Newsletter: Direktbanken.News 01/2012

Willkommen zu den monatlichen News von modern-banking.at


Themenüberblick
1. IBAN-Kontonummer wird Pflicht
2. ING-DiBa Austria: Startguthaben zum Sonderzins
3. Jahresrückblick 2011
4. Der monatliche Newsticker
5. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
6. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen




1. IBAN-Kontonummer wird Pflicht
Eine Vereinbarung zwischen EU-Parlament und Ministerrat vom 20.12.11 setzt den nationalen Zahlungssystemen für Überweisungen und Lastschriften ein Enddatum. Ab Februar 2014 darf nur noch der Standard für den europäischen Zahlungsraum (SEPA) in allen 32 teilnehmenden Ländern für Eurozahlungen verwendet werden. Dadurch wird in den Teilnehmerländern, die den Euro eingeführt haben, vollständig umgestellt. Kosten werden eingespart, da Kreditwirtschaft und Unternehmen Systeme im Parallelbetrieb bereithalten mussten. SEPA wurde ohne den Druck eines Enddatums bislang überwiegend bei Transfers auf ausländische Konten eingesetzt, bei Inlandstransfers dagegen eher selten. Ein bedeutender Unterschied zu den nationalen Verfahren besteht darin, dass der Überweisende, der Begünstigte und deren Kreditinstitute anhand von IBAN und BIC anstelle von nationaler Kontonummer und Bankleitzahl anzugeben sind. Die jetzige Vereinbarung, die noch formell als Verordnung verabschiedet werden muss, basiert auf einem vor über einem Jahr unterbreiteten Vorschlag der EU-Kommission. Damit Bankkunden die Umstellung auf die längeren Nummern nicht allzu schwer fällt, wurden Kompromisse eingearbeitet: So kann die alte Kontonummer noch bis Februar 2016 im nationalen Zahlungsverkehr genutzt werden. Bei Überweisungen im eigenen Land soll die Bankleitzahl BIC ab Februar 2014 wegfallen, für Geldtransfers innerhalb Europas von Februar 2016 an. Auch unter SEPA bleiben alte Lastschriftaufträge gültig; das bisherige bedingungslose Widerrufsrecht bei Abbuchungen vom eigenen Konto durch Lastschrift gilt weiter. "Ein von Versicherungen, Vermietern, Verlegern und Vereinen zu Recht befürchtetes Chaos bei der Umstellung bleibt uns damit erspart", sagte Europaparlamentarier Sven Giegold.
SEPA ist in diesen Tagen ohnehin ein Thema, denn die Überweisungslaufzeiten verkürzen sich: Für eine beleglose Überweisung darf seit dem Jahreswechsel vom Eingang bei der beauftragten Bank bis zur Gutschrift auf dem Konto des Zahlungsempfängers nur noch ein Bankarbeitstag benötigt werden. Bislang waren es bis zu drei Bankarbeitstage. Eine Überweisung auf Papier darf einen Tag länger unterwegs sein. Bankarbeitstage sind die Werktage, an denen alle an der Ausführung beteiligten Kreditinstitute gewöhnlich geöffnet haben. Samstage und Sonntage werden daher ebenso wenig gezählt wie bundeseinheitliche oder regionale Feiertage (soweit für den Überweisungsweg relevant). In den Preis- und Leistungsverzeichnissen geben die Institute jeweils an, wann der letzte Buchungslauf ist bzw. bis zu welcher Uhrzeit Überweisungsaufträge eingehen müssen, um noch für diesen Tag als eingegangen zu zählen. Die IBAN setzt sich in Österreich aus der Länderkennzeichnung AT, einer zweistelligen Prüfziffer sowie der alten Bankleitzahl und der alten 11-stelligen Kontonummer (gegebenenfalls mit führenden Nullen aufgefüllt) zusammen. Durch die Prüfziffer kann ein Fehler bei der Angabe der IBAN erkannt werden.

2. ING-DiBa Austria: Startguthaben zum Sonderzins
Gute Vorsätze in finanzieller Hinsicht für 2012 lassen sich laut ING-DiBa Austria rasch umsetzen. Die Bank hält nämlich für neue Tagesgeldkunden ein doppeltes Dankeschön bereit. Diejenigen, die ab 27.12.11 ihr erstes "Direkt-Sparen" eröffnen, erhalten weiterhin einen Sonderzins von 2,50% p. a. für die ersten sechs Monate und gegebenenfalls zusätzlich ein Startguthaben von EUR 40,00. Bedingung für das ausgelobte Startguthaben ist, dass eine Ersteinlage von mindestens EUR 5.000 (in einer Summe) innerhalb von vier Wochen auf das neu eröffnete Konto eingezahlt wird.

3. Jahresrückblick 2011
Die Schlagzeilen des Jahres zum Direktbankenmarkt: ++ Verschuldung wird für die Eurozone zur Zerreißprobe, die Politik ist bemüht Vertrauen zurückzugewinnen, Banken sollen sich rüsten, ihr Eigenkapital schneller als zunächst vorgesehen aufstocken ++ aus Sorge vor einer anziehenden Geldentwertung erhöhte die Europäische Zentralbank den Leitzins in zwei Schritten, dann wieder Krisenmodus: zurück zu Niedrigzins und Liquiditätsspritzen ++ Direkt-Anlage Österreich senkte im April ihre Orderpreise auf ein marktübliches Niveau. Zudem forciert sie seitdem ihr Geschäft über Neukundenangebote ++ Generali Bank zog sich aus dem Online-Kreditgeschäft zurück ++ die Amsterdam Trade Bank, ein Unternehmen der russischen Alfa Bank, bietet ihre Zinsanlagen seit Juli auch österreichischen Kunden an. Den österreichischen Markt bedient sie wie den deutschen vom Standort in Amsterdam ++ ein weiteres Regionalinstitut aus dem Sparkassensektor ist seit Anfang November mit einem österreichweiten Direktangebot vertreten - die Sparkasse der Stadt Amstetten AG mit sparprofi.at ++ Livebank.at wurde von der Österreichischen Volksbanken-AG (ÖVAG) übernommen. Das Spitzeninstitut des hiesigen Volksbankensektors verhandelte über mehrere Monate mit dem bisherigen Eigentümer, der Volksbank Kufstein, über die Modalitäten. Die ÖVAG verfügt mit dem Erwerb wieder über ein Einlagengeschäft als Refinanzierungsmöglichkeit ++ das Bezahlen mit einer Kontaktlos-Technologie ist ein großes Zukunftsthema. Neben Kreditkartengesellschaften und Banken haben dieses Feld auch Internet- und Telekommunikationsunternehmen für sich entdeckt. Alle erproben die Technik in regionalen Pilotprojekten oder setzen sie mit einzelnen Handelsketten bereits bundesweit ein ++

4. Der monatliche Newsticker
++ bankdirekt.at erhöhte mehrere Gebühren im Centbereich: So werden beim Girokonto nun EUR 6,36 (vorher: EUR 6,18) belastet, wenn die Bedingung für die kostenlose Kontoführung nicht erfüllt ist. Eine Überweisung über den Telefonservice kostet EUR 1,07 (vorher: EUR 1,04) und eine auf dem Postweg EUR 2,16 (vorher: EUR 2,10), SMS-Benachrichtigungen zu Konto oder Depot jeweils EUR 0,09 (vorher: EUR 0,08). Für das Brokerage-Verrechnungskonto, das "Pluskonto", fallen EUR 17,25 (vorher: EUR 16,75) pro Jahr an ++ brokerjet lässt Neukunden, die in der Zeit vom 2.12.11 bis zum 31.1.12 ein Depot eröffnen, zwischen einem Startguthaben zum Traden über EUR 50,00 und einer bis Ende April befristeten Reduktion der Orderpreise wählen. Der Geldbetrag wird dem brokerjet-Verrechnungskonto gutgeschrieben, er darf nur für Trading-Zwecke genutzt werden. Wählt der neue Kunde stattdessen die günstigeren Preise, gilt zum einen über Xetra Wien bis EUR 10.000 Ordervolumen je Order eine Flatfee von EUR 5,00. Fremdspesen sind bei brokerjet bereits mit der Flatfee abgedeckt. Zum anderen kann über die VIPartner BNP Paribas, Commerzbank, Erste Bank und The Royal Bank of Scotland außerbörslich gebührenfrei gehandelt werden ++ bei flatex.at können Weisungen für Kapitalmaßnahmen seit Kurzem online erteilt werden. Unterstützt werden zunächst die Geschäftsfälle "Kapitalerhöhung gegen Bar" und "Barabfindungen", weitere Geschäftsfälle sollen in absehbarer Zeit folgen. Für Weisungen, die weiterhin postalisch oder per Fax erteilt werden, erhebt flatex.at ab 1.3.12 eine Gebühr von EUR 10,00 ++ ING-DiBa Austria hat gutmitgeld.at gestartet, ein Portal, das über Geldthemen informiert. Die Themen sind nicht nur auf die Bankenwelt bezogen ++ die Europäische Zentralbank kappte den Leitzins in der Eurozone auch im Dezember um 25 Basispunkte. Seit 14.12.11 beträgt er 1,00%. Außerdem lieh sie zu diesem Schnäppchenzins den Kreditinstituten 489 Milliarden Euro über einen Dreijahrestender ++

5. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
Die EthikBank aus Thüringen verringerte am 15.12.11 bei "ZinskontoOnline" und "ZinskontoPlus" jeweils um 0,25%. Für Guthabenteile unter EUR 5.000 gelten 0,50% (vorher: 0,75%) und für Guthabenteile ab EUR 5.000 gelten 0,75% (vorher: 1,00%). Beim variabel verzinslichen Aktionskonto "Zinskonto Einsteiger" wurde in gleichem Maße gesenkt. ING-DiBa Austria erweiterte ihr Neukundenangebot (siehe Themenpunkt 2).
Steyler Bank verzinst seit 1.1.12 je nach Guthabenhöhe mit 0,50% bis 0,60% (vorher: 0,70% bis 0,85%).
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6. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen
bankdirekt.at erhöhte per 16.12.11 bei 12 Monaten leicht - von 2,25% auf 2,30%.
Generali Bank änderte zum 1.1.12 bei 6 Monaten auf 1,375% (vorher: 1,50%), bei 9 Monaten auf 1,875% (vorher: 2,00%), bei 12 Monaten auf 2,30% (vorher: 2,125%) und bei 2 sowie 3 Jahren auf 2,25% (vorher: 2,00%). DenizBank senkte am 2.1.12 bei 9 Monaten auf 2,625% (vorher: 2,75%), verbesserte aber gleichzeitig bei 2 Jahren auf 3,125% (vorher: 3,00%). Die VakifBank machte am 4.1.12 eine Zinserhöhung vom Dezember rückgänging, indem sie bei 9 Monaten von 2,875% wieder auf 2,75% senkte. bankdirekt.at verringert am 5.1.12 bei 9 Monaten auf 1,45% (bisher: 1,55%), bei 2 Jahren auf 1,90% (bisher: 1,95%), bei 3 Jahren auf 2,05% (bisher: 2,15%), bei 4 Jahren auf 2,25% (bisher: 2,40%) und bei 5 Jahren auf 2,50% (bisher: 2,65%).
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Noch einen schönen Monat Januar wünscht

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