Newsletter: Direktbanken.News 01/2010

Willkommen zu den monatlichen News von modern-banking.at


Themenüberblick
1. Jahresrückblick 2009
2. flatex vor Österreich-Start
3. GLS Bank plant österreichische Niederlassung
4. Kurzmeldungen im Newsticker
5. Die besten Tagesgeldzinsen im Überblick




1. Jahresrückblick 2009
Die Schlagzeilen des Jahres zum Direktbankenmarkt: ++ zu Niedrigstzinsen sättigt die Europäische Zentralbank den Geldmarkt, in Erwartung, dass die Geschäftsbanken ihre Kreditvergabe an Unternehmen und Privatkunden lockern ++ wahrnehmbar wird die günstige Refinanzierungs-Möglichkeit an anderer Stelle, steil fallende Anlagezinsen ++ EU-Richtlinien zum bargeldlosen Zahlungsverkehr umgesetzt. Online-Überweisungen in Euro müssen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums nun spätestens am dritten Bankarbeitstag nach Auftrag beim Empfänger gutgeschrieben sein, außerdem dürfen keine Kontoschließungsentgelte bei Girokonten mehr anfallen ++ ein mutmaßlicher Abgriff von Kartendaten in Spanien führte zur größten Austauschaktion von Kreditkarten der Geschichte. Die österreichischen Kreditkartenaussteller zeigten sich zwar alarmiert und verschärften die Kontrollen, der Austausch konzentrierte sich jedoch auf einen geringen Teil des Bestandes ++ sparendirekt.at und Porsche Bank stiegen ins Online-Tagesgeldgeschäft ein ++ bankdirekt.at und direktanlage.at überarbeiteten ihr Angebot bei den Girokonten ++ die deutschen Anbieter flatex und GLS Bank bereiten ihren Start in Österreich vor ++

2. flatex vor Österreich-Start
Als die flatex AG im Juni 2009 den eigenen Börsengang vollzog, kündigte man an, den Emissionserlös u. a. für eine Expansion nach Österreich verwenden zu wollen. Nun steht der Markteintritt offenbar unmittelbar bevor. flatex ist ein Online-Broker aus dem oberfränkischen Kulmbach, der mit einer volumenunabhängigen Ordergebühr als Discounter auftritt, mittels günstiger Preise Kunden gewinnen will. Am Rande eines Pressegespräches der biw Bank für Investments und Wertpapiere AG, die für flatex die Kontoführung übernimmt und sämtliche Wertpapier-Transaktionen abwickelt, äußerte sich biw-Vorstand Thomas Schmidt, dass der Markteintritt zeitnah Anfang 2010 erfolge. Für die Geschäftsfähigkeit der Niederlassung seien nur noch wenige Formalien zu klären. Die Räumlichkeiten am Standort in Wien seien bereits eingerichtet und die nötige Technik installiert. Auch über die Internetadresse www.flatex.at ist zu lesen, dass das Angebot "demnächst verfügbar" sein wird. Ein Kundenstamm ist bereits vorhanden, nachdem der biw-Hauptaktionär, die Vertriebsfirma Aragon, im September die österreichischen Aktivitäten des deutschen Finanzvertriebs MLP mit 15.000 Kunden übernommen hat.

3. GLS Bank plant österreichische Niederlassung
Im Segment der nachhaltigen Banken tummeln sich im Nachbarland Deutschland seit November neue Anbieter wie noa bank und Triodos Bank. Die GLS Bank mit Hauptsitz in Bochum, die bereits 1974 mit der Idee eines ethisch-ökologischen Banktyps die Geschäftstätigkeit aufnahm, will nun expandieren und im Jahr 2010 in Wien eine Niederlassung errichten. Der Aufbau befindet sich in einem frühen Stadium. Die Stelle der Niederlassungsleitung, die organisatorische Rahmenbedingungen umsetzen und die Verantwortung für das österreichische Marktgebiet übernehmen soll, wurde kürzlich erst ausgeschrieben.
Die GLS Bank hat die Rechtsform einer Genossenschaftsbank und derzeit rund 70.000 Kunden. Das Kürzel GLS steht für "Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken". Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Unterstützung gesellschaftlich wichtiger sozialer, kultureller und ökologischer Vorhaben, insbesondere durch die Vergabe zinsgünstiger Kredite.

4. Kurzmeldungen im Newsticker
++ die befristete Staatsgarantie für Einlagen auf Konten mit österreichischer Einlagensicherung lief zum 31.12.09 aus. Parallel dazu wurde zum 1.1.10 die gesetzliche Einlagensicherung über die Bankenverbände in Österreich von EUR 50.000 auf EUR 100.000 je Privatperson erhöht ++ beim Brokerage-Angebot von brokerjet entfällt die vierteljährliche Kontoführungspauschale von EUR 15,00 seit 1.1.10 bereits, wenn pro Quartal und Depot mindestens ein Trade ausgeführt wird. Zuvor war hierfür zusätzlich notwendig, einen Vermögensbestand (Wertpapiere und/oder Barmittel) von durchschnittlich mindestens EUR 2.500 zu halten ++ die Tagesgeldverzinsung bei sparendirekt.at fiel immens, seit 1.1.10 beläuft sie sich auf 1,52% statt zuvor 2,02%. Die Verzinsung setzt sich im ersten Quartal 2010 aus einem Basiszins von 0,35% p. a. und einem freiwillig gezahlten Bonuszins von 1,17% p. a. zusammen ++ Generali Bank verringerte am 18.12.09 die Verzinsung bei den Festzinsanlagen um bis zu 0,50%. Der Zins beim "FixzinsKonto", über das die 6-monatige Laufzeit angeboten wird, beträgt 1,50% (vorher: 1,75%). Beim "PremiumKonto" änderte man bei 2 Jahren auf 2,125% (vorher: 2,25%), bei 3 Jahren auf 2,50% (vorher: 2,75%), bei 4 Jahren auf 2,75% (vorher: 3,00%) und bei 5 Jahren auf 3,00% (vorher: 3,50%) ++

5. Die besten Tagesgeldzinsen im Überblick (Anlagebetrag EUR 10.000, Standardverzinsung)
ING-DiBa Austria, Direkt-Sparen: 2,00% für das Gesamtguthaben, jährliche Zinsgutschrift
easybank, easy zinsmax: 2,00% für das Gesamtguthaben, jährliche Zinsgutschrift
Livebank.at, Online-Sparen: 1,875% für das Gesamtguthaben, jährliche Zinsgutschrift
bankdirekt.at, Extrakonto: 1,80% für das Gesamtguthaben, jährliche Zinsgutschrift
AutoBank AG, Einlagekonto: 1,77% für das Gesamtguthaben, jährliche Zinsgutschrift
zum kompletten Vergleich

Ein glückliches und gesundes neues Jahr wünscht

m o d e r n - b a n k i n g

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