Bankgeschäfte lassen sich bequem per Internet oder Telefon erledigen. Themenschwerpunkt auf modern-banking.at ist der österreichische Direktbankenmarkt. Sie erhalten einen aktuellen Überblick über Zinsen und Konditionen anhand unserer Produktvergleiche zu den inländischen Direktbanken, und darüber hinaus auch zu den Anbietern aus dem Euroraum, die sich über Landesgrenzen hinweg an Kunden in Österreich richten.

27.02.2015 |Meldung zum österreichischen Bankenmarkt|

Kurzmeldung

bankdirekt.at weist zu ihrem Girokonto seit Freitag letzter Woche eine Gebühr von EUR 20,22 pro Quartal aus, die zu zahlen ist, wenn die Voraussetzungen für die kostenlose Kontoführung nicht erfüllt sind. Zuvor standen EUR 6,74 pro Monat. Addiert änderte sich zwar nicht der Preis, aber der Berechnungszeitraum. Die Bank teilte auf Anfrage mit, dass pro Quartal der monatliche Durchschnitt der Gehalts- bzw. Pensionseingänge auf dem Girokonto ermittelt wird und die EUR 20,22 in voller Höhe anfallen, sofern der Wert unterhalb von EUR 1.500 liegt. Wenn in einzelnen Monaten die Voraussetzungen erfüllt sind, führt dies nicht zu einer anteiligen Ersparnis.

17.02.2015 |Meldung zum deutschen Bankenmarkt|

Verbraucherschützer rütteln an Mindestgebühr für Kontoüberziehung

Die bei der Deutschen Bank pauschal anfallenden EUR 6,90 bei Überziehung über das vereinbarte Dispolimit hinaus sind nach Auffassung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main unzulässig (Az. 1 U 170/13). Die Deutsche Bank erhebt diese Mindestgebühr einmalig pro Quartal. Sie stellt sie aber nicht in Rechnung, wenn die Zinskosten für die geduldete Überziehung den Betrag von EUR 6,90 übersteigen. Dadurch sind vor allem Kunden betroffen, die geringfügig in den geduldeten Bereich rutschen. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hatte dagegen geklagt und das vorläufige Ergebnis am Montag veröffentlicht. Das Urteil fiel demnach bereits im Dezember, in zweiter Instanz. Es ist noch nicht rechtskräftig, weil die Bank Revision zum Bundesgerichtshof in Karlsruhe einlegte. Die Richter in Frankfurt werteten es als nicht akzeptabel, für eine geringe Überziehung eine Gegenleistung in dieser Höhe zu verlangen. Umgerechnet als Zins sei der Sollzins sittenwidrig überhöht. Auch das Argument der Bank, mit der Pauschale würde der höhere administrative Aufwand abgegolten, ließen die Richter nicht gelten. Die Bank lasse sich damit die Bonitätsprüfung vergüten, die sie ausschließlich im eigenen Interesse erbringe und nicht auf den Kunden abwälzen dürfe. Sie handele gegensätzlich zur ständigen Rechtsprechung, nach der das Entgelt für einen Kredit grundsätzlich von der Laufzeit abhängig sein müsse.

Eine geduldete Überziehung liegt vor, wenn trotz ausgeschöpften Dispokredits weiterhin Ausgaben vom Konto abgebucht werden. Während der Dispokredit ausdrücklich vereinbart wurde, kann eine Bank einen Extrapuffer tolerieren, einen Anspruch hat der Kunde darauf nicht. Üblicherweise verlangen Banken für den übersteigenden Teilbetrag einen höheren Überziehungszins, was von den Richtern nicht beanstandet wurde. Bei der Deutschen Bank beträgt dieser zurzeit 15,70% p. a. statt bonitätsabhängig zwischen 8,70% bis 11,70% p. a. Exakt wie bei der Deutschen Bank findet sich im Preisverzeichnis der norisbank die strittige Mindestgebühr. Und auch die TARGOBANK verlangt sie - hier in Höhe von EUR 4,95 und pro Monat, nicht pro Quartal. Die Postbank, wie die norisbank eine Tochter der Deutschen Bank, hat die Gebühr noch nicht übernommen.

07.02.2015 |Meldung zum deutschen Bankenmarkt|

WeltSparen untergräbt Nachahmer

Die drei Plattformen für Festzinsanlagen im Ausland bzw. zur Bündelung von Festzinsanlagen schenken sich nichts. WeltSparen, der Anbieter, der das Feld als Erster absteckte, hat nun weitere Zinsangebote online gestellt. Das Unmoralische daran ist, dass sie von den Bankpartnern stammen, mit denen Savedo und Zinspilot vor wenigen Wochen gestartet sind und ihre Plattformen etablieren möchten. Savedo macht dies zurzeit überflüssig. Die tschechisch-slowakische J&T Banka, bislang bei Savedo der einzige Zinsanbieter, ist seit 6.2.15 auch bei WeltSparen - mit identischen Zinssätzen. Für die Interessenten drüfte es praktischer sein, sich für WeltSparen zu entscheiden, da sie hier die größte Auswahl aushaben. Nach dem einmaligen Eröffnungsaufwand zu Beginn kann Anlagegeld zur J&T Banka transferiert, aber auch auf die weiteren kooperierenden Banken aus Bulgarien bis Portugal verteilt werden. Von den beiden Zinsanbietern auf der Zinspilot-Seite hat WeltSparen die Hanseatic Bank überzeugen können, zweigleisig zu fahren. Während dieses Kreditinstitut aus Hamburg Tagesgeld (derzeit 0,45%) über Zinspilot vermitteln lässt, sind es bei WeltSparen seit 5.2.15 die Festgelder von 12 Monaten bis 6 Jahren. Es besteht aber kein Zinsvorteil gegenüber dem direkten Abschluss bei der Hanseatic Bank, die Sätze liegen lediglich bei 0,70% bis 1,70%.

Die J&T Banka ist interessanter. Für zwölf Monate bis 5 Jahre gibt es zwischen 1,80% und 2,40%, bei jährlicher Zinskapitalisierung. Auf WeltSparen beträgt die Mindesteinlage EUR 10.000. Wenige Stunden nach dem dortigen Erscheinen des Angebots, wurde auf Savedo die Mindesteinlage zur J&T Banka von EUR 20.000 auf ebenfalls EUR 10.000 herabgesetzt. Die 1998 gegründete J&T Banka hat ihren Hauptsitz im tschechischen Prag, das Zinsangebot für die deutschen Anleger stammt von ihrer slowakischen Niederlassung in Bratislava. Weitere Niederlassungen betreibt sie in Russland und Kroatien. Die J&T Banka ist ein Unternehmen der J&T Finance Group, die Beteiligungen in verschiedenen Industriezweigen hält. Die Anlagewährung ist der Euro. Sollte eine Entschädigung durch die zuständige tschechische Einlagensicherung in Anspruch genommen werden müssen, wird jedoch in Kronen zurückgezahlt. Die Tschechische Republik ist EU-Mitgliedstaat. Sofern der deutsche Kunde nicht rechtzeitig eine Ansässigkeitsbescheinigung vorlegt, wird eine Quellensteuer von 19 Prozent einbehalten. Ist die Bescheinigung vorhanden, fällt keine Quellensteuer an. Die Anleger, die den Sparer-Pauschbetrag überschreiten, müssen sich in beiden Fällen mittels der Einkommensteuererklärung um die Versteuerung der Zinserträge in Deutschland kümmern.

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