Die österreichischen Direktbanken im Vergleich

Direktbanken passen in eine Zeit, in der vieles schneller und einfacher gehen soll, zumal sich Bankgeschäfte bequem per Internet oder Telefon erledigen lassen. Umfragen zufolge ist Kunden dabei ein leicht zu bedienendes Online-Banking mit modernen Kontofunktionen sowie ein qualifizierter, persönlicher Service besonders wichtig. Zunehmend wollen Kunden auch per Mobile Banking auf ihre Konten zugreifen. Auf modern-banking.at finden Sie Informationen zum österreichischen Direktbankenmarkt und Produktvergleiche mit mehreren Anbietern.

17.07.2014 |Meldung zum deutschen Bankenmarkt|PayPal-App verschickt Geld an Privat
Der Bezahldienst PayPal ermöglicht seinen Nutzern in Deutschland ab sofort das Geldsenden an Freunde, Bekannte und Familienmitglieder. Die Funktion ist in der neusten Version der PayPal-App für Android und iOS integriert, auf der Website nicht. Weder beim Sender noch beim Empfänger werden dabei Gebühren fällig, das gilt auch grenzüberschreitend, sofern der Betrag in Euro auf PayPal-Konten angewiesen wird, die in Ländern der EU oder des EWR registriert sind. Voraussetzung ist grundsätzlich, dass das sendende Konto per Bankeinzug oder durch vorhandenes Guthaben ausgeglichen wird. Anders wäre es, wenn man als Zahlungsquelle eine Kreditkarte hinterlegt hat oder Waren oder Dienstleistungen bezahlt (jeweils 1,9 Prozent des Umsatzes plus EUR 0,35 Gebühr, die im ersten Fall vom Sender und im zweiten vom Empfänger zu zahlen sind). Als Anwendungsbeispiele nennt PayPal Situationen, in denen man Kosten untereinander aufteilen möchte, zum Beispiel nach einem Restaurantbesuch oder dem Besorgen von Tickets für den gemeinsamen Kinoabend. Mit der App soll das bequemer sein. Die umständlichere Alternative wäre, zu versuchen, die passenden Teilbeträge bar untereinander auszutauschen bzw. wenn dies nicht gelingt, die Kontodaten für eine Banküberweisung zu notieren oder den Umweg zum Geldautomaten zu nehmen. Zum Geldverschicken wählt man in der App den Menüpunkt "Senden" aus, gibt die E-Mail-Adresse des Empfängers sowie den Betrag ein und beantwortet die abschließende Frage "Wofür ist diese Zahlung?" mit einem Klick auf "Freunde und Familie". Eine kurze Nachricht an den Empfänger lässt sich optional hinzufügen. Hat der Empfänger ebenfalls einen PayPal-Account, steht ihm der Betrag direkt zur Verfügung. Besteht unter der verwendeten E-Mail-Adresse kein PayPal-Konto, informiert PayPal den Empfänger per E-Mail. Er muss dann einen Account bei dem Bezahldienst eröffnen, um an das Geld heranzukommen. Es ist davon auszugehen, dass Spammer künftig mit Vorliebe ähnlichlautende Texte versenden werden.
Die App kann noch mehr, sie dient der Kontoübersicht und auch zum Bezahlen in der Offline-Welt. Jene Läden und Gastronomiebetriebe, die solche Zahlungen annehmen, sind mit einem entsprechenden Logo gekennzeichnet. Zurzeit handelt es sich noch fast ausschließlich um Berliner Unternehmen, weil die Testphase in der Hauptstadt durchgeführt wurde. Wenn man den auf der Webseite empfohlenen SMS-Sicherheitsschlüssel eingeschaltet hat, sich zum Einloggen immer den zusätzlichen 6-stelligen Code zuschicken lässt, ist die App überhaupt nicht nutzbar. Dies soll sich mit einer künftigen Version ändern.

17.07.2014 |Meldung zum österreichischen Bankenmarkt|eps und giropay kompatibel
Die Bezahlverfahren eps Online-Überweisung aus Österreich und giropay aus Deutschland haben ihre beiden Systeme miteinander verbunden. Dadurch können Kunden auf die bekannte Weise per Online-Banking auch in Shops aus dem jeweiligen Nachbarland einkaufen und bezahlen. Händler, die eine der beiden Bezahloptionen anbieten, erweitern automatisch ihren potenziellen Kundenkreis, können ohne technischen Mehraufwand Transaktionen mit dem Nachbarland abwickeln. Aktuell befinden sich eps und giropay im Rollout, der im Herbst abgeschlossen sein soll. Die Allianz wurde bereits im Oktober 2012 eingegangen. Die IT-Spezifikationen für die Umsetzung wurden 2013 definiert, mit dem Ziel, dass sich die gewohnten Prozesse weder für Kunden noch für Händler verändern. Robert Reiger, Geschäftsführer des eps-Betreiberunternehmens STUZZA erklärte, dass die wirtschaftliche Vernetzung zwischen Österreich und Deutschland überaus intensiv ist und etwa die Hälfte der österreichischen Online-Bestellungen im Ausland platziert werden. Eine Kooperation habe daher nahe gelegen. Über die bilaterale Kooperation hinaus will man die Schnittstelle für weitere europäische Online-Überweisungsverfahren offen halten.
eps oder giropay erfordern keine zusätzliche Registrierung. Bezahlt wird vom eigenen Bankkonto. Man wird auf eine gesicherte Banking-Seite seiner Bank geleitet. Hier findet man eine vorausgefüllte und nicht mehr veränderbare Überweisung vor, die alle Details des Kaufs enthält, wie Rechnungsbetrag, Verwendungszweck und Bankverbindung des Verkäufers. Durch Einloggen und Eingabe einer TAN autorisiert man die Überweisung, die über die normalen Clearingwege abgewickelt wird. Das Besondere dabei: Der Verkäufer erhält unmittelbar eine Zahlungsbestätigung und kann folglich sofort und ohne Zahlungsausfallrisiko die Ware verschicken. Sämtliche Banken in Österreich arbeiten mit eps zusammen. An giropay nehmen die Postbank, fast alle deutschen Sparkassen und Genossenschaftsbanken, viele PSD-Banken, comdirect und die DKB teil. giropay kann von Kunden genutzt werden, die ein Girokonto bei einer der teilnehmenden Banken haben.

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