor. Die Gebühren für Online-Orders über Xetra Wien errechneten sich bis dahin aus 0,20% vom Kurswert, mindestens aber EUR 14,00. Jetzt ist es ein wenig komplizierter: 0,15% vom Kurswert, mindestens EUR 5,95 und maximal EUR 199,00, und anders als zuvor stellt die easybank auch die Börsengebühren in Rechnung. Die Börsengebühren belaufen sich in dem Fall auf 0,03% vom Kurswert, mindestens EUR 1,90 und maximal EUR 60,00, plus EUR 0,24 - in der Summe somit mindestens EUR 2,14. Über Xetra Frankfurt war die Gebührenrechnung bis dahin 0,25% vom Kurswert, mindestens aber EUR 14,00. Jetzt ist sie 0,24% vom Kurswert, mindestens EUR 8,95 und maximal EUR 199,00, zuzüglich Börsengebühren in Höhe von 0,0055% vom Kurswert, mindestens EUR 0,69, plus EUR 2,00

++ flatex.at erweiterte am 1.7.17 das Angebot an ETF-Sparplänen ohne Ordergebühren um die ETFs von Lyxor. Das Angebot umfasst damit insgesamt über 250 Sparpläne, auch die ETFs von ComStage und x-trackers sind ohne Ordergebühren

++ beim Angebot Direkt-Anlage Österreich erhöhte sich am 19.6.17 der Zuschlag für die telefonische Ordererteilung auf EUR 25,00 (vorher EUR 9,95). Und beim Preismodell für Kunden mit 50 und mehr Trades pro Kalenderjahr entfiel die Depotgebühr, hier zuvor 0,0936%, mindestens aber EUR 36,00

++ am 15.6.17 firmierte die biw Bank für Investments und Wertpapiere AG in "FinTech Group Bank AG" um. Die Zugehörigkeit zur FinTech Group AG wurde dadurch im Namen deutlich. Es ist der erste Schritt der im März kommunizierten Pläne zur Neuordnung innerhalb der Gruppe. Die Bank ist konto- und depotführende Stelle für flatex.at

++ DADAT fügte bei ihrer aus mehreren Vorteilen bestehenden Neukundenaktion noch einen Vorteil hinzu: Bei Abschluss ab 9.6.17 bekommen die Neukunden jetzt zusätzlich eine Geldgutschrift von EUR 50,00 ab EUR 5.000 Depotwert oder fünf ausgeführten Transaktionen binnen drei Monaten nach Depoteröffnung. Daneben dehnte DADAT beim neuen Angebot den Zeitraum, in dem keine Depotgebühr anfällt, bis Ende 2018 aus; zuvor ging er bis Ende 2017

++ ING-DiBa Austria senkte beim Produkt "Ratenkredit" für Abschlüsse ab 1.7.17 bei den Laufzeiten von 12 bis 84 Monaten auf einen Sollzins von 3,80% p. a. (vorher 4,80% p. a.), er kann variabel oder fest vereinbart werden. Der effektive Jahreszins beträgt entsprechend 3,90% p. a. (vorher 4,90% p. a.). Beim Produkt "Wohnkredit" beträgt der variable bzw. feste Sollzins bei den Laufzeiten von 12 bis 84 Monaten nun 3,40% p. a. (vorher 4,20% p. a.) und der effektive Jahreszins 3,50% p. a. (vorher 4,30% p. a.)

3. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld

DADAT änderte das Neukundenangebot. Für Abschlüsse ab 3.7.17 gilt der Sonderzins von 1,00% p. a. nur noch für die Guthabenteile bis EUR 50.000, zuvor bis EUR 75.000. Er wird in den ersten vier Monaten ab Kontoeröffnung garantiert.

Livebank.at senkte am 1.7.17 von 0,20% auf 0,15%.

Die Advanzia Bank aus Luxemburg ging mit ihrer Neukundenaktion am 27.6.17 in eine neue Runde, weiterhin mit einem Sonderzins von nominal 0,995% p. a., aber mit einer längeren Zinsgarantie als sonst bei ihr üblich, nämlich bis 31.12.17.

Die Addiko Bank ist seit 6.6.17 mit einem Online-Tagesgeld neu am Markt (siehe Themenpunkt 1).

4. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen

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