Newsletter: Direktbanken.News 04/2014

Willkommen zu den monatlichen News von modern-banking.at


Themenüberblick
1. Europaparlament will günstige Kartenzahlungen
2. Generali Bank nennt neue Spesensätze
3. Der monatliche Newsticker
4. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
5. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen




1. Europaparlament will günstige Kartenzahlungen
Nach dem Willen des Europaparlaments sollen die Gebühren für Kartenzahlungen reguliert werden. Die Abgeordneten stimmten am Donnerstag in Brüssel dafür. Die sogenannten Interbankenentgelte sollen demnach für Kreditkarten auf maximal 0,3 Prozent des Umsatzes begrenzt werden und für Debitkarten auf maximal 0,2 Prozent oder sieben Cent (je nachdem, welcher Betrag niedriger ist). Diese Obergrenzen sollen für nationale sowie für grenzüberschreitende Zahlungen innerhalb der EU gelten. Aufschläge, die einige Einzelhändler für Kartenzahlungen erheben, wären durch die Deckelung der Interbankenentgelte nicht länger gerechtfertigt und würden untersagt werden. Interbankenentgelte legen Banken und Kartenunternehmen untereinander fest. Einzelhändler haben darüber keine Verhandlungsmacht, müssen sie aber entrichten, wenn Kunden mit Karte bezahlen, was nach Auffassung der EU wettbewerbswidrig ist. Die Pläne würden vor allem Mastercard und Visa treffen. Die Gebühren sind innerhalb der EU sehr unterschiedlich, von durchschnittlich 0,2 Prozent in den Niederlanden bis zu mehr als 1,5 Prozent in Polen. So kommt es, dass man in Schweden mit seiner Kreditkarte problemlos einen Kaffee kaufen kann, während man in Tschechien erst einen Mindestbetrag erreichen muss. Von der Regulierung sollen letztlich die Verbraucher profitieren. Denn die bislang hohen Gebühren schlagen sich in den Verbraucherpreisen nieder - für diejenigen, die mit Karte zahlen und für diejenigen, die bar zahlen. Die meisten Verbraucher sind sich darüber nicht im Klaren, durch Bonuspunkte werden sie sogar zur Kartenzahlung ermutigt, da dies für Kartenaussteller eine große Einnahmequelle ist. Da zukünftig noch mehr digital bezahlt wird, sind effiziente Zahlungssysteme ein volkswirtschaftlicher Faktor. Es ist damit zu rechnen, dass die Kartenbranche zum Ausgleich die jährlichen Kartenpreise anhebt oder Zusatzleistungen wie Versicherungen streicht. Die Pläne werden nur Gesetz, wenn das Parlament mit den EU-Staaten im Rat einen Kompromiss findet. Die Gespräche sollen im Sommer stattfinden. Entgegen dem ersten Vorschlag der Europäischen Kommission will das Europaparlament nicht nur die Vier-Parteien-Systeme (Kunde-Kundenbank-Händlerbank-Händler) reguliert sehen, wie es bei Mastercard und Visa gegeben ist, sondern auch Drei-Parteien-Systeme (Kunde-Kartengesellschaft-Händler), wie von American Express und Diners Club.

2. Generali Bank nennt neue Spesensätze
Zum Anpassungstermin 1.7. wird Generali Bank wieder die Gebühren für zahlreiche Leistungen anheben. Dieses Jahr fällt das im Gegensatz zum Vorjahr moderat aus. Beim Online-Brokerage ändern sich einige Mindestgebühren. Die Orderprovision für den Börsenhandel in Wien, auf Xetra Frankfurt, den Parkettbörsen in Deutschland sowie Paris, Mailand, Amsterdam, Madrid, Brüssel, Helsinki, Lissabon und New York wird mindestens EUR 22,54 (bisher EUR 22,10) betragen. Für die Ausübung von Bezugsrechten werden mindestens EUR 2,85 (bisher EUR 2,80) fällig. Der Mindestdepotpreis pro Wertpapier steigt inklusive Mehrwertsteuer auf EUR 7,39 (bisher EUR 7,25), während der Mindestpreis pro Depot unverändert bleibt. Fondsverkäufe sind mit pauschal EUR 22,54 (bisher EUR 22,10) kostenpflichtig. Daneben wird es teurer, die Bank zu verlassen: Den ausgehenden Übertrag von Papieren inländischer Emittenten belastet sie künftig mit EUR 34,75 (bisher EUR 34,08) pro Position und die Schließung von Depot bzw. Konto mit EUR 15,24 (bisher EUR 14,94). Bei den Girokonten steigen die auf den Monat umgerechneten Kontoführungspauschalen je nach Kontomodell auf EUR 3,11, EUR 5,32, EUR 8,87 oder EUR 14,23 (bisher EUR 3,05, EUR 5,22, EUR 8,70 oder EUR 13,95). Maestrokarten haben beim Kontomodell "ModulKonto" und allgemein als Zusatzkarte einen Jahrespreis von EUR 18,58 (bisher EUR 16,90). Das Anlegen, Ändern und Streichen von Daueraufträgen mittels schriftlichem Auftrag ist mit EUR 2,04 (bisher EUR 2,00) in der aktuellen Konditionenübersicht ausgewiesen, ausgenommen ist das Anlegen von Daueraufträgen unmittelbar mit der Kontoeröffnung. Barauszahlungen kosten EUR 1,02 (bisher EUR 1,00), Bareinzahlungen auf das eigene Konto EUR 0,61 (bisher EUR 0,60), beides ist an einem einzigen Standort in Wien möglich. Unter anderem muss auch mehr gezahlt werden für beleghafte Überweisungen, Rücklastschriften, Scheckeinreichungen, Auslandsüberweisungen (die nicht als SEPA-Überweisung ausgeführt werden) und die Devisenkonvertierung.

3. Der monatliche Newsticker
++ die easybank konnte auch heuer wieder das beste Geschäftsjahr in der Firmengeschichte vermelden. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit steigerte sie wie schon in den Vorjahren nochmals - 2013 wurden 13,1 Millionen Euro erwirtschaftet (Vorjahr 9,3 Millionen Euro). Die Kontenzahl erhöhte sich auf rund 460.000 (Vorjahr 410.000). Der Fokus für das aktuelle Jahr liege weiterhin im Ausbau der Position als Hauptbankverbindung für Privatkunden ++

4. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld


direktanlage.at senkte am 1.4.14 beim "Online TopZins Konto" zum einen den Standardzins von 1,00% auf 0,90% und die Höchsteinlage von EUR 250.000 auf EUR 100.000. Zum anderen senkte sie den Neukundenzins auf 1,20% p. a., im Eröffnungszeitraum 5.8.13 bis 31.3.14 waren es 1,40% p. a. Der Sonderzins wird weiterhin bei einer Höchsteinlage von EUR 25.000 für die ersten sechs Monate ab Kontoeröffnung eingerichtet.


Generali Bank senkte am 1.4.14 beim "ErtragsKonto flexibel" die variablen Sonderzinsen, für Kontoeröffnungen bzw. Umstellungen ab 14.7.11 beträgt der Sonderzins jetzt 0,75% (vorher 1,00%). Gleichzeitig gab Generali Bank bekannt, dass die Buchungsposten günstiger werden, nach Ausschöpfen des jährlichen Freikontingents kostet ab 1.7.14 jede weitere Buchung EUR 1,50 (bisher EUR 2,43).

5. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen

VakifBank passte am 10.3.14 an - bei 12 Monaten bis 5 Jahren in der Spanne von 0,06% bis 0,31% nach oben und ab 7 Jahren um 0,10% bis 0,40% nach unten. Die geänderten Zinssätze lauten: 12 Monate - 1,61% (vorher 1,40%), 2 Jahre - 1,91% (vorher 1,60%), 3 Jahre - 2,01% (vorher 1,70%), 4 Jahre - 2,11% (vorher 1,90%), 5 Jahre - 2,26% (vorher 2,20%), 7 Jahre - 2,30% (vorher 2,40%), 8 Jahre - 2,30% (vorher 2,50%), 9 Jahre - 2,30% (vorher 2,60%) und 10 Jahre - 2,30% (vorher 2,70%)

Noch einen schönen Monat April wünscht

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