Wir helfen Ihnen weiter. Unsere FAQs gibt es zu den Themen Direktbank, Tagesgeld, Festzinsanlage und Brokerage. Hier finden Sie die Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Tagesgeld. Falls Ihre Frage nicht beantwortet wurde, wenden Sie sich bitte per E-Mail an uns.
Was fällt alles unter den Begriff Festzinsanlage?
Für die Festzinsanlage können auch andere Begriffe wie beispielsweise Festgeld, Termingeld oder auch Sparbrief verwendet werden. Die Begriffe "Festgeld" oder "Termingeld" werden meist bei Festzinsvereinbarungen für Zeiträume bis 12 Monate verwendet, dagegen werden mehrjährige Laufzeiten eher als "Sparbrief" benannt. Unser Vergleich beinhaltet alle Festzinsanlage-Konditionen unabhängig davon, wie das Produkt bei dem jeweiligen Anbieter genannt wird.
Wann bietet sich eine Festzinsanlage an?
Eine Festzinsanlage bietet sich an, wenn neben einer Barreserve noch Geld vorhanden ist, das man für einen Zeitraum nicht benötigt und gewinnbringend anlegen möchte.
Welche Vorteile hat eine Festzinsanlage?
Hauptargument für eine Festzinsanlage sind die hohen Zinsen, die für die gesamte Anlagedauer garantiert sind. Man weiß bereits zu Beginn der Anlage, mit welchen Zinserträgen man rechnen kann. Es gibt keine Kursschwankungen und in der Regel auch keine Gebühren. Mit der Abgeltungssteuer gewinnt die Anlage bei der Besteuerung gegenüber Wertpapiergeschäften an Attraktivität (siehe: Was ändert die Abgeltungssteuer?).
Für welche Zeiträume werden Festzinsanlagen angeboten?
Festzinsanlagen werden in der Regel für Zeiträume zwischen einem Monat und 10 Jahren angeboten. Teilweise können Zeiträume zwischen einem Monat und einem Jahr auch taggenau vereinbart werden.
Gibt es eine Mindesteinlage?
In der Regel ist eine Mindesteinlagesumme notwendig, diese liegt meist zwischen EUR 500,00 und EUR 5.000.
Gibt es Höchsteinlagebeträge?
In Ausnahmefällen sind auch Höchsteinlagebeträge vorgegeben, z. B. wenn der Anbieter ein begrenztes Aktionsangebot macht.
Erhält man Kontoauszüge für Festzinsanlagen?
Meist erhält der Kunde einen kostenlosen Kontoauszug zum Zeitpunkt der Zinszahlung.
Welche Kosten verursacht eine Festzinsanlage?
Festgeldkonten werden kostenlos geführt. In seltenen Fällen ist die Kontoeröffnung an ein Tagesgeld- oder Girokonto bei dieser Bank gebunden, welches gebührenpflichtig sein kann oder durch die Zusendung papierhafter Kontoauszüge Kosten verursachen könnte.
Welches Konto ist als Verrechnungskonto anzugeben?
Die einfachste Möglichkeit besteht darin, sein bisheriges Girokonto als Verrechnungskonto anzugeben. Auf dieses Konto werden dann die Zinsen und zum Laufzeitende der Anlagebetrag gutgeschrieben. Bei mehreren Anbietern ist jedoch ein hauseigenes Verrechnungskonto notwendig. Dies kann dann meist ein beliebiges Tagesgeld- oder Girokonto der Bank sein, oft wird dieses gebührenfrei geführt.
Welche Punkte sollte man beim Vergleich von Festzinsanlagen beachten?
Je nach Angebot gelten unterschiedliche Mindest-/Höchsteinlagesummen und die Zinsen werden entweder auf das Verrechnungskonto ausgezahlt oder auf dem Anlagekonto kapitalisiert und somit mitverzinst.
Bei den mehrjährigen Laufzeiten mit steuerlicher Zinszahlung zum Laufzeitende, sollte man unbedingt darauf achten, dass bei der Zinsberechnung dennoch ein Zinseszinseffekt berücksichtigt wird. Sehr wichtig ist generell, die ausreichende Absicherung der Einlagen durch einen Einlagensicherungsfonds, Informationen hierzu können im Vergleich jeweils über die Anbietergrafik aufgerufen werden. Damit die Anlage nicht ungewollt verlängert wird, sollte man sich über die Regelung zum Laufzeitende informieren.
Was versteht man unter dem Zinseszinseffekt?
Bei einem Zinseszinseffekt erhält man auf einen bereits zu einem früheren Zeitraum gutgeschriebenen Zins erneut Zinsen.
Was sollte man speziell bei der Verzinsung beachten?
Werden Zinsen bei mehrjährigen Laufzeiten nur einmalig zum Laufzeitende und ohne Zinseszinseffekt gutgeschrieben, schmälert dies den Zinsertrag über die Gesamtlaufzeit deutlich. Der hohe Nominalzins täuscht in diesen Fällen. Je länger die Laufzeit, desto stärker macht sich der Nachteil bemerkbar. AutoBank und bankdirekt.at sparen sich beispielsweise bei ihren Angeboten den Zinseszinseffekt, was jedoch ansonsten nicht üblich ist. Fragen Sie bei mehrjährigen Sparangeboten, welche Zinsen nicht jährlich gutschreiben, also stets nach dem Zinseszins. Angebote ohne Zinseszinseffekt sollten Sie nur wählen, wenn dennoch eine gute Rendite erreicht wird.
Was ist von Zinsangeboten in Kombination mit Investmentfonds zu halten?
Es werden immer mal wieder Aktionen angeboten, bei denen ein besonders hoher Tages- oder Festgeldzins versprochen wird, wenn gleichzeitig in Investmentfonds investiert wird. Solch eine Kombination rechnet sich gegenüber einer getrennten Anlageentscheidung selten. Der Anlagezins wird nur befristet gewährt, die Fondsanlage ist dagegen eine langfristige Anlage, die mit Risiken und Kosten verbunden ist. Bei den meisten dieser Kombiangeboten gibt es nur wenige Fonds zur Auswahl und i. d. R. muss der volle Ausgabeaufschlag bezahlt werden, bei Aktienfonds um die 5,00%. Dieselben Fonds können Anleger über Online-Fondsvermittler oder über die Börse meist viel billiger erhalten.
Wie sicher sind Einlagen bei einer Direktbank?
In Österreich muss jedes Kreditinstitut, welches die Berechtigung zur Entgegennahme gesicherter Einlagen hat, einer Einlagensicherung im Rahmen des jeweiligen Fachverbandes angehören. Die Bankgruppen in Österreich (private Banken, Sparkassen, Raiffeisenbank, Volksbanken und Hypothekenbanken) haben eigene voneinander unabhängige Sicherungssysteme. Gesicherte Einlagen sind u. a. Guthaben auf Konten oder Sparbüchern. Vom Schutz des Einlagensicherungsfonds jedoch nicht erfasst sind Inhaberpapiere, insbesondere auf den Inhaber lautende Schuldverschreibungen. Durch die gesetzliche Regelung werden Einlagen seit 1.1.10 je Privatkunde und Kreditinstitut bis EUR 100.000 zu 100% gesichert.
Die gesetzliche Einlagensicherung der in privater Rechtsform geführten Bankinstitute übernimmt die Banken & Bankiers GmbH. Alle österreichischen Hypothekenbanken gehören dagegen der Hypo-Haftungs-GmbH als gesetzliche Einlagensicherung an. Die rund 50 Sparkassen der Sparkassen-Haftungs AG haften im Schadensfall ergänzend zu der gesetzlichen Einlagensicherung wechselseitig für Einlagen. Für Raiffeisen-Kunden gilt zusätzlich die Raiffeisen-Kundengarantiegemeinschaft, der derzeit 80% der der österreichischen Raiffeisen-Banken angehören. Alle Kundeneinlagen sind hierbei in rechtlich verbindlicher Weise geschützt. Auch der Volksbanken-Gemeinschaftsfonds sichert die Einlagen zusätzlich ab, jedoch besteht kein Rechtsanspruch auf Entschädigung.
Für Institute aus einem anderen EU-Mitgliedsstaat, die in Österreich eine Niederlassung haben, gelten die Regelungen zur Einlagensicherung des Landes in dem sich der Hauptsitz befindet. Begrenzen Sie Ihre Anlage möglichst auf den Garantiebetrag, damit Ihr Geld ausreichend abgesichert ist.
Wo erfährt man, welcher Sicherungseinrichtung ein Kreditinstitut angehört?
Kreditinstitute sind durch das Kreditwesengesetz verpflichtet, ihre Kunden darüber zu informieren, welcher Sicherungseinrichtung sie angeschlossen sind. Die Angaben findet man im Preisverzeichnis oder den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Neukunden müssen zudem schriftlich über den Einlagenschutz und bestehende Kunden über ein Ausscheiden aus einer Sicherungseinrichtung benachrichtigt werden.
Wie hoch ist die Einlagensicherung bei Gemeinschaftskonten?
Die Einlagensicherung gilt i. d. R. je Kunde, nicht je Konto. Bei einem gemeinschaftlich geführten Konto hat somit jeder der Kontoinhaber Anspruch auf Entschädigung. Dies führt bei dem klassischen Fall, dass ein Ehepaar gemeinsam ein Konto bei einem österreichischen Bankinstitut führt, zu einer Verdoppelung der gesetzlichen Entschädigung. In diesem Fall sind EUR 200.000 über die gesetzliche Einlagensicherung abgedeckt.
In welcher Höhe fallen Steuern bei den Zinserträgen an?
Die Kapitalertragssteuer beträgt in Österreich pauschal 25% und ist als Abgeltungssteuer konzipiert. Die Steuer wird von den Kreditinstituten einbehalten. Der Kapitalertrag ist mit der Abführung der Kapitalertragssteuer abschließend besteuert und wird somit in die Berechnung des steuerpflichtigen Einkommens nicht mehr mit einbezogen. Allerdings ist auch eine Veranlagung zum halben Durchschnittssteuersatz optional möglich; dies bedeutet der Ertrag aus Kapital wird zum Gesamtbetrag der Einkünfte addiert und mit dem halben Durchschnittssteuersatz, welcher sich aus diesem Betrag ergibt, versteuert.
Was ist bei der Überweisung von hohen Anlagebeträgen zu beachten?
Manchmal kommt es bei Bereitstellung von hohen Anlagebeträgen zu Schwierigkeiten, wenn die Anlagebank die Überweisung in einer Summe vorschreibt. Denn beim Online-Banking sind aus Sicherheitsgründen häufig Überweisungslimits vorgegeben, die dann zunächst geändert werden müssen. Bei einigen Instituten können die Kunden die Obergrenzen für eine Überweisung selbst online ändern, bei anderen Instituten ist dies nur schriftlich möglich.
Ist eine Verfügung während der Laufzeit möglich?
In der Regel sind keine Verfügungen möglich. Eine Ausnahme bildet der sogenannte Härtefall, wenn beispielsweise der Kunde stirbt oder eine plötzliche Arbeitslosigkeit auftritt. Ein Großteil des aufgelaufenen Zinsanspruchs entfällt dabei.
Kann man eine Festzinsanlage vor dem Laufzeitende kündigen?
Eine Verfügung vor Laufzeitende ist für gewöhnlich ausgeschlossen. Allerdings muss bei mehreren Anbietern zum Laufzeitende gekündigt werden, wenn die Festzinsanlage nicht automatisch verlängert werden soll.
Was geschieht nach Laufzeitende mit meiner Geldanlage?
Am Laufzeitende wird der Anlagebetrag zuzüglich Zinsen entweder auf das Verrechnungskonto zurücküberwiesen oder das Geld wird erneut angelegt. Bei mehreren Anbietern ist eine Kündigung notwendig, ansonsten erfolgt automatisch eine Verlängerung der Festzinsanlage um die gleiche Laufzeit zu den dann geltenden Konditionen.
Am besten, man wählt - auch wenn man das Geld wieder anlegen möchte - die Auszahlung zum Laufzeitende und vergleicht dann die Zinsangebote aller Anbieter.
Kann für Minderjährige anlegt werden?
Viele Banken bieten auch für Minderjährige Festzinsanlagen an. Die Verfügungsberechtigung liegt beim gesetzlichen Vertreter.
Können Produktdaten einzelner Zinsangebote ausgedruckt werden?
Hierzu haben wir ein für den Druck optimiertes Format ohne grafische Elemente entwickelt. Die gewünschten Produktdaten können im 1-zu-1-Vergleich aufgerufen werden. Über das Druckersymbol unterhalb der aufgerufenen Daten wechselt man zum Druck-Format und kann anschließend über die Druck-Funktion des Browsers ausdrucken.
Über den Link "INFORMATION" gelangen Sie wieder zur Einstiegsseite im Bereich Festzinsanlage.