Newsletter: Direktbanken.News 07/2009

Willkommen zu den monatlichen News von modern-banking.at


Themenüberblick
1. Generali Bank ändert in allen Ecken des Preisverzeichnisses
2. easybank zieht Gebühren an
3. EZB-Geld sättigt zu Niedrigstzinsen den Geldmarkt
4. Kurzmeldungen im Newsticker
5. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
6. Die besten Tagesgeldzinsen im Überblick




1. Generali Bank ändert in allen Ecken des Preisverzeichnisses
Zum 1.7.09 kam es bei Generali Bank gehäuft zu Gebührenanhebungen und Zinssenkungen. Letzteres betrifft die Tagesgeldkonten. Die Verzinsung des "ErtragsKontos" fiel von 0,25% auf 0,125%. Und Bestandskunden, die ein "ErtragsKonto flexibel" haben, erhalten Zinsen in Höhe von 0,125% bis 0,75% (vorher: 0,25% bis 1,125%). Bei den Girokonten erhöhte Generali Bank die Kontoführungsgebühren für die vier Kontenmodelle geringfügig. Die monatlichen Gebühren liegen nun je nach Kontomodell bei EUR 2,77, EUR 4,73, EUR 7,90 und EUR 12,65 (vorher: EUR 2,68, EUR 4,60, EUR 7,67 und EUR 12,27). Der Einzelpreis für beleglose Sollumsätze verteuerte sich von EUR 0,08 auf EUR 0,09, was für das ModulKonto und teilweise auch für das BasisKonto relevant ist. Will man sein Konto schließen, kostet dies EUR 11,30, 30 Cent mehr als zuvor. Die Guthabenverzinsung auf den Girokonten wird erst am 15.7.09 von 0,25% auf 0,125% reduziert. Bei den Finanzierungen stiegen die Kosten für die Kontoführung des Kreditkontos von EUR 18,40 auf EUR 18,80 im Jahr. Beim Brokerage wurde die Minimumprovision für den Börsenhandel in Wien, auf Xetra Frankfurt, den Parkettbörsen in Deutschland sowie Paris, Mailand, Amsterdam, Madrid, Brüssel, Helsinki, Lissabon von EUR 19,50 auf EUR 20,00 angehoben. Fondsverkäufe schlagen pauschal mit EUR 20,00 (vorher: EUR 19,50) zu Buche. Der Mindestdepotpreis beträgt inklusive Mehrwertsteuer EUR 6,72 (vorher: EUR 6,48) pro Wertpapier und EUR 51,36 (vorher: EUR 49,92) pro Depot. Der Habenzinssatz auf dem Verrechnungskonto des Depots sank von 1,00% auf 0,25%. Und bei Depotschließung werden EUR 13,56 (vorher: EUR 13,20) belastet.

2. easybank zieht Gebühren an
Auch easybank nutzte den Quartalsbeginn für Anpassungen im Preisverzeichnis. Beim Girokonto "easy konto" stieg die Kontoführungsgebühr von EUR 4,39 auf EUR 4,53. Sie fällt nur für den Monat an, in welchem das Durchschnittsguthaben auf dem Konto unter EUR 2.500 lag. Die Guthabenverzinsung beträgt statt 1,25% nun 1,00%. Weitere Änderungen betreffen sowohl das Kontomodell "easy konto" wie auch das "easy gratis": Auf beiden Konten sank der Dispozins von 8,50% auf 8,25%. Über die BAWAG P.S.K.-Geschäftsstellen und die Postämter kann man bekanntlich bar einzahlen und Abhebungen vornehmen, wobei der Barauszahlungsvorgang mit EUR 1,52 nun ungleich teurer ist als bisher mit EUR 0,58. Bei Postversand der Kontoauszüge werden EUR 0,50 zzgl. Porto (vorher: EUR 0,48 zzgl. Porto) erhoben, bei Kontoschließung EUR 15,00 (vorher: EUR 14,00).
Mit höheren Kontoführungsgebühren müssen sich auch Kredit- und Brokerage-Kunden anfreunden. Es werden einmalig EUR 13,59 (vorher: EUR 12,90) bei Kreditabschluss und jährlich EUR 54,36 (vorher: EUR 51,60) für die Führung des Kreditkartenkontos berechnet. Beim Brokerage stieg der Mindestdepotpreis inklusive Mehrwertsteuer und auf das Jahr gerechnet von EUR 4,61 auf EUR 4,75 pro Posten und von EUR 14,52 auf EUR 14,59 pro Depot. Die Führung des Verrechnungskontos lässt easybank sich mit EUR 15,00 (vorher: EUR 14,52) bezahlen und eine Depotschließung mit EUR 15,00 (vorher: EUR 14,00).

3. EZB-Geld sättigt zu Niedrigstzinsen den Geldmarkt
In ihrem ersten Refinanzierungsgeschäft mit Laufzeit von zwölf Monaten stellte die Europäische Zentralbank (EZB) die Rekordsumme von 442,2 Milliarden Euro zur Verfügung. 1.121 Banken und Sparkassen in der Eurozone nahmen am 24.6.09 das Angebot an, sich gegen besicherte Bankanleihen für ein Jahr Geld zu borgen. Der Festzins hierfür liegt bei gerade mal einem Prozent. Das Interesse der Banken war deutlich größer als von den meisten Finanzexperten erwartet, die im Vorfeld mit einer Zuteilung von rund 300 Milliarden Euro rechneten. "Wir ersaufen im Geld", wird ein Händler zitiert. Für die Banken könnte es nun schwierig werden, kurzfristig eine sinnvolle Geldverwendung zu finden. In den ersten Tagen danach nutzten sie verstärkt wieder die Einlagenfazilität der EZB.
Mit diesem Langfristtender hofft die EZB, die Kreditvergabe an Unternehmen und Privatkunden ankurbeln zu können. Von den Banken wird außerdem erwartet, dass sie die niedrigen Kreditzinsen weitergeben. Der Präsident der Deutschen Bundesbank Axel Weber drohte, falls notwendig die Banken umgehen zu wollen und die Wirtschaft direkt zu stützen, sollten die Maßnahmen der EZB an den Banken scheitern. Durch den Langfristtender geht die EZB auch Risiken ein. So schränkt sie ihre Flexibilität ein, wenn es darum geht, bei Inflationsgefahr die zugeteilte Liquidität zügig wieder einzusammeln.

4. Kurzmeldungen im Newsticker
++ DenizBank schmälerte die bis dato lukrativen Festzinsangebote der kurzen Laufzeiten. Bei 6-monatiger Laufzeit wurde der Zins von 2,375% auf 1,875% zurückgenommen und bei 12-monatiger Laufzeit von 3,00% auf 2,125% ++ bankdirekt.at änderte die Festzinsangebote zum 27.6.09 sowohl in die eine als auch in die andere Richtung. Die Laufzeit von 6 Monaten hob sie als befristetes Aktionsangebot hervor, bietet hier 2,00% (vorher: 1,20%). Bei den Laufzeiten 2 und 3 Jahre wurde gesenkt, für 2 Jahre beträgt der neue Zins 2,50% (vorher: 2,75%) und für 3 Jahre 3,30% (vorher: 3,50%). Für 4 Jahre werden mit 3,70% (vorher: 3,60%) etwas mehr geboten als zuvor ++ bei easybank wird auf dem Verrechnungskonto zum Wertpapierdepot seit 8.6.09 ein Guthabenzins von 1,00% (vorher: 1,25%) gezahlt ++ Kunden, die bis Februar 2009 einen Ratenkredit bei ING-DiBa Direktbank Austria abgeschlossen haben, zahlen seit 1.7.09 weniger Zinsen. Aufgrund der Zinsgleitklausel in ihren Verträgen sank der Zins für Vertragsabschlüsse bis Dezember 2008 um 1,65%. Wer im Januar 2009 abgeschlossen hat, zahlt 0,82% weniger und für Abschlüsse im Februar 2009 gilt ein um 0,30% günstigerer Zins. Die betreffenden Kunden werden schriftlich durch die Bank informiert. Der Kreditzins ist bei ING-DiBa an den 3-Monats-Euribor gekoppelt. Er wird angepasst, wenn sich der 3-Monats-Euribor zum Quartalsende im Vergleich zur letzten Zinsanpassung oder Zinsfestschreibung um mindestens 0,25% änderte ++

5. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
Livebank.at hält den Tagesgeldzins konstant bei 2,00%, denn für Juli wurde der Tagesgeldzins durch einen freiwilligen Bonus in Höhe von 1,30% p. a. aufgestockt. Gemäß der Koppelung an den 3-Monats-Euribor würde er ansonsten im dritten Quartal nur 0,70% betragen. Generali Bank senkte bei den Tagesgeldkonten zum 1.7.09. Die Verzinsung beim "ErtragsKonto" halbierte sich von 0,25% auf 0,125%. Auf dem zweiten Tagesgeldprodukt, dem "ErtragsKonto flexibel", erhalten Bestandskunden bei Anlagen bis unter EUR 25.000 0,125% (vorher: 0,25% bis 0,50%), bei Anlagen von EUR 25.000 bis unter EUR 50.000 0,50% (vorher: 0,875%) und bei Anlagen über EUR 50.000 0,75% (vorher: 1,125%). sparendirekt.at reduzierte zum 1.7.09 von 2,25% auf 2,02%, positioniert sich so mit 0,02% vor dem direkten Wettbewerber Livebank.at, dessen Tagesgeldprodukt ähnlich aufgebaut ist. Der Tagesgeldzins bei sparendirekt.at setzt sich zusammen aus einem freiwillig gezahlten Bonus in Höhe von 1,271% p. a. sowie der auf Grundlage des 3-Monats-Euribors errechneten 0,749%. Der zusammengefügte Tagesgeldzins ist aufgrund der Anpassungsregelung nun fest bis 30.9.09.

6. Die besten Tagesgeldzinsen im Überblick (Anlagebetrag EUR 10.000, Standardverzinsung)
Porsche Bank, Direktsparen: 3,00% für das Gesamtguthaben, jährliche Zinsgutschrift
DenizBank, Tagesgeldkonto: 2,25% für das Gesamtguthaben, jährliche Zinsgutschrift
easybank, easy zinsmax: 2,10% für das Gesamtguthaben, jährliche Zinsgutschrift
AutoBank, Einlagekonto: 2,07% für das Gesamtguthaben, jährliche Zinsgutschrift
sparendirekt.at, Tagesgeldkonto: 2,02% für das Gesamtguthaben, jährliche Zinsgutschrift
zum kompletten Vergleich

Noch einen schönen Monat Juli wünscht

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