Bankgeschäfte lassen sich bequem per Internet oder Telefon erledigen. Themenschwerpunkt auf modern-banking.at ist der österreichische Direktbankenmarkt. Sie erhalten einen aktuellen Überblick über Zinsen und Konditionen anhand unserer Produktvergleiche zu den inländischen Direktbanken, und darüber hinaus auch zu den Anbietern aus dem Euroraum, die sich über Landesgrenzen hinweg an Kunden in Österreich richten.

03.07.2015 |Meldung zum deutschen Bankenmarkt|

Sberbank Direct bei Auslandsüberweisungen eine Alternative

Die Sberbank Direct bietet neben Tagesgeld und Festzinsanlage seit Dienstag "Direct Pay" an. Das ist ein in Euro geführtes Konto für weltweite Geldtransfers durch Überweisungen, Daueraufträge oder Lastschriften bis zum Betrag von EUR 12.000 je Auftrag. Es ist ein selbst erbrachter Service der Sberbank Direct. Ein- und ausgehende Zahlungen innerhalb Deutschlands und dem SEPA-Raum sind gebührenfrei. Für Zahlungen, die den SEPA-Raum verlassen oder von außerhalb kommen, berechnet Sberbank Direct bei Entgeltteilung (SHARE) eine Gebühr von EUR 9,99. Das ist einer von mehreren spezialisierten Geldtransfer-Diensten, auf die Verbraucher zurückgreifen können, die häufig in Nicht-EU/EWR-Staaten überweisen und deren eigene Bank in diesem Segment zu teuer ist. Ist der Auftrag mit SHARE angewiesen, tragen der Überweisende und der Begünstigte jeweils die Entgelte ihrer eigenen Bank. Bei eingehenden Zahlungen in Fremdwährung entstehen dem Direct-Pay-Kunden zusätzlich Konvertierungskosten durch den Spread zwischen Geld- und Briefkurs und gegebenenfalls eingerechneten Aufschlägen. Der jeweilige Umrechnungskurs basiere auf den veröffentlichten Geld- und Briefkursen des Kursstellers WGZ Bank, teilte uns die Sberbank Direct auf Anfrage mit. In den Produktbedingungen und dem Preisverzeichnis ist zu den verwendeten Kursen bislang nichts aufgeführt. Die Kontoführung ist bei Direct Pay ausschließlich online möglich, das Konto verfügt über keine Karte und kann nur im Guthaben geführt werden.

01.07.2015 |Meldung zum österreichischen Bankenmarkt|

direktanlage.at nimmt beim Girokonto höhere Spesen

"Kontospesen? Haben wir nicht!", das ist der Werbeslogan, der auf der Produktseite der direktanlage.at als Allererstes steht, doch er ist freilich nur auf die Grundgebühr zu beziehen. An einigen Stellen müssen Girokunden ab 1.7.15 mehr bezahlen: Die drei beleghaften Überweisungen pro Quartal sind nicht mehr inklusive, ab dem ersten dieser Aufträge fallen jeweils EUR 2,50 an. Eine Standard-Kreditkarte kostet, sofern sie nicht durch regelmäßigen Gehalt- oder Pensionseingang beitragsfrei ist, nun jährlich EUR 22,00 (vorher EUR 20,50). Für den zweiten Kontoinhaber ist eine Standard-Kreditkarte zum Jahrespreis von EUR 11,00 (vorher EUR 10,25) erhältlich. Ebenso erhöhte direktanlage.at den Kartenpreis der Goldkarte für den zweiten Kontoinhaber auf EUR 64,00 (vorher EUR 59,20) und für Studenten auf regulär EUR 32,00 (vorher EUR 29,60). Zu den Kreditkarten setzte direktanlage.at auch die Bargeldgebühr am Geldautomaten hoch, auf 3,30% (vorher 3,00%) des Auszahlungsbetrags, weiterhin bei einer Mindestgebühr von EUR 3,50 pro Auszahlung. Und der Karteneinsatz außerhalb der Eurozone ist darüber hinaus mit einer Gebühr von 1,65% (vorher 1,50%) der Transaktionssumme belegt. Parallel zu den Preisanhebungen verringerte direktanlage.at den veränderlichen Sollzinssatz für eingeräumte Dispokredite auf 7,00% p. a. (vorher 7,50% p. a.).

24.06.2015 |Meldung zum deutschen Bankenmarkt|

Gesetzlicher Einlagenschutz auch auf Konten in Fremdwährung

Im nächsten Monat, am 3.7.15, tritt das deutsche Umsetzungsgesetz der überarbeiteten EU-Einlagensicherungsrichtlinie in Kraft. Die Änderungen sind für Verbraucher durchweg positiv. Die Währung, in der die Einlagen unterhalten werden, ist bei der gesetzlichen Einlagensicherung dann nicht mehr relevant. Darauf und auf weitere Auswirkungen an der Kontaktstelle mit den Kunden wies der Bundesverband deutscher Banken e. V. in einer Aussendung hin. Entschädigt wird in Euro. Bislang traf der Schutz nur für Einlagen in Euro oder EU-Währung zu. In Bezug auf die gesetzliche Einlagensicherung kann somit das Warnschild abmontiert werden, wenn Tagesgeld- und Festgeldanlagen etwa in US-Dollar oder der norwegischen Krone angeboten werden. Auch werden grenzüberschreitende Entschädigungen vereinfacht, und zwar in dem Fall, wenn Kunden bei einer inländischen Zweigstelle einer Bank anlegen, die ihren Hauptsitz in einem anderen Staat des Europäischen Wirtschaftsraums hat (EU plus Norwegen, Island, Liechtenstein) und die Zweigstelle der Einlagensicherung des Heimatlandes zugeordnet ist. Die Entschädigung wird dann mittels der deutschen Entschädigungseinrichtung abgewickelt - im Auftrag der ausländischen. So bleibt es den Anlegern erspart, im Ernstfall mit französischen, niederländischen oder estnischen Einrichtungen in fremder Sprache zu korrespondieren.

Ab dem Inkrafttreten gilt darüber hinaus unter besonderen Umständen ein erhöhter Schutzumfang von EUR 500.000 je Einleger (statt EUR 100.000), für eine Dauer von sechs Monaten ab Eingang des entsprechenden Geldbetrags. Unter den erhöhten Schutzumfang der gesetzlich geregelten deutschen Einlagensicherung werden Kontoguthaben aus dem Verkauf einer privat genutzten Wohnimmobilie gestellt und Kontoguthaben, die mit einem im Gesetz aufgeführten Lebensereignis des Einlegers verknüpft sind. Dazu zählen Heirat, Scheidung, Renteneintritt, Ruhestand, Entlassung, Geburt, Krankheit, Pflegebedürftigkeit, Invalidität, Behinderung oder Tod. Viele Firmen sind überhaupt zum ersten Mal vor Bankinsolvenz geschützt. Lediglich Personengesellschaften und kleine Kapitalgesellschaften hatten bis dato Anspruch auf Entschädigung, alle anderen legten auf eigenes Risiko an. Der Ausschluss von mittleren und großen Kapitalgesellschaften entfällt nun. Ausgenommen bleiben aber weiterhin institutionelle Kunden wie beispielsweise Versicherungsunternehmen, Pensions- und Rentenfonds sowie Finanzinstitute und staatliche Stellen.

Das Entschädigungsverfahren wird generell unbürokratischer durchgeführt – automatisch, ohne dass der Einleger einen Antrag auf Entschädigung stellen muss. Und ab Juni nächsten Jahres greift die Verkürzung der Auszahlungsfrist im Leistungsfall von derzeit 20 auf 7 Arbeitstage.

17.06.2015 |Meldung zum deutschen Bankenmarkt|

COREALDIRECT eingestellt

Die COREALCREDIT BANK und ihre Direktbankmarke COREALDIRECT bieten keine Produkte mehr an. Hintergrund ist, dass das operative Geschäft komplett abgespalten und per 15.6.15 in die Muttergesellschaft überführt wurde, die Aareal Bank aus Wiesbaden. Die COREALCREDIT BANK ist in eine Filiale umgewandelt worden, die Änderungen dazu sind im Handelsregister eingetragen. Wer noch einen laufenden COREALDIRECT-Festgeldvertrag hat, ist bis Vertragsende jetzt Kunde der Aareal Bank. Diese ist auf die gewerbliche Immobilienfinanzierung spezialisiert. Sie hatte insofern von der Finanzkrise profitiert, dass sie zwei Wettbewerber übernehmen konnte. COREALCREDIT hatte sie zum März 2014 dem texanischen Finanzinvestor Lone Star abgekauft, so günstig, dass bei ihr ein außerordentlicher Gewinn in Höhe von 150 Millionen Euro anfiel. Zunächst hieß es, die COREALCREDIT solle eigenständig fortbestehen. Dann wurde die Tochter bei der Neukreditvergabe unter Vorwänden über Monate immens gebremst und nach und nach musste ein Großteil der Belegschaft gehen. Im April dieses Jahres kündigte die Aareal Bank an, COREALCREDIT zu integrieren und dass für den bisherigen Standort in Frankfurt eine Garantie bis März 2017 gilt. Es ist wohl davon auszugehen, dass die Filiale nach Auslaufen der Standortgarantie geschlossen wird.