Die österreichischen Direktbanken im Vergleich

Fragen und Antworten zu Direktbanken

Wir helfen Ihnen weiter. Unsere FAQs gibt es zu den Themen Direktbank, Tagesgeld, Festzinsanlage und Brokerage. Hier finden Sie die Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Direktbanken. Falls Ihre Frage nicht beantwortet wurde, wenden Sie sich bitte per E-Mail an uns.



Welche Vorteile haben Direktbanken für den Kunden?
Wie funktionieren Ein- und Auszahlungen?
Warum brauche ich ein Referenzkonto?
Wie funktioniert Banking per Internet?
Wie kann man sich vor Phishing schützen?
Wie funktioniert Mobile Banking?
Wie funktioniert Telefon-Banking?
Wie sicher sind Einlagen bei einer Direktbank?
Wo erfährt man, welcher Sicherungseinrichtung ein Kreditinstitut angehört?
Wie hoch ist die Einlagensicherung bei Gemeinschaftskonten?
Wie kann ich ein Konto oder ein Depot bei einer Direktbank eröffnen?
Was ist ein PostIdent-Verfahren?

Welche Vorteile haben Direktbanken für den Kunden?
Kunden profitieren aufgrund der schlanken und zentralen Strukturen der Direktbanken in erster Linie über günstige Produktkonditionen. Das Produktangebot ist übersichtlich, die Konditionen sind transparent. Daneben ist Banking für Direkt-Kunden bequem und flexibel: Per Internet und Telefon haben Kunden rund um die Uhr Zugriff auf ihre Konten und können dabei größtenteils auf modernste Technik in den Bereichen Mobile Banking und Online-Banking zurückgreifen. Die Bankprodukte von Direktbanken können bundesweit genutzt werden.

Wie funktionieren Ein- und Auszahlungen?
Einzahlungen erfolgen i. d. R. bargeldlos per Überweisung. Auszahlungen können bargeldlos über das vom Kunden bei der Kontoeröffnung angegebene Referenzkonto erfolgen. Rücküberweisungen können online, telefonisch und schriftlich angewiesen werden. Zu Girokonten werden natürlich auch Maestro- und Kreditkarten herausgegeben, die das Geldabheben an Geldautomaten ermöglichen.

Warum brauche ich ein Referenzkonto?
Häufig werden sämtliche Transferleistungen im Einlagenbereich über ein festes Referenzkonto abgewickelt, welches der Kunde selbst bestimmt. Dadurch wird das Missbrauchsrisiko bei Geldtransaktionen minimiert.

Wie funktioniert Banking per Internet?
Die Banken arbeiten mit unterschiedlichen Methoden beim Online-Banking. Das PIN/TAN-Verfahren besteht aus einem Geheimcode (PIN) und einer Liste mit Transaktionsnummern (TAN-Liste). PIN und TAN-Liste werden von der Bank aus Sicherheitsgründen mit getrennter Post versendet. Zugriff auf das Girokonto erhält man durch Kontonummer und PIN über die Banking-Anwendung des Anbieters. Jeder Auftrag an die Bank (z. B. Überweisung, Dauerauftrag usw.) wird mit einer Transaktionsnummer freigegeben. Die einzelne TAN ist sozusagen die digitale Unterschrift für jeden Online-Auftrag. Jede TAN ist nur einmal verwendbar.
Viele Geldinstitute haben das gewönliche PIN/TAN-System durch indizierte TANs (iTAN) ersetzt. Der Kunde autorisiert sich dabei nicht mehr mit einer frei wählbaren Nummer aus seiner TAN-Liste. Nach dem Zufallsprinzip wird der Einsatz einer bestimmten TAN vorgegeben. Daneben gibt es weitere Sicherheitsstandards, die TANs nutzen (wie mTAN, eTAN und eTAN plus).
Beim HBCI-Banking handelt es sich in der sichersten Variante um eine Hardware-Lösung. Der Kunde meldet sich per Chipkarte über ein externes Lesegerät an. Transaktionen werden mittels der Chipkarte signiert und verschlüsselt, der Zugriff auf die Chipkarte ist durch eine Geheimzahl geschützt. Es wird zusätzlich eine HBCI-fähige Finanzsoftware benötigt. Mitunter wird die Ausstattung über die Banken vergünstigt angeboten.

Wie kann man sich vor Phishing schützen?
Zunächst sollte ein PC mit einer Virensoftware, einer Firewall und einem Spamblocker geschützt sein. Außerdem müssen die genutzten Passwörter, um dauerhaft sicher zu sein, regelmäßig geändert werden. Beim Einloggen ins Online-Banking ist darauf zu achten, ob die Internetseite tatsächlich die offizielle Seite der gewünschten Bank ist und die URL der Seite mit "https://" beginnt. Bei Online-Bankgeschäften sollte zudem immer nur das Banking-Fenster geöffnet sein, so kann im Hintergrund kein Skript ausgeführt werden. Vorsicht ist auch vor falschen E-Mails geboten. Banken versenden keine E-Mails, die eine Eingabe einer PIN oder TAN fordern. Ebenso fordern Banken niemals auf, Zugangsdaten zum Online-Banking telefonisch zu bestätigen.

Wie funktioniert Mobile Banking?
Beim Mobile Banking nutzt der Kunde ein mobiles Endgerät wie Mobiltelefon, Smartphone oder PDA um Kontostandsabfragen, Überweisungen oder Wertpapierorders durchzuführen. Ergänzende Funktionalitäten sind beispielsweise mobile Infodienste per SMS (z. B. Kontobewegungen, Kontostand, Zinsänderungen).
Die Anwendungen können häufig über den Webbrowser von mobilen Endgeräten genutzt werden. Dabei unterscheidet sich Mobile Banking kaum noch von Banking über den PC. Die Darstellung passt sich automatisch der Größe des Displays an und die möglichen Funktionen reichen fast an die des Online-Bankings heran. Voraussetzung für die Nutzung ist meist lediglich, dass der Kunde zum Online-Banking angemeldet ist und über die hierfür notwendigen Zugangsdaten verfügt.

Wie funktioniert Telefon-Banking?
Beim Telefon-Banking erledigt der Kunde Bankgeschäfte in Kommunikation mit einem Service-Mitarbeiter oder über einen Sprachcomputer. Der Zugriff auf die Konten erfolgt per Telefon-PIN, die von der Bank zugesendet wird oder über zusätzliche Sicherheitsabfragen. Bei einigen Instituten werden für telefonisch veranlasste Aufträge zusätzliche Gebühren berechnet.

Wie sicher sind Einlagen bei einer Direktbank?
In Österreich muss jedes Kreditinstitut, welches die Berechtigung zur Entgegennahme gesicherter Einlagen hat, einer Einlagensicherung im Rahmen des jeweiligen Fachverbandes angehören. Die Bankgruppen in Österreich (private Banken, Sparkassen, Raiffeisenbank, Volksbanken und Hypothekenbanken) haben eigene voneinander unabhängige Sicherungssysteme. Gesicherte Einlagen sind u. a. Guthaben auf Konten oder Sparbüchern. Vom Schutz des Einlagensicherungsfonds jedoch nicht erfasst sind Inhaberpapiere, insbesondere auf den Inhaber lautende Schuldverschreibungen. Durch die gesetzliche Regelung werden Einlagen seit 1.1.10 je Privatkunde und Kreditinstitut bis EUR 100.000 zu 100% gesichert.
Die gesetzliche Einlagensicherung der in privater Rechtsform geführten Bankinstitute übernimmt die Banken & Bankiers GmbH. Alle österreichischen Hypothekenbanken gehören dagegen der Hypo-Haftungs-GmbH als gesetzliche Einlagensicherung an. Die rund 50 Sparkassen der Sparkassen-Haftungs AG haften im Schadensfall ergänzend zu der gesetzlichen Einlagensicherung wechselseitig für Einlagen. Für Raiffeisen-Kunden gilt zusätzlich die Raiffeisen-Kundengarantiegemeinschaft, der derzeit 80% der der österreichischen Raiffeisen-Banken angehören. Alle Kundeneinlagen sind hierbei in rechtlich verbindlicher Weise geschützt. Auch der Volksbanken-Gemeinschaftsfonds sichert die Einlagen zusätzlich ab, jedoch besteht kein Rechtsanspruch auf Entschädigung.
Für Institute aus einem anderen EU-Mitgliedsstaat, die in Österreich eine Niederlassung haben, gelten die Regelungen zur Einlagensicherung des Landes in dem sich der Hauptsitz befindet. Begrenzen Sie Ihre Anlage möglichst auf den Garantiebetrag, damit Ihr Geld ausreichend abgesichert ist.

Wo erfährt man, welcher Sicherungseinrichtung ein Kreditinstitut angehört?
Kreditinstitute sind durch das Kreditwesengesetz verpflichtet, ihre Kunden darüber zu informieren, welcher Sicherungseinrichtung sie angeschlossen sind. Die Angaben findet man im Preisverzeichnis oder den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Neukunden müssen zudem schriftlich über den Einlagenschutz und bestehende Kunden über ein Ausscheiden aus einer Sicherungseinrichtung benachrichtigt werden.

Wie hoch ist die Einlagensicherung bei Gemeinschaftskonten?
Die Einlagensicherung gilt i. d. R. je Kunde, nicht je Konto. Bei einem gemeinschaftlich geführten Konto hat somit jeder der Kontoinhaber Anspruch auf Entschädigung. Dies führt bei dem klassischen Fall, dass ein Ehepaar gemeinsam ein Konto bei einem österreichischen Bankinstitut führt, zu einer Verdoppelung der gesetzlichen Entschädigung. In diesem Fall sind EUR 200.000 über die gesetzliche Einlagensicherung abgedeckt.

Wie kann ich ein Konto oder ein Depot bei einer Direktbank eröffnen?
Die Eröffnungsunterlagen findet man auf der Internetseite des Anbieters. Die persönlichen Daten werden online erfasst, der ausgefüllte Antrag automatisch in einem PDF-Format generiert und anschließend ausgedruckt. Die Informationsunterlagen mit einem Kontoantrag können in vielen Fällen alternativ auch per Post zugeschickt werden.

Was ist ein PostIdent-Verfahren?
Jede Bank muss bei einer Kontoeröffnung die Identität des Kontoinhabers überprüfen. Die Identitätsprüfung dient der Sicherheit und ist nur einmalig bei neuen Bankverbindungen notwendig. Einige Direktbanken nutzen hierzu das sogenannte PostIdent-Verfahren der Österreichische Post.
Bei den Kontoeröffnungsunterlagen findet sich der PostIdent-Coupon. Den Coupon, den gültigen Personalausweis und die unterschriebenen Vertragsunterlagen in einem verschlossenen Briefumschlag legen Sie in einer Filiale der Österreichische Post vor, wo ein Mitarbeiter die gesetzlich vorgeschriebene Identitätsprüfung vornimmt. Die Identitätsfeststellung wird zusammen mit den Vertragsunterlagen an die Bank weitergeleitet.
Soll der Antrag abweichend von der beschriebenen Vorgehensweise direkt an die Bank gesendet werden, erhalten Sie daraufhin ein eigenhändiges Einschreiben mit einem Begrüßungsschreiben. In diesem Fall erfolgt die Legitimationsprüfung durch den ausliefernden Postboten.


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