Newsletter: Direktbanken.News 02/2009

Willkommen zu den monatlichen News von modern-banking.at


Themenüberblick
1. easybank reduziert Tagesgeldzins um 1,40%
2. AutoBank reduziert Tagesgeldzins um insgesamt 1,33%
3. ING-DiBa mit Gewinn, ING Group mit Milliardenverlust
4. Aktionärswechsel bei der AutoBank
5. Kurzmeldungen im Newsticker
6. Die besten Tagesgeldzinsen im Überblick




1. easybank reduziert Tagesgeldzins um 1,40%
easybank reduzierte die Tagesgeldverzinsung deutlich. Seit 1.2.09 beträgt diese beim "easy zinsmax" 3,20%. Der vorherigen 4,60%, mit der das Produkt erst im September eingeführt wurde, ist im Rückblick somit wohl als Einführungs-Angebot anzusehen. Andererseits setzte die easybank mit dem großen Zinsschritt nun um, was viele Anbieter nach den letzten Zinsentscheiden der Europäischen Zentralbank in mehreren kleinen Zinsschritten vollzogen.

2. AutoBank reduziert Tagesgeldzins um insgesamt 1,33%
Bis vor Kurzem verzinste AutoBank noch mit 4,60%, ehe man am 20.1.09 auf 4,40% und am 1.2.09 auf die jetzt geltenden 3,27% anpasste. Erstaunlicherweise reicht diese Kondition, um weiterhin die Spitzenposition im Tagesgeld-Vergleich einzunehmen. Denn auch die Wettbewerber haben in den letzten Wochen ihre Angebote an die rückläufige Entwicklung an den Geld- und Kapitalmärkten angepasst. Der Vorsprung auf den zweiten Platz beträgt 0,02%.

3. ING-DiBa mit Gewinn, ING Group mit Milliardenverlust
Die ING-DiBa AG erzielte im Geschäftsjahr 2008 nach vorläufigen, untestierten Zahlen einen Gewinn annähernd dem Vorjahresniveau. Vor Steuern liegt das Ergebnis bei 412 Millionen Euro. In 2007, dem erfolgreichsten Jahr der Firmengeschichte, waren es 469 Millionen Euro. Aufgrund ihrer unverändert konservativen Anlagepolitik musste ING-DiBa dabei keinerlei Abschreibungen auf ihr Anlageportfolio vornehmen. Die auf den privaten Bankkunden fokussierte Direktbank, die mit ihrer Niederlassung ING-DiBa Austria in Österreich vertreten ist, verzeichnete einen Einlagenzuwachs um 2 Milliarden Euro auf insgesamt mehr als 64 Milliarden Euro. Bei den Baufinanzierungen stieg die ausgereichte Kreditsumme um rund 6 Milliarden Euro auf 43 Milliarden Euro an. Die Kundenzahl erhöhte sich um knapp 200.000 auf insgesamt fast 6,68 Millionen. Der Vorstandsvorsitzende der ING-DiBa, Ben Tellings kommentierte die Veröffentlichung wie folgt: "Die Zahlen beweisen, dass wir das Vertrauen unserer Kunden gerechtfertigt haben - sie können sich darauf verlassen, dass die ING-DiBa bilanziell solide und operativ modern ist. Unser Geschäftsmodell hat sich in der Finanzkrise bewährt." Für Österreich fügte Katharina Herrmann, CEO der ING-DiBa Direktbank Austria hinzu, dass man trotz der turbulenten Zeiten einen konsequenten Ausbau am österreichischen Bankenmarkt geschafft habe.
Dagegen leidet die niederländische Mutter. Der Finanzkonzern ING muss nach einem Quartalsverlust in Höhe von 3,3 Milliarden Euro aufgrund von Abschreibungen erneut Staatshilfe in Anspruch nehmen. Der niederländische Staat übernimmt eine Art Bürgschaft für riskante Wertpapiere über 22 Milliarden Euro. Damit seien 80 Prozent des kriselnden Portfolios abgedeckt. Zudem trat Vorstandschef Michel Tilmant zurück. ING ist nun zu Stellenabbau gezwungen, 7.000 der konzernweit 130.000 Arbeitsplätze sollen abgebaut werden. Von Geschäftsfeldern, die nicht zum Kerngeschäft gehören, will man sich trennen, Marketing-Ausgaben wie gegebenenfalls auch die für den Formel-1-Sport zurückgefahren werden. Auch die Pläne für den Aufbau einer Direktbank in Japan wurden verworfen.

4. Aktionärswechsel bei der AutoBank
Die Albis Leasing AG möchte ihren bisherigen 50%-Anteil an der Wiener AutoBank verringern. Albis Leasing, die als Holdinggesellschaft organisiert ist, befindet sich nach zwei verlustreichen Jahren in einem Prozess der Neuausrichtung. Kostensenkungsmaßnahmen und die Konzentration auf die Kerngeschäftsfelder sind die eingeschlagenen Wege aus der Krise. Der Aktienanteil an der AutoBank wird zu je 12,5% von der Lease Beteiligung GmbH in Oberhaching bei München, die zu 100% im Eigentum des AutoBank-Vorstandes Gerhard Fischer ist, und einem Finanzinvestor übernommen. Der Anteil der Albis Leasing reduziert sich somit auf 25% minus 1 Aktie. Über dieses Aktienpaket besteht den Angaben zufolge ein Optionsvertrag zur Übernahme durch die neuen Eigentümer bis zum 30.9.09. Hierzu muss die Finanzmarktaufsicht ihre Genehmigung noch aussprechen. Die andere Hälfte an der AutoBank hält auch künftig die DSK Leasing GmbH & Co KG. LeaseTrend und DSK gehörten bis 2007 mehrheitlich zu Albis Leasing.

5. Kurzmeldungen im Newsticker
++ bankdirekt.at strich die Orderleitgebühr von EUR 1,50 per 2.1.09, Wertpapieraufträge über den Anbieter sind somit günstiger geworden ++ Livebank.at hat den Tagesgeldzins rückwirkend zum 1.1.09 um 0,635% auf 3,125% aufgestockt. Der hinzugerechnete Bonuszins ist vorerst bis zum 31.3.09 befristet, er gilt für alle Kundengruppen. Als Berechnungsbasis für den Tagesgeldzins der Livebank.at dient für gewöhnlich der 3-Monats-Euribor abzüglich eines Kostenabschlags von 0,40%. Der Zins würde im ersten Quartal 2009 laut dieser Regelung und ohne das jetzige Entgegenkommen 2,49% betragen. Im vierten Quartal 2008 waren es noch 4,88% ++ der Standard-Tagesgeldzins von sparendirekt.at beträgt seit 16.1.09 3,125%. Die Berechnungsgrundlage wurde geändert, es wird ein Kostenabschlag von 0,35% statt der ursprünglich vorgesehenen 0,50% vom 3-Monats-Euribor abgezogen. Man muss sich somit darauf einstellen, dass nicht nur Tagesgeldzinsen, sondern kurzfristig auch die von der Bank selbst auferlegten Regeln zur Zinsfestsetzung geändert werden können. Kunden, die bis 15.1.09 ihr Tagesgeldkonto bei sparendirekt.at eröffneten, sicherten sich den bis zum 31.3.09 befristeten Produkteinführungs-Zins von 4,60% ++ Allianz Investmentbank verringerte zum 27.1.09 beim Top Cash von 2,50% auf 2,00% ++ DenizBank senkte den Tagesgeldzins zum 2.2.09 auf 3,25%, dem gingen Zinssenkungen am 19.1.09 von 4,10% auf 3,50% und am 12.1.09 von 4,50% auf 4,10% voraus ++

6. Die besten Tagesgeldzinsen im Überblick (Anlagebetrag EUR 10.000, Standardverzinsung)
AutoBank, Einlagekonto: 3,27% für das Gesamtguthaben, jährliche Zinsgutschrift
DenizBank, Tagesgeldkonto: 3,25% für das Gesamtguthaben, jährliche Zinsgutschrift
easybank, easy zinsmax: 3,20% für das Gesamtguthaben, jährliche Zinsgutschrift
Livebank.at, Online-Sparen: 3,125% für das Gesamtguthaben, jährliche Zinsgutschrift
sparendirekt.at, Tagesgeldkonto: 3,125% für das Gesamtguthaben, jährliche Zinsgutschrift
zum kompletten Vergleich

Noch einen schönen Monat Februar wünscht

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