Newsletter: Direktbanken.News 01/2017

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Themenüberblick
1. Identifizieren via Videotelefonat zugelassen
2. easybank: EUR 5.000 am Geldautomaten abheben
3. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
4. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen




1. Identifizieren via Videotelefonat zugelassen
Der Finanzbranche ist es nun auch in Österreich gestattet, die zur Geldwäscheprävention vorgeschriebene Identitätsfeststellung ihrer Kunden in einer Videoübertragung einzuholen. Die Finanzmarktaufsicht (FMA) informierte in einer Presseaussendung über ihre am Dienstag in Kraft getretene Verordnung zur Videoidentifizierung. Die Banken können jetzt damit beginnen, diese weitere Möglichkeit anzubieten. An die Antragsstrecke zu einem neuen Konto kann sich dann die Identifizierung unmittelbar anschließen, der Kunde sich dazu mit einem Call-Center-Agenten verbinden lassen. Das Videotelefonat wird über die Webcam des PCs oder die Kamera von Smartphone oder Tablet geführt. Das Verfahren ist aus Kundensicht schnell und komfortabel, die Banken rechnen zudem mit geringeren Abbruchquoten. Die FMA definierte in der Verordnung die Regeln, damit die Versuche möglichst immer aufgedeckt werden, unter fremdem Namen ein Konto zu eröffnen bzw. einen gefälschten Ausweis vorzulegen. Während des Videotelefonats hat ein qualifizierter Mitarbeiter die Sicherheitsmerkmale des amtlichen Ausweisdokuments auf Vorder- und Rückseite zu prüfen und dass dieses tatsächlich auch zur Person passt. Er macht von Ausweisdokument und Person jeweils Screenshots, die gespeichert werden. Der Antragsteller hat seinen Ausweis nach den Anweisungen des Mitarbeiters horizontal und vertikal zu kippen, sodass die holographischen Sicherheitsmerkmale sichtbar werden. Die Identifikation ist seitens der Bank oder des von ihr beauftragten Dienstleisters in einem abgetrennten, mit einer Zugangskontrolle ausgestatteten Raum durchzuführen. Sie ist abzubrechen, wenn die visuelle Überprüfung zum Beispiel aufgrund schlechter Lichtverhältnisse oder der verwendeten Technik nicht möglich ist oder sich sonstige Unsicherheiten ergeben.
In Deutschland gibt es die Videoidentifizierung für Bankgeschäfte seit März 2014. Die Unternehmen IDnow aus München und WebID Solutions aus Berlin haben sich darauf spezialisiert. Sie können mit langen Servicezeiten punkten, Bankkunden in mehreren Sprachen in Empfang nehmen, die Mitarbeiter sind geschult Personen mit unterschiedlichen internationalen Ausweisdokumenten zu identifizieren und auch Software wird eingesetzt, um Abweichungen zu erkennen. Die Deutsche Post kann das mittlerweile ebenso, der deutsche Markt teilt sich unter diesen drei Teilnehmern auf. Nur ganz wenige Banken ziehen eine Lösung im eigenen Haus vor. Wenn es um die Fernidentifizierung geht, setzt sich dieses digitale Verfahren immer mehr durch. Die Banken lassen den Kunden aber die Wahl zwischen dem klassischen Weg über die Postfiliale bzw. den Postboten und via Video. Selbst bei den mit dem Internet vertrauten Neukunden der Direktbanken geht ein Großteil aber weiterhin lieber zur Postfiliale, zum einen aus Sorge um Datensicherheit beim Übermitteln ihrer Ausweisdaten über das Internet, zum anderen, weil in den meisten Fällen die Vertragsunterlagen trotzdem noch ausgedruckt, unterschrieben und postalisch versendet werden müssen. Die Finanzinstitute müssen deshalb einen Schritt weiterdenken, Kunden schätzen eine nahtlose Lösung, bei der auch das postalische Versenden entfällt.

2. easybank: EUR 5.000 am Geldautomaten abheben
Girokunden der easybank haben eine weitere Option zum Abheben von großen Bargeldbeträgen: Sie können das wie gehabt gegen EUR 1,52 Gebühr in allen BAWAG P.S.K.-Geschäftsstellen und Postämtern am Schalter zu den Öffnungszeiten erledigen, oder nunmehr auch am Geldautomaten im Foyer einer BAWAG P.S.K. Filiale - gebührenfrei und bis zu EUR 5.000 pro Abhebung, maximal zwei dieser Abhebungen innerhalb von 24 Stunden. Die easybank ist eine Tochter der BAWAG P.S.K. Der neue Service lässt sich nutzen, indem man einen Code im Online-Banking der easybank anfordert, über den Menüpunkt "easy smartcash". Voraussetzung dabei: Man ist für mTAN angemeldet. Der Code wird dem Nutzer auf das Mobiltelefon gesendet, aus Sicherheitsgründen begrenzt die easybank seine Gültigkeit auf zwölf Stunden. Am Geldautomaten ist der Code einzugeben, für Beträge größer EUR 500,00 wird zusätzlich die Bankomatkarte benötigt, deren Kartenlimit ist bei der Transaktion ausgesetzt.

3. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld


hypodirekt.at bietet für Kontoeröffnungen ab 1.1.17 einen bis 31.3.17 festgeschriebenen Zins von 0,20% p. a. Zuvor galten im Neugeschäft 0,25% p. a.


Die Generali Bank senkte den variablen Sonderzins auf dem "ErtragsKonto flexibel" am 30.12.16 auf 0,15% (vorher 0,30%).


bankdirekt.at kürzte am 30.12.16 beim "Pluskonto" auf 0,01% (vorher 0,125%).


MoneYou nahm per 21.12.16 das Zinsangebot für Österreich von 0,80% auf 0,70% zurück.


Allianz Investmentbank verzinst seit 15.12.16 das "Top Cash" nicht mehr, zuvor galten 0,05%.

4. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen


Bigbank aus Estland verringerte am 5.1.17 bei den Laufzeiten bis 7 Jahre um 0,10 Prozentpunkte, zum Beispiel bei 3 Jahren auf 1,10% (vorher 1,20%), bei 5 Jahren auf 1,30% (vorher 1,40%) und bei 7 Jahren auf 1,45% (vorher 1,55%).


Die Austrian Anadi Bank nahm am 2.1.17 eine angekündigte Zinssenkung um 0,10 Prozentpunkte vor - bei 6 Monaten auf 0,71% (vorher 0,81%), bei 12 Monaten auf 0,81% (vorher 0,91%) und bei 3 Jahren auf 0,91% (vorher 1,01%).


Die Santander Consumer Bank kürzte am 22.12.16 bei 6 Monaten auf 0,70% (vorher 0,75%), bei 9 Monaten auf 0,80% (vorher 0,85%) und bei 2 Jahren auf 1,10% (vorher 1,25%).


MoneYou senkte per 21.12.16 bei 6 und 12 Monaten auf einheitlich 0,70%. Zuvor galten bei 6 Monaten 0,90% und bei 12 Monaten 1,00%. Der Rückfallzins bei vorzeitiger Auflösung beträgt weiterhin 0,40%.


bankdirekt.at verringerte am 16.12.16 bei 12 Monaten auf 0,40% (vorher 0,50%) und bei 2 Jahren auf 0,60% (vorher 0,70%).

Noch einen schönen Monat Januar wünscht

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