Direktbanken passen in eine Zeit, in der vieles schneller und einfacher gehen soll, zumal sich Bankgeschäfte bequem per Internet oder Telefon erledigen lassen. Umfragen zufolge ist Kunden dabei ein leicht zu bedienendes Online-Banking mit modernen Kontofunktionen sowie ein qualifizierter, persönlicher Service besonders wichtig. Zunehmend wollen Kunden auch per Mobile Banking auf ihre Konten zugreifen. Auf modern-banking.at finden Sie Informationen zum österreichischen Direktbankenmarkt und Produktvergleiche mit mehreren Anbietern.

01.09.2014 |Meldung zum deutschen Bankenmarkt|

ING-DiBa beteiligt sich am zunehmenden Abwerben von Depotvolumen

"Wechseln-lohnt-sich-Wochen" sind ausgerufen, ING-DiBa vergütet in diesen das Übertragen von Wertpapieren von einer Fremdbank zu ihr. Zurzeit gibt es besonders viele solcher Offerten. ING-DiBa zahlt dabei nicht die allerhöchsten Geldprämien am Markt, führt aber die meisten Depots in Deutschland, weshalb viele davon profitieren können. Die Teilnahme muss nicht angemeldet werden. Man kann ohne Zusätzliches den Wertpapierübertrag veranlassen, über die Fremdbank oder über ING-DiBa. Die Wertpapiere müssen im Aktionszeitraum vom 1.9.14 bis 30.11.14 eingehen. Mehrere Überträge werden addiert, sofern die Eingänge bei ING-DiBa maximal drei Wochen auseinander liegen. Die Höhe der Prämie richtet sich nach dem Wert bei Eingang: Ab EUR 5.000 Gegenwert beträgt sie EUR 20,00, ab EUR 50.000 Gegenwert EUR 100,00. Darauf folgt Abstand, erst ab EUR 250.000 gibt es eine weitere, dritte Stufe, sie bringt EUR 250,00 ein. Die Geldprämie wird ca. vier Wochen nach dem ersten Übertragungseingang dem Depot-Verrechnungskonto gutgeschrieben. Jeder Kunde kann nur einmal eine Prämie erhalten. Es ist unerheblich, ob es sich bei den übertragenen Wertpapieren etwa um Fonds, Aktien oder Anleihen handelt. Sie dürfen innerhalb von sechs Monaten nicht wieder wegübertragen werden – falls dennoch eine Ausbuchung erfolgt, wird ING-DiBa den ausbezahlten Betrag zurückfordern.

Vergleichbare Wechselangebote haben Commerzbank, maxblue, NIBC Direct und Wüstenrot. Ein wenig anders ist es bei Cortal Consors, DAB bank und TARGOBANK, wo mit Zinsen belohnt wird, und bei comdirect sowie OnVista Bank, wo die Angebote Fondsvolumen hereinbringen sollen. Die höchsten Geldbeträge investiert eindeutig die Commerzbank in die Transfers. Wüstenrot hat ihre Aktion zur Wertpapierübertragung nach einmonatiger Pause wieder aufgenommen und Cortal Consors lässt Bestandskunden seit heute wieder teilnehmen.

28.08.2014 |Meldung zum deutschen Bankenmarkt|

Ombudsmann der Privatbanken: Streitwert für verbindliche Entscheidungen wird verdoppelt

Schlichtungssprüche der Ombudsleute des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. (BdB) sind bei Beschwerden, die ab Januar 2015 eingehen, bis zu einem Streitwert von EUR 10.000 für die Banken bindend. Bislang lag der Wert bei EUR 5.000. Die Anhebung teilte Michael Kemmer, Geschäftsführer des BdB, bei der Vorstellung des Tätigkeitsberichts seiner sechs Ombudsleute zum vergangenen Jahr mit.

Wer Differenzen mit einer Bank hat, muss nicht unbedingt vor Gericht ziehen, kann zunächst versuchen, über die zuständige Ombudsstelle sie beizulegen. Das erspart womöglich Anwalts- und Gerichtskosten. Jede Bankengruppe in Deutschland unterhält eine eigene Ombudsstelle und trägt die Kosten der Schlichtung. Die privaten Banken, die im BdB organisiert sind, akzeptieren die Schlichtungssprüche widerspruchslos, wenn der streitige Betrag EUR 5.000 bzw. künftig EUR 10.000 nicht übersteigt. Für Sparkassen und Genossenschaftsbanken sind sie hingegen lediglich Vorschläge zur Einigung. Die Beschwerden müssen bei dem Verfahren schriftlich geschildert und belegt werden, daraufhin wird eine Stellungnahme der jeweiligen Bank eingeholt. Den Kunden steht es frei, die Durchsetzung ihrer Rechte anschließend noch vor Gericht zu suchen, sollten sie ihnen nicht zugesprochen werden. Dazu bleibt weiterhin Zeit, da während des Schlichtungsverfahrens die Verjährung ruht. Ganz oben auf der Beschwerdeliste standen 2013 bei den privaten Banken das Wertpapier- und das Kreditgeschäft, mehr als zwei Drittel der insgesamt 6.551 Beschwerdeeingänge entfielen zu fast gleichen Anteilen darauf. Im Wertpapiergeschäft wurde besonders oft die Risikoaufklärung der Anlageberatung beanstandet und im Kreditgeschäft besonders oft das Bearbeitungsentgelt bei Ratenkreditverträgen. Zu Letzterem traf der Bundesgerichtshof im Mai dieses Jahres eine Grundsatzentscheidung. Ungeklärt blieb aber, wie lange die Erstattungsansprüche zurückreichen, ob sie gegebenenfalls auch für Verträge bestehen, die vor dem 1.1.11 geschlossen wurden, dazu wird ein weiteres Urteil des Bundesgerichtshofs erwartet. Weitere Änderungen stehen an, außergerichtliche Streitschlichtungsverfahren für diverse Branchen bekommen erstmals EU-weit rechtsverbindliche Vorgaben, denn bis Juli 2015 muss die sogenannte ADR-Richtlinie in deutsches Recht umgesetzt werden.

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