Bankgeschäfte lassen sich bequem per Internet oder Telefon erledigen. Themenschwerpunkt auf modern-banking.at ist der österreichische Direktbankenmarkt. Sie erhalten einen aktuellen Überblick über Zinsen und Konditionen anhand unserer Produktvergleiche zu den inländischen Direktbanken, und darüber hinaus auch zu den Anbietern aus dem Euroraum, die sich über Landesgrenzen hinweg an Kunden in Österreich richten.

23.06.2016 |Meldung zum österreichischen Bankenmarkt|

VideoIdent nur noch mit Referenzüberweisung

Durch ein neues Rundschreiben der Bundesaufsicht für Finanzdienstleistungen (BaFin) an die von ihr beaufsichtigten Unternehmen müssen die Banken in Deutschland beim VideoIdent-Verfahren ab sofort zusätzliche Anforderungen erfüllen. VideoIdent hat mittlerweile eine wichtige Rolle in der modernen Bankenwelt eingenommen. Denn die Interessenten sind es gewohnt, alles online machen zu können, und nicht wenige hält die Alternative, sich zur Legitimation am Postschalter anstellen zu müssen, letztlich von der Kontoeröffnung ab. Das Rundschreiben ersetzt das vom März 2014, was hinter der Kamera durchzuführen ist, wurde nochmals detailliert aufgeführt. Die verschärften Vorgaben sieht die BaFin als erforderlich, um Geldwäsche weiter zu erschweren - das betrügerische Eröffnen von Konten unter falschem Namen und das Einschleusen von Geldern aus Straftaten in den legalen Geldkreislauf. So darf VideoIdent nur noch für Kreditinstitute im Sinne von § 1 Absatz 1 Kreditwesengesetz zum Einsatz kommen, Zahlungsinstitute oder E-Geld-Institute zum Beispiel dürfen es nicht mehr nutzen. Dass externe Dienstleister den ausführenden Part übernehmen, ist weiterhin erlaubt. Alle wesentlichen Identifizierungsschritte sind nun durch eine zweite Ebene im Unternehmen auf ihre korrekte Durchführung hin zu überprüfen. Und die Bank muss vom Kunden eine Referenzüberweisung bei Eröffnung verlangen, von einem Konto, das auf seinen Namen lautet und in der EU geführt wird. Die Höhe des zu überweisenden Geldbetrags ist unbestimmt. Bis zum Eingang der Referenzüberweisung muss sichergestellt sein, dass keine Gelder von dem Konto abgezogen werden können. Wenn die Referenzüberweisung ausbleibt, ist die Eröffnung nicht zu Ende geführt, eingegangene Gelder dürfen dann nur an den Einzahler zurückgezahlt werden. Zudem haben sich die Banken durch zusätzliche öffentlich zugängliche Daten und Informationen - etwa im Internet oder in sozialen Netzwerken – erneut der Identität zu vergewissern.

VideoIdent wird durch die neuen Pflichten doch sehr gebremst. In anderen Ländern ist die von einem anderen Konto abgeleitete Identifikation ein Hauptbestandteil bei der Fernidentifikation - in Deutschland wird sie beim VideoIdent zusätzlich verlangt, bei der Identifikation am Postschalter nicht. Die Volkswagen Bank deaktivierte am Dienstag in ihrer Antragsstrecke zum Tagesgeld vorerst die Möglichkeit, sich per VideoIdent zu legitimieren, weil es Zeit braucht, um solche Anpassungen umzusetzen.

19.06.2016 |Meldung zum deutschen Bankenmarkt|

GLS Bank hofft, dass Kunden mit EUR 60,00 Jahresbeitrag kein Problem haben

Es wird von Jahr zu Jahr schwieriger, aus den Zinsmargen Bankleistungen zu finanzieren. Wie sehr die Banken als Folge der Niedrigzinspolitik unter Druck stehen, zeigt das geplante Beitragsmodell der GLS Bank. Die größte deutsche Nachhaltigkeitsbank stellte die Details dazu am Samstag auf ihrer Jahresversammlung vor. Beim Vorprogramm am Freitag - Workshops zum Austausch sowie ein Kochevent für über 1.000 Menschen auf dem Campus der Ruhr-Universität Bonn - waren die Pläne sicherlich auch schon ein Thema. Alle Privat- und Geschäftskunden der GLS Bank sollen ab Januar 2017 dauerhaft einen Grundbeitrag zahlen, nicht an ein bestimmtes Produkt gekoppelt. Pro Monat EUR 5,00, beziehungsweise für junge Leute EUR 1,00. Es ist ein Novum in der deutschen Bankenlandschaft. Ob der Beitrag tatsächlich erhoben wird, entscheiden die Mitglieder der genossenschaftlichen Bank bei einer außerordentlichen Versammlung im Herbst. Die GLS Bank beansprucht für sich, durch ihre Art des Geldgeschäfts die Welt ein Stück sozialer und ökologischer zu gestalten. Damit konnte die GLS Bank speziell seit der Finanzkrise überzeugen, räumte viele Preise ab. Mit der Kommunikation will man Verständnis und Bereitschaft für den Beitrag heben, so stehe er dafür, dass die GLS Bank ihre Arbeit so wie bisher weitermachen kann. Eine interne Umfrage unter den Kunden habe ergeben, dass sie im Schnitt EUR 6,00 im Monat zu zahlen bereit wären, also sogar mehr, als nun gefordert. Dennoch lässt sich die Bank viel Zeit mit der Einführung, brachte das Konzept erstmals ansatzweise im vergangenen Februar ins Gespräch. Was mit jenen Kunden passieren soll, die sich ihrer Bank gegenüber nicht solidarisch zeigen wollen und den Betrag nicht zahlen, ist übrigens noch nicht klar. Es werde eine Übergangsfrist geben, danach wird weitergeschaut. Es gibt keinerlei Not, aber die Bank müsse das jetzt in Angriff nehmen, ansonsten würde sie in fünf Jahren große Probleme bekommen, so Chef Thomas Jorberg weiter zur Begründung. Verschärfend kämen der regulatorische Mehraufwand und ein stärkerer Wettbewerb durch die Digitalisierung hinzu. Die Bank hat inzwischen rund 201.000 Kunden. Der Vorstand konnte auf der Jahresversammlung mit dem gestiegenen Geschäftsvolumen erneut von einer positiven Geschäftsentwicklung berichten. Wegen einer höheren Risikovorsorge sank der Gewinn nach Steuern jedoch etwas, von 5,7 auf 5,1 Millionen Euro.

Zusätzlich wird die GLS Bank, wie zurzeit in der Branche üblich, die Kontoführungsgebühren anheben. Schon ab November 2016 ist eine Monatspauschale von EUR 3,80 statt bislang EUR 2,00 zu zahlen. Gleichzeitig sollen die Kunden aber von einer Streichung der Dispozinsen (bisher 7,05% p. a.) profitieren. Die individuelle Höhe des zinsfrei eingeräumten Dispokredits werde bei maximal drei Nettomonatsgehältern liegen, höchstens aber EUR 10.000. Bei einem Anstieg des allgemeinen Zinsniveaus sei eine Wiedereinführung der Dispozinsen möglich. Für die Geschäftskunden erhöht sich die Monatspauschale auf EUR 8,00 (bisher EUR 5,00).

31.05.2016 |Meldung zum österreichischen Bankenmarkt|

ING-DiBa Austria löst beim Girokonto die Begrenzung

Das Girokonto der ING-DiBa Austria wird nach der sanften Startphase, in der es seit Mitte März für Bestandskunden erhältlich war, ab sofort auch neuen Kunden angeboten. ING-DiBa Austria schiebt das Produkt zugleich ab Donnerstag mit einer breit angelegten Vermarktungsoffensive zusätzlich an, die ihren Schwerpunkt bei TV, Online sowie den sozialen Medien haben soll. Das Girokonto wird inklusive Bankomatkarte, und bei entsprechender Bonität auch inklusive Kreditkarte, bei monatlichen Gehalts- oder Pensionseingängen kostenlos geführt. Die Höhe des Gehalts bzw. der Pension ist nicht erheblich. Liegen keine Gehalts- oder Pensionseingänge vor, fällt ein Kontopreis von EUR 4,20 pro Monat an. Herzstück des Girokontos bei ING-DiBa Austria ist die mobile App. Sie zeigt den Kontostand sofern gewünscht schon vor dem Login an und handhabt das Einloggen und die Transaktionsfreigaben unkompliziert. Eine Eröffnungsprämie als Sahnehäubchen obendrauf, wie für die Bestandskunden mit dem Tagesgeld-Sonderzins, gibt es für Neukunden zurzeit nicht.

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