Bankgeschäfte lassen sich bequem per Internet oder Telefon erledigen. Themenschwerpunkt auf modern-banking.at ist der österreichische Direktbankenmarkt. Sie erhalten einen aktuellen Überblick über Zinsen und Konditionen anhand unserer Produktvergleiche zu den inländischen Direktbanken, und darüber hinaus auch zu den Anbietern aus dem Euroraum, die sich über Landesgrenzen hinweg an Kunden in Österreich richten.

02.05.2016 |Meldung zum österreichischen Bankenmarkt|

Kurzmeldung

Ernst Huber, langjähriger Chef der in Hello bank umbenannten ehemaligen direktanlage.at, hat knapp ein Jahr nach seiner Rückkehr erneut das Unternehmen verlassen. Das wurde außergewöhnlich kurzfristig bekannt, nach einer Aufsichtsratssitzung. Es hieß, die Gründe liegen in unterschiedlichen Vorstellungen bezüglich der künftigen Ziele der Bank, er verlasse sie auf eigenen Wunsch. Huber war von 1995 bis Mitte 2012 Chef der direktanlage.at, dann drei Jahre Vorstandssprecher der damaligen Muttergesellschaft DAB Bank in München. Zurückgekehrt nach Salzburg, setzte er auch das Rebranding und das Banking-Konzept für den neuen Eigentümer um, die französische BNP Paribas. Sein Nachfolger ist seit 1.5.16 der 48-jährige Gérard Derszteler. Er ist Diplom-Informatiker, war zuvor bei BNP Paribas Personal Investors in Deutschland für die Marken Consorsbank und DAB Bank tätig, verantwortlich für die Bereiche Marketing, Produktmanagement sowie Business Development.

30.04.2016 |Meldung zum österreichischen Bankenmarkt|

Bearbeitungsgebühr in Österreich nicht richterlich beseitigt

Der Oberste Gerichtshof (OGH) widersprach bei der umstrittenen Bearbeitungsgebühr in Darlehensverträgen den beiden Unterinstanzen, die sie zuvor für gesetzwidrig erklärt hatten. Das teilte der Verein für Konsumenteninformation (VKI) am Mittwoch in einer Aussendung mit. Damit hat Österreichs höchstes Zivilgericht auch anders entschieden als sein deutsches Pendant. Grundlage der Klärung der hiesigen Rechtslage war eine Musterklage des VKI gegen die Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV), die 2,50 Prozent Bearbeitungsgebühr für Konsumkredite und 1,00 Prozent für hypothekarisch besicherte Verbraucherkredite berechnete. Laut OGH handelt es sich bei der Kreditbearbeitungsgebühr um eine zu vereinbarende Hauptleistung, sie könne daher inhaltlich nicht geprüft werden. Aber auch wenn man sie inhaltlich prüfen würde, geht der OGH nicht davon aus, dass sie den Kreditnehmer gröblich benachteiligt, sondern sie dem Schutz des einzelnen Kreditnehmers dient. Auch sei zulässig, sie prozentual vom Nettodarlehensbetrag festzulegen, da sich eine vergleichbare Gestaltung von Gebühren vielfach in der österreichischen Rechtsordnung findet, etwa bei Maklern und Rechtsanwälten. Hätte der OGH die Bearbeitungsgebühr nachträglich für unzulässig erklärt, wäre die Folge gewesen, dass die Kreditnehmer ihren Kredit zu einem niedrigeren Entgelt erhielten als ursprünglich im vereinbarten Effektivzins ausgedrückt. Die Experten beim VKI wollen die Entscheidung nicht als Endresultat ansehen. Sie hoffen darauf, dass in einem zweiten Musterprozess, den sie parallel angestrengt hatten, diese Frage gegebenenfalls von einem anderen Senat des OGHs doch noch zugunsten der Verbraucher beurteilt wird.

In Deutschland hatte der Bundesgerichtshof im Mai und Oktober 2014 in insgesamt vier Fällen die Gebühr für unzulässig erklärt. Der Aufwand bei der Bonitätsprüfung, als zentraler Aspekt dabei angesehen, sei im eigenen Interesse der Kreditinstitute und aufgrund bestehender Rechtspflichten zu erbringen, dafür dürfe nicht extra kassiert werden. Hunderttausende von Kunden forderten daraufhin mit Musterbriefen die gezahlten Gebühren zurück, und schalteten teilweise Ombudsleute oder Rechtsanwälte ein, um die Verjährung ihrer Forderung zu stoppen. Die Banken und Ombudsleute arbeiteten die gewaltige Menge an Erstattungsanträgen ab. Nach Schätzungen sind über eine Milliarde Euro an die Kreditnehmer zurückgeflossen, was sich in den Bankbilanzen widerspiegelt. Motiviert durch die Entscheidung im Nachbarland und im Auftrag der Arbeiterkammer Vorarlberg entschloss sich der VKI daraufhin, zwei Musterklagen anzustrengen. Die Ausgangslage war ähnlich, deshalb verschwand die Gebühr in den letzten Monaten vorsorglich bei nahezu allen österreichischen Banken im Neugeschäft. Der VKI räumte aber schon bei seinen damaligen Vorüberlegungen ein, dass es fraglich sei, ob die obersten Richter in Wien die Kosten der Bonitätsprüfung alleine den Banken aufbürden würden, oder sie nicht eher im Interesse beider Seiten durchgeführt werde.

28.04.2016 |Meldung zum deutschen Bankenmarkt|

Bezahlen mit Smartphone durch PAYBACK bald massentauglich?

PAYBACK-Nutzer werden nach einem Update der Smartphone-App künftig auch mit dieser punkten und bezahlen können. Das stellte Deutschlands größtes Kundenbindungsprogramm am Dienstag auf einem Kongress in Bonn vor. Das Bündeln von Punktesammeln, Coupons einlösen und Mobile Payment in nur einem einzigen Vorgang ist eine logische Weiterentwicklung. Schlicht durch das Update, verfügbar für Millionen von Nutzern, könnte das mobile Bezahlen hierzulande mit PAYBACK in den Alltag einziehen. Bislang konnte man die App nicht anstelle der Plastikkarte vor Ort einsetzen, man konnte damit lediglich eCoupons aktivieren und den Punktestand einsehen. Die neuen Funktionen kommen für Android und iOS, noch nicht für Windows Phone. Der Fahrplan: Das Punktesammeln per Smartphone wird bei den wichtigsten PAYBACK-Partnern ab Juni möglich sein. Der erste Händler, der die Bezahlfunktion anbieten wird, ist ab Juni dm-drogerie markt, im Juli folgt real,- und im Herbst folgen nach und nach weitere wie Aral, GALERIA Kaufhof und REWE. Die Zahlung wird über einen zu scannenden QR-Code angenommen. Das wird auch ohne Internetverbindung des Smartphones funktionieren, und es bezieht auch ältere Smartphones ein, die keinen Chip für den Nahfunkstandard NFC haben. In einem späteren Schritt soll alternativ NFC genutzt werden können. Der fällige Geldbetrag wird durch einen zertifizierten Zahlungsdienstleister per Lastschrift vom hinterlegten Bankkonto eingezogen. Den Baustein zum mobilen Bezahlen steuert die UMT United Mobility Technology AG aus München bei, eine White-Label-Lösung, die grundsätzlich auch für andere Anbieter von Bonusprogrammen möglich ist. real,- wird zusätzlich anbieten, den Kassenbon digital zu übermitteln. Dabei erhält der Käufer, der seine E-Mail-Adresse für diesen Service in den Einstellungen angegeben hat, den Kassenbon im Anschluss an den Kassiervorgang automatisch als Link zugeschickt. Mit einem optionalen Benutzerkonto bei real.de werden die Bons dann noch archiviert.

Die Plastikkarte und auch die Papier-Coupons bleiben den Kunden erhalten. Aber in einigen Fällen wird sich die Frage an der Kasse "PAYBACK-Karte?" erübrigen. Um die Verbreitung muss sich PAYBACK im Gegensatz zu anderen Anbietern von Mobile Payment keine Sorgen machen, die Karte wird derzeit rund 3,5 Millionen Mal pro Tag an den Kassen vorgezeigt, App-Nutzer und Händler sind genug vorhanden. PAYBACK muss Mobile Payment nicht mit viel Marketingaufwand anschieben, weil es hier ein Mehrwert zum bestehenden Punkteprogramm ist, den man nutzen kann, aber nicht muss. Für die teilnehmenden Händler sind für den integrierten Zahlvorgang nur minimale Anpassungen notwendig. Das eingesetzte Lastschriftverfahren hält zudem die Kosten für die Händler klein.

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